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PlayStation TV: Hardware Test

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Und wie schaut es mit dem Streaming aus?

Mau. Sony bewirbt PlayStation TV vor allem damit, den Kasten zum Streamen der PS4-Inhalte auf einen anderen Bildschirm zu verwenden. Dazu müssen sich PlayStation TV und PS4 im selben Netzwerk befinden. Logo. Ein Upstream von 5 MBits zu PlayStation TV muss ebenso gewährleistet werden. Über WLAN funktionierte das bei uns nicht, trotz diverser Routerkonfigurationen. Und über ein Netzwerkkabel auch mehr schlecht als recht. Und kommt es dann tatsächlich zustande, dass Spiele von A nach B übertragen werden, sorgen weitere Einschränkungen für Ungemach. Alle Titel werden zunächst auf der PS4 in 720p (statt der 1.080p-Auflösung) und mit nur 30 Bildern pro Sekunde berechnet und gestreamt. Da PlayStation TV wie bereits ausgeführt die interne Auflösung der Vita als Grundlage nimmt, wird das Signal auf 544 Zeilen gematscht und danach in bis zu 1.080i ausgegeben. Was technisch schon verrückt klingt, schlägt sich auf die Optik nieder: Das Bild ist matschig und unscharf, viele Details gehen verloren und Fragmente stören den Bildaufbau. Controller-seitig sind spürbare Lags eine Negativerscheinung des Streamings. In Genres wie Rennspielen, wo es auf Entscheidungen im Bruchteil einer Sekunde ankommt, werdet ihr mit den Nachteilen dieser Technik leben müssen.

Das angepriesene Killerfeature wird in der Summe all dieser Negativaspekte zum Grund, sich PlayStation TV eben nicht zu kaufen und stattdessen die PS4 auf Wanderung durch die Räumlichkeiten zu nehmen.

Gibt es denn auch Positives?

Oh ja. Und das ist nicht einmal zynisch gemeint. Die PlayStation-1-Emulation ist hervorragend umgesetzt. Auf keiner anderen Plattform, PlayStation 3 eingeschlossen, sahen PS1-Games so gut aus. Viele Schwachstellen der originalen PS1-Systemsoftware wurden ausgemerzt. Dem Betrachter nahe Polygone wabern nicht mehr allzu unruhig, Texturen bekommen eine dezente bilineare Filterung verpasst, Dithering wird zurückgefahren und Farben wie auch Kontrast erhöht. Während ihr auf PS3 Gefahr lauft, Augenkrebs durch PS1-Titel zu bekommen, können sich die 32-Bit-Klassiker über PlayStation TV sehen lassen und sind selbst auf 42 Zoll Bildschirmdiagonale keine Zumutung mehr. Das gilt für all unsere getesteten PS1-Titel: Spyro 1-3, Pandemonium!, Final Fantasy VII und IX, Kula World, WipeOut, Vagrant Story sowie Tomb Raider 1 und 2.

PlayStation TV Bild
Für PSP-Spiele gilt dies nicht. Die flimmern und flackern, dass es Epilepsie auslöst. Einen Weichzeichner spendierte Sony nicht und so verursachen die Spiele schnell Kopfschmerzen. Getestet wurden Gran Turismo, GTA: Liberty City Stories sowie Monster Hunter Freedom Unite und Angry Birds aus der PS-mini-Serie.

Und Mehrspielermodi?

Vita-Games und teils PSP-Spiele könnt ihr noch online zocken, für Splitscreen-Partien der PS1-Titel ist PlayStation TV schlichtweg nicht konzipiert worden.

Welche anderen nennenswerten Features hat PlayStation TV noch?

Nennenswerte Features? Keine. Obsolete? Eine Menge. E-Mail-Client, Webbrowser, Kalender, Chat-Programm, Musik-Player - wozu ein stationäres Gerät, das ihr nicht ständig mit euch rumschleppt, über all dies verfügen sollte, erschliesst sich uns nicht. Das ist unnötiger Ballast, der den Screen füllt und die Navigation erschwert. Besser wäre gewesen, Apps wie Amazon Prime, Netflix und Konsorten zu integrieren. Diese fehlen jedoch und werden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr nachgeliefert.

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Daniel Wendorf am 15 Dez 2014 @ 23:04
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