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Nintendo: Wie der Konzern die Kurve bekam Reportage

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Die eigentlichen, richtigen Entscheidungen hat Nintendo allerdings viel früher getroffen. Klar: Dass ein neues Zelda in Entwicklung ist, war immer offensichtlich. Doch schon 2013 muss dem japanischen Konsolenhersteller klargeworden sein, dass man etwas ändern muss. Das wird deutlich, wenn man den ersten Trailer zu Super Mario 3D World und das letztlich erschienene Produkt vergleicht. Nicht selten fiel der Vergleich mit dem 3DS-Mario, und tatsächlich machten die ersten Trailer eher den Eindruck, als sei das Jump and Run ein erweiterter Port des auch auf dem Handheld "nur" guten Super Mario 3D Land. Auch der Donkey-Kong-Country-Ableger präsentierte sich zu diesem Zeitpunkt nicht gerade als Innovationsbombe. Doch beide Spiele zogen qualitativ noch massiv an, Donkey Kong Country: Tropical Freeze wurde sogar dafür verschoben. Dazu kommen Spiele wie Yoshi's Wooly World und vor allem Splatoon, die auf der E3-Präsentation enthüllt wurden. Insbesondere Splatoon war ein Überraschungstitel, der Anfang 2013 wahrscheinlich nicht mehr war als ein unbeachtetes Konzept. Die Erfolglosigkeit der Wii U brachte Nintendo offensichtlich zum Grübeln und letztlich dazu, neue Wege zu gehen und neue Ideen auszuprobieren. Und das findet nun in allen Bereichen statt, wie man am Patentantrag für einen Game-Boy-Emulator sieht.

Nintendo Bild
Super Mario 3D World: Erst Skepsis, dann Überraschung

Ein weiteres Puzzleteil, welches für eine Umbruchstimmung sorgt, ist das aussergewöhnliche Timing, was Nintendo an den Tag legt. Hat man die vielen Verschiebungen in den letzten Monaten noch belächelt, ergibt sich nun mehr und mehr ein Bild, das einen geordneten Plan zeigt. Die Verschiebung von verschiedenen Titeln in das Jahr 2015 - insbesondere Captain Toad ist ja eigentlich schon fertig - gibt dem Über-Hit Super Smash Bros. und den frisch eingeführten Amiibo-Figuren Platz zum Atmen. Das Weihnachtsgeschäft ist für den Edel-Brawler wie geschaffen, und weitere Nintendo-Titel wären parallel wahrscheinlich untergegangen. In gewisser Weise lässt Nintendo so sogar Platz für Third-Party-Hersteller; ein zentraler Kritikpunkt der grossen Publisher gegenüber dem japanischen Riesen. Leider scheint kein Hersteller diese Lücken nutzen zu wollen.

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Patrik Nordsiek am 10 Feb 2015 @ 18:20
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