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Sony Entertainment: PlayStation Themen- Special Teil 1

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Zahlen, Fakten und Skurriles

Es ist schon erstaunlich, was grafisch alles auf der Hardware machbar war, deren Spezifikationen anmuten, als entstammten sie aus einer vorsteinzeitlichen Epoche. Mit einer CPU, die mit gerade mal 33.8688 MHz getaktet war und einem mickrigen Arbeitsspeicher von 2 MB wurden dreidimensionale Welten geschaffen, die sich bis heute in den Köpfen von abermillionen Spielern festgenagelt haben. Insgesamt existieren von der PSX fünf verschiedene Varianten, wobei hier die verschiedenen Modellvariationen natürlich nicht mitgezählt sind. Nebst der normalen Ausführung im grauen, kantigen Gehäuse wurde kurz vor dem Erscheinen der PlayStation 2 eine verkleinerte Version namens PSone auf den Markt gebracht. Diese Version kann man im weitesten Sinne sogar als tragbare Konsole bezeichnen, denn dank einem ausgelagerten Netzteil und der Möglichkeit, einen LCD-Bildschirm direkt am Gerät anzuschliessen, konnte man das System auch ganz bequem im Auto mitführen und sich so stundenlange Fahrten versüssen.

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Eine dritte Variante nennt sich Net Yaroze und ist in einem schwarzen Gehäuse untergebracht. Diese Variante dürften die wenigsten von euch jemals zu Gesicht bekommen haben, war es auf diesem System doch möglich, eigene Spiele zu programmieren. Wobei hierzu natürlich auch ein PC mit Internetanschluss sowie Kenntnisse in der Programmiersprache C Voraussetzung waren. Diese Version konnte sich schlussendlich auch wegen des hohen Preises und der Tatsache, dass bei Weitem noch nicht jeder Haushalt über einen Internetanschluss verfügte, nicht durchsetzen. In einem blauen oder grünen Gehäuse wurde die vierte Version, die Debugging Station, untergebracht. Mit ihr konnte man ab Werk Spiele in sämtlichen Bildformaten und sogar gebrannte Kopien abspielen. Es erklärt sich daher von selbst, dass diese Version lediglich für lizenzierte Entwickler und Videospielredaktionen (zu Testzwecken) gedacht war. In einem weissen Gehäuse war schliesslich die fünfte und letzte Version der Konsole untergebracht. Diese verfügte über die Möglichkeit, Video-CDs abzuspielen, und erschien lediglich in einer streng limitierten Auflage im asiatischen Raum.

Im Laufe der Jahre wurden für das System weit über 2.000 Spiele veröffentlicht. Die letzten Grossproduktionen wurden mit C-12: Final Resistance und Fear Effect 2 im Jahre 2001 veröffentlicht, zu einem Zeitpunkt, als die PlayStation 2 längst in aller Munde und auch schon in Tausenden von Haushalten stand. Doch selbst im Jahre 2003 wurden noch vereinzelt Spiele für die betagte Konsole veröffentlicht, die sich insgesamt weit über 100 Millionen Mal verkaufen konnte.

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Ebenfalls an dieser Stelle erwähnt werden muss die Evolution des PlayStation-Controllers, der zu Beginn lediglich über ein digitales Steuerkreuz, vier Haupt- und vier Schultertasten verfügte. Die beiden charakteristischen Analogsticks kamen erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. Fairerweise sei hier gesagt, dass man sich die analogen Kontrollen bei Konkurrent Nintendo abgeschaut hat, ebenso die Rumble-Funktion, die bei Sony unter der Bezeichnung DualShock ins Leben gerufen wurde.

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1999, kurz nach der Einführung von SEGAs Dreamcast, veröffentlichte Sony einen Miniaturassistenten namens PocketStation, eine Art Mini-Game Boy mit Schwarz-Weiss-Bildschirm für die PlayStation. Ähnlich dem Dreamcast-VMU konnten auch hier über kompatible Spiele Minigames auf das Gerät übertragen werden. Beispielsweise Chocobo World, welches in Final Fantasy VIII integriert war. Nach etwa fünf Millionen Einheiten wurde die Produktion des Geräts dann aber eingestellt.

Auf die vielen verschiedenen Tanzmatten oder Lightguns wollen wir an dieser Stelle aber nicht mehr eingehen und unser Augenmerk auf zwei spezielle Zusatzgeräte richten, namentlich erwähnt den Negcon-Controller aus dem Hause Namco und einen Bagger-Controller, der von lediglich einem Spiel unterstützt wurde.

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Der Negcon-Controller verfügte zwar über weniger Buttons als das handelsübliche PlayStation-Eingabegerät, benötigte aber auch nicht alle. Denn das Spezielle am Controller war das Drehlager in der Mitte des Geräts, mit welchem man die jeweiligen Hälften voneinander wegbewegen konnte ? ideal geeignet für Rennspiele wie Ridge Racer Type 4. Die analogen Schultertasten wurden jeweils für Brems- und Gasmanöver zugewiesen. Gran Turismo, Destruction Derby und V-Rally konnten damit ebenfalls komfortabel gesteuert werden.

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Einer der aussergewöhnlichsten Controller war aber sicherlich der Power Shovel-Controller aus dem Hause Taito. Zwar war damit lediglich ein Spiel, eine Baggersimulation namens Power Shovel beziehungsweise Power shovel ni Norou, kompatibel, was aber auch nicht weiter verwunderte, wurde das Gerät doch eigens für das Spiel konzipiert. Wenn es einen Preis für die ausgefallenste Peripherie gäbe, dieser Controller würde ihn locker für sich beanspruchen. Da sind selbst die bekannten Angelruten-Controller für die Dreamcast massentauglicher und vor allem auch weiter verbreitet. Europa bekam das kultige Zubehör aber leider nie wirklich zu Gesicht.

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Andy Wyss am 24 Nov 2010 @ 12:59
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