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Electronic Arts: Ihre Verluste, ein Gewinn? Special

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Schön ist die Meldung ja nicht gerade. Mit 641 Millionen Dollar Verlust geht der ehemals grösste Publisher EA in sein Geschäftsjahr 2009. Dazu kommen noch die Finanzkrise, die auch in der Software-Branche ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat, und der recht schlechte Ruf des Konzerns. Es brennt, und zwar überall. Dabei ist EA gar nicht so unschuldig an seiner Krise, denn vieles wurde übersehen und viele Massnahmen zu spät ergriffen. Die Ausgangslage sieht aber dennoch gut aus.

Eigentlich muss man vor EA ja den Hut ziehen, denn wer so lange so gross im Geschäft bleibt, kann zumindest nicht alles falsch gemacht haben. Und tatsächlich besitzt der Konzern grosse Marken, grosse Serien und grosse Lizenzen. Doch in den letzten Jahren ist die Balance beim Konzern aus dem Tritt gekommen. EA im Jahr 2008 erinnert so ein wenig an den FC Bayern München im selben Jahr. Dort trat Jürgen Klinsmann gegen die Tonne und versprühte einen Revoluzzerduft, der sich gewaschen hat. Der Erfolg stellte sich allerdings erst dann ein, als man nach den sechs Schritten im Galopp wieder fünf Runden stehen blieb. Genau dies muss sich EA nun anhören.

Electronic Arts Bild

Bereits Ende 2007 wurden massive Fehler eingestanden. Vor allem die Integration bekannter Firmen wie Origin oder Bullfrog in die Firmenstruktur und die Auflösung der individuellen Satellitenstudios wurden als falsche Entscheidungen deklariert. Man gelobte Besserung, gab EA Mythic wieder den ursprünglichen Namen und liess BioWare tatsächlich trotz Übernahme komplett heil. Und nun gibt es diese Hiobsbotschaft für EA. Ist die neue Linie gefährdet?

Nein, und zwar weil Riccitiello, der Konzernchef, schon 2007 die Fehler gesehen hat. Nur ging man nicht weit genug, verschlief Trends und machte dementsprechend Verluste. Auch wenn viele Spieler die ungenügende Qualität einiger EA-Spiele als Hauptgrund der tiefroten Bilanz sehen, rangiert dies eher im Hintergrund. Denn wenn man sich die Verkaufszahlen aktueller Need for Speed-Ableger ansieht, ist dies das lebendige Beispiel, dass es hier um Marken geht. Demnach war es eine kluge Entscheidung, dass erst kürzlich die Bourne-Lizenz gesichert wurde. Und auch der Wille, neue Marken zu schaffen, ist klar vorhanden. Mit Mirror's Edge und Dead Space wurden Spiele geschaffen, deren Potenziale noch nicht abzusehen sind. Und dann gibt es da ja noch das wieder gestiegene Interesse an Command & Conquer sowie das ominöse Project RedLime, welches noch immer enthüllt werden soll.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 17 Feb 2009 @ 01:32
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