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Electronic Entertainment Expo: Messe Special - Kein Sieger, keine Spannung

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Es waren spannende Tage. Es wurde gerätselt, es wurde spekuliert, und es gab Überraschungen: Die Tage vor der E3 waren sicherlich mit die interessantesten Tage der letzten Wochen. Doch als die Messe endlich ihre Tore öffnete, beziehungsweise die Firmen ihre Pressekonferenzen hielten, verflog der Zauber schnell. Trotz neuer Konsolengeneration: Es war eine eher langweilige E3.

Die Vorzeichen standen eigentlich auf Spannung: Microsoft hat sich mit der unsäglichen Xbox-One-Präsentation Tage zuvor in eine unglückliche Lage gebracht. Sony hatte damit ohne Zutun bereits die Nase vorn. Nintendo steht sowieso schon seit Wochen mit dem Rücken zur Wand, und zu EA oder Activision muss nun wirklich nichts mehr gesagt werden. Gerade die grossen Namen der Branche schwanken und leiden nicht nur an Liebesentzug. Die E3 wäre der perfekte Ort gewesen, sich zu befreien. Das jedoch ist keinem so recht gelungen.

Als Sieger, wenn man das denn so nennen will, kann sich Sony küren lassen. Aber das war ja kaum zu verhindern. Ja, die Pressekonferenz war lustig. Ja, es wurden einige sehr interessante Spiele gezeigt. Aber wie hätte der Abend ausgesehen, wenn Microsoft sich nicht schon zuvor so ein Eigentor geschossen hätte? Es ist wie beim Fussball: Schon in der ersten Minute liegt der Ball im Netz. Mehrmals. Das Spiel ist vorbei, bevor es angefangen hat.

Dabei hat Microsoft dieses Mal sogar vieles richtig gemacht. Das Wort "TV" oder "Television" fiel so gut wie kein einziges Mal, lediglich "Sports" und "Call of Duty" wurden fast so häufig wie bei der Konsolenenthüllung genannt. Der Fokus lag auf den Spielen, und hier wurde so einiges gezeigt. Als jedoch das mittlerweile als alles andere als Indie daherkommende Minecraft gezeigt wurde, war klar: es gibt keine Überraschungen. Titanfall sah wirklich gut aus, Halo (das Spiel!) wurde gezeigt, und natürlich durfte auch Battlefield 4 nicht fehlen. Mit Forzas Drivatar-Feature - so ein unglücklicher, aber lustiger Name - und Quantum Break konnte man ebenfalls punkten. Schön, wenn auch wenig überraschend, war das Comeback von Killer Instinct. Und am Ende bekam man den Eindruck, dass man mit der Xbox One ja vielleicht doch spielen könne.

Doch der grosse Fehler von Microsoft wurde erst nach der Konferenz offensichtlich: Kein Wort zu DRM, kein Wort zum Online-Zwang, kein Wort zu all den Aufregern, die bereits direkt nach der Enthüllung aufkamen. Und genau diese Unsicherheit spielte Sony in die Karten, denn die Japaner mussten einfach nur den Fuss hinhalten und Gomez spielen:
  • Preis der Konsole? 100 Euro billiger als die Xbox One.
  • Spieletausch? Einfach die Disk weitergeben.
  • Online-Zwang? Muss nicht sein.
  • Spiele? Haben wir auch. Massig.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 25 Jun 2013 @ 12:37
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