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Kalypso Media: Line-up-2016/17 Special

  Personal Computer Playstation 4 Xbox one 

Viking: Wolves of Midgard

Wir können auch anders! Mit ähnlichen Worten läutete ein Mitarbeiter von Kalypso Media die Präsentation von Viking: Wolves of Midgard ein. Denn hierbei handelt es sich eben nicht um ein Strategiespiel. Vielmehr ist der Titel aus dem Hause Games Farm im Action-RPG-Genre beheimatet. Zu Beginn der rund 20-stündigen Einzelspielerkampagne erstellt ihr euch ganz klassisch erst einmal einen eigenen Charakter: Männlein oder Weiblein und Details wie Frisur und Hautfarbe – schon geht's los. Nach einer kurzen Ladezeit befindet ihr euch im Reich der nordischen Mythologie wieder. Doch die Sagenwelt ist alles andere als einladend, haben doch griesgrämige Riesen, Jötunn genannt, das Land überrannt und aus den Fugen gehoben. Und auch unser Alter Ego, seines Zeichens Angehöriger des Ulfung-Klans, ist von den Auswirkungen betroffen. Denn eine der ersten Szenen, die ihr nach dem Ladebildschirm zu Gesicht bekommt, zeigt euer von mächtigen Fabelwesen bis auf die Grundmauern zerstörtes Heimatdorf. Nachdem ihr nun alles Hab und Gut verloren habt, hält euch nichts mehr zurück und ihr macht das, was ein Wikinger am besten kann: kämpfen!

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Um den zahllosen Kreaturen und wilden Tieren den Garaus zu machen, spendiert Games Farm unterschiedlichste Waffengattungen. Egal, ob Schild, Axt oder Bogen, in der brutalen Welt von Vikings bleibt genügend Raum für die Entfaltung unterschiedlicher Kampftechniken. Der Clou an der Sache ist übrigens, dass die Steigerung eurer Kampfkraft nicht durch das Hochstufen eures Charakters geschieht, sondern durch die Verbesserung der zum Einsatz kommenden Waffen. Letztere lassen sich beim Dorfschmied, der nach einer Weile in eure wiederaufgebaute Siedlung einzieht, mit besseren Eigenschaften versehen, wobei ein Maximum aus zwei aufrüstbaren Waffen-Sets pro Spieldurchlauf besteht. Aus diesem Grund verzichtet das Entwicklerteam auch darauf, dass eure niedergestreckten Feinde zu viel Beute springen lassen. Dafür sammelt ihr pro getötetem Monster Blut ein, welches ihr an einem Altar einem Gott opfern könnt. Auf diesem Weg schaltet ihr kleinere Fähigkeiten frei und könnt diverse Charakterattribute steigern. Außerdem füllt jeder getötete Gegner eure Wutanzeige, die sich nach ausreichendem Füllstand in einen alles vernichtenden Berserkermodus entlädt.

Während eurer Vergeltungsreise durch die nordischen Lande erkundet ihr unterschiedliche Gebiete der Spielwelt. Unter anderem geht's nach Midgard, Utgard, Niflheim und Dvergheim. Jeder Landstrich beherbergt zusätzlich zu den lebendigen Gefahren auch noch eine passive Bedrohung. In den allermeisten Fällen macht euch der besonders harte Winter zu schaffen, sodass ihr euch regelmäßig an Feuerstellen aufwärmen müsst, um nicht dem Kältetod zu erliegen. Aber auch Schlamm und eine sengende Hitze machen euch zusätzlich das Leben schwer.

Die Einzelspielerkampagne, die in vier Schwierigkeitsgraden inklusive eines Permadeath-Modus gezockt werden kann, soll laut dem Entwicklerteam übrigens nicht alles sein. So plant man auch, einen Zwei-Spieler-Kooperativmodus einzubauen, sodass ihr euch gemeinsam mit einem Freund den Gefahren der nordischen Mythologie stellen könnt. Ein New-Game-Plus-Modus soll es euch hingegen ermöglichen, dass ihr euren Charakter noch über die Standardkampagne hinaus weiter ausbauen könnt, um etwa alle Waffen-Sets bis zum Maximum zu entwickeln. In Trials of the Gods geht es schließlich darum, unterschiedlichste Gegnerwellen und Bosse zu besiegen.

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Ersteindruck von Alexander Boedeker
Viking: Wolves of Midgard ist zunächst einmal ein klassischer Vertreter des Action-RPG-Genres. Ihr schlüpft in einen bis an die Zähne bewaffneten Wikinger, der den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als Monster und andere Fieslinge auf martialische Art und Weise ins Jenseits zu befördern. Abseits des bekannten Gameplays finden sich aber einige interessante Ansatzpunkte, die den Titel vom Rest abheben könnten. Die Aufwertung eures Charakters geschieht eben nur indirekt über die Verbesserung der Waffen, sodass der Wiederaufbau eures Dorfes in den Fokus gerückt wird, da ihr nur dort Händler und Werkstätten finden könnt. Das Sammeln von Beute wird bei diesem Titel also weniger ausgeprägt sein. Und auch die Umweltkomponenten, von denen wir während der kurzen Anspiel-Session nur die bittere Kälte zu spüren bekamen, fordern zu taktischem Überlegen auf, wenngleich der Fokus von Viking: Wolves of Midgard in erster Linie ganz klar auf der Erkundung der abwechslungsreichen Spielwelt und dem Niedermetzeln von Monstern liegt.

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Alexander Boedeker am 05 Aug 2016 @ 07:45
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