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GBase: Special Computerspiele sind Kunst

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Ein Hoch auf das Shareholdervalue

Inzwischen wird auch die Kritik an grossen Publishern der Spieleindustrie immer lauter. Fussball 2005, Fussball 2006, Fussball 2007 - und 2008 soll der Kunde schon wieder bereitwillig 60 Euro für die neueste Version auf die Ladentheke legen. Bisher scheint die Strategie noch aufzugehen, denn besagte Konzerne erfreuen sich anscheinend bester Gesundheit. Dennoch merkt man vielen Computerspielen immer mehr ihren Fliessbandcharakter an.

Man feilt ein bisschen an der Optik, die transportierte Geschichte wird dramaturgisch immer schlechter. Leveldesigner, Qualitätssicherung, Übersetzer, Storywriter und Produzenten werden aus Gründen der Effizienz nach Hause geschickt. Und schwupps, schon haben wir wieder eine der mehr als 4000 halbgaren Neuerscheinungen pro Jahr auf dem Tisch liegen. Hauptsache, das Marketingbudget ist gross genug und der Börsenkurs steigt.

Wann werden Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsräte verstehen, dass man Kunst nicht am Fliessband produziert? Vielleicht, wenn niemand mehr bereit ist, die Produkte legal zu erwerben und die Gefängnisse mit Raubkopierern überfüllt sind. Und dabei reden wir nicht von der Raubkopiermafia aus der östlichen Hemisphäre, die unter den schützenden Händen der Staaten ihr plagiatorisches Unwesen treiben.

Computerspiele sind Kunst und keine Fliessbandprodukte! Bei vielen Fans der Spiele kann man das in den Augen nach der durchwarteten Nacht vor dem Release-Tag sehen. Bei vielen Entscheidern der Branche sieht man leider nur die Dollar- und Eurozeichen. Natürlich müssen Arbeitsplätze bezahlt werden. Jedoch können auf Dauer schlechte Kunstwerke gar keine Arbeitsplätze finanzieren.

Langes Leben und Friede,

euer Stefan Spill

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Stefan Spill am 30 Sep 2007 @ 19:11
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