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Guitar Hero Live: Special - Retrospektive

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Aerosmith, World Tour, Metallica, Van Halen – wer hat noch nicht?

Was macht man, wenn man eine Serie hat, die soeben Rekorde gebrochen hat und zu den größten der Spieleindustrie zählt? Man melkt sie. Alleine 2008 erschienen mit Aerosmith, On Tour, On Tour: Decades, Backstage Pass, World Tour und World Tour Mobile sechs unterschiedliche Guitar-Hero-Teile für so gut wie alle elektronischen Geräte, die zu diesem Zeitpunkt erhältlich waren. World Tour, der offizielle vierte Teil, integrierte auf Druck von Rock Band bereits Unterstützung für Schlagzeug und Gesang. Außerdem gab es mit dem Music Studio die Möglichkeit, eigene Stücke aufzunehmen, auch wenn durch Lag und mittelmäßige Tonqualität keine Begeisterung aufkommen konnte.

Man konnte Activision also nicht vorwerfen, dass man die Serie nicht weiterentwickeln wollte. Dennoch war Rock Band immer noch überlegen, und so wundert es nicht, dass World Tour zwar solide bis sehr gute Bewertungen einheimsen konnte, bei den Spielern allerdings nicht wie gewünscht einschlug. In der ersten Woche verkaufte Guitar Hero: World Tour in den USA gerade mal halb so viel Exemplare wie Guitar Hero III. Der Trend galt allerdings nicht nur für Guitar Hero, auch Rock Band 2 verkaufte gerade mal halb so viele Exemplare wie sein Vorgänger. Die Zeichen waren klar, doch weder Activision noch EA und MTV wollten sie sehen und bombardierten den Markt weiter mit neuen Teilen.

Guitar Hero Live Bild
Mit DJ Hero versuchte man, die "Hero"-Marke weiter zu melken

Diversifikation hieß das Stichwort 2009, und so erreichten uns in diesem Jahr nicht nur weitere Band-spezifische Titel wie Guitar Hero: Metallica und Guitar Hero: Van Halen, sondern mit DJ Hero etwas völlig Neues. Zumindest wollte Activision, dass wir das glauben, denn letztlich unterschied sich das Gameplay nicht genügend von den Gitarrenhelden. So sahen viele Spieler nicht die Notwendigkeit, noch ein weiteres Plastikinstrument in ihr Wohnzimmer zu stellen, um darauf DJ zu spielen. Auch wenn DJ Hero keineswegs ein Flop war – letztlich konnten wieder über eine Million Exemplare verkauft werden und die Presse lobte den Titel –, enttäuschte es aufgrund der hohen Erwartungen, die durch die Hauptserie aufgestellt wurden. Da konnte auch der 2010 erschienene, deutlich bessere Nachfolger nichts dran ändern. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, doch 2011 schätzten Analysten, dass DJ Hero 2 und Guitar Hero: Warriors of Rock zusammen weniger als eine Million Mal die US-Kassen überquert haben.

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Patrik Nordsiek am 23 Okt 2015 @ 15:18
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