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GBase: Weihnachtsguide Special 2008

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Wii Music - von Patrik Nordsiek

Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. Und wann hat man neben Berufs-, Schul- oder Unistress schon mal Zeit, seine Hobbys zu pflegen? Wer schon immer mal Musik machen wollte, aber nie dazu kam, ein Instrument zu lernen, hat mit Wii Music eine kleine Alternative für den heimischen Gebrauch. Auch wenn die allgemeine Kritik am Nintendo-Spiel eher abschreckend ist, ich bleibe dabei: Für mich ist Wii Music eine neue Art von Spiel. Die Interaktion mit Mitspielern ist sehr hoch und kann für Stunden begeistern. Und wer irgendwann auch das letzte Lied verhunzt hat, kann diese musikalischen Missetaten auch noch seinen Feinden schicken. Super!

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Die musikalische Freiheit ist wesentlich höher als bei den Partygames Rock Band und Guitar Hero und der musikalische Spass steht hier definitiv im Vordergrund. Auch jüngere Spieler können mit Wii Music etwas anfangen: Mit der kindgerechten und irgendwie süssen Darstellung fällt der Einstieg nicht schwer. Beinahe wie auf einem richtigen Instrument kommt fast immer ein Ton heraus. Ob es nun der richtige ist, ist zunächst irrelevant.

Ich hatte beim Testen viele Stunden Spass und auch meine Freunde konnte ich begeistern. Wer albern genug ist, seine Wiimote doch tatsächlich als Flöte zu nutzen, wird um diesen Titel nicht herumkommen. Gerade wenn das Wetter im Winter wieder verrücktspielt, gibt Wii Music eine exzellente Alternative ab. Ich mache mich jetzt jedenfalls mal an ?Morgen kommt der Weihnachtsmann?, ein exzellentes Lied für diese Jahreszeit.

Geeignet für:

Kinder, Familien, Freunde, unmusikalische Menschen

Voraussetzungen:

Wii

Preis:

rund 50 Euro / 78 Franken

World of Goo - von Jan Gieseler

Es gibt immer wieder Spiele, die eigentlich nichts Besonderes an sich haben, aber trotzdem praktisch jeden in ihren Bann ziehen. Tetris wird hier immer wieder als Paradebeispiel herangezogen, das mit einfachster Technik und minimalistischem Design noch heute begeistern kann. Den gleichen Weg geht das vom Zwei-Mann-Entwicklerteam 2D Boy nahezu im Alleingang entwickelte World of Goo, das für PC, Mac und - bisher nur in den USA - für Wii erschienen ist.

Dabei bedienen sich die Entwickler spielerisch bei Vorbildern wie den Bridge-Builder-Titeln, wobei das Spielprinzip natürlich erweitert wurde. Ihr müsst in überschaubaren Levels kleine, lebende Bällchen aus einer teerartigen Substanz, Goo genannt, zum Ausgang leiten. Ausgehend von einem Startpunkt muss dabei die wichtigste Eigenschaft der Bällchen genutzt werden: sie kleben aneinander und lassen sich zu komplexeren Strukturen wie Türmen oder Brücken zusammenfügen. Die Bällchen ebnen somit ihren Kameraden den Weg zum Ziel. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Balltypen, die etwa entflammbar sind, springen können oder als Luftballons in den Himmel fliegen.

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Spielerisch klingt das nicht unbedingt nach viel, aber dafür kann World of Goo mit einem liebenswerten, beinahe perfekten Design aufwarten. Angefangen bei Spielmenü und Beschreibungen über die herzallerliebste Grafik und den grossartigen Soundtrack bis hin zur Steuerung, die so intuitiv ist, dass sie keinerlei Erklärung bedarf und für absolute Neulinge den perfekten Einstieg in die Welt der Videospiele darstellt. Als ob das nicht genug wäre, wurde das Ganze auch noch in eine nette, unaufdringliche Rahmenhandlung verpackt, die mancher als grandiose Reflexion der modernen Welt interpretiert, andere schlichtweg als nette Unterhaltung hinnehmen.

Alles in allem ist World of Goo ein praktisch perfektes Geschenk für jeden, der nicht sofort vor elektronischen Geräten Reissaus nimmt. Mein Bruder freut sich als langjähriger Computerspieler über die überaus gelungene, kurzweilige Abwechslung, während meine bisher nicht über Tetris, Mahjong und Bejeweled hinausgekommenen Eltern einen Einblick darauf bekommen, was in Videospielen möglich ist. Und ich freue mich, dass ich das Spiel auch unmittelbar und zudem ohne DRM direkt bei den Entwicklern kaufen kann. Was die mit dem Geld dann ihren Familien schenken, bleibt eurer Fantasie überlassen.

Geeignet für:

Absolut jeden, der eine Maus benutzen kann

Voraussetzungen:

Wii, Mac oder PC, der nicht älter als fünf Jahre ist (1 GHz CPU, 512 MB RAM, DirectX-9-Grafikkarte), gegebenenfalls einen Internetzugang

Preis:

knapp 20 Euro / 30 Franken

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Jan Gieseler am 07 Dez 2008 @ 20:47
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