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Sony Entertainment: PlayStation Themen- Special Teil 1

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Was wirklich zählt: die Spiele!

Wie auch schon beim Vorgängersystem erschienen für die PlayStation 2 weit mehr als 2000 verschiedene Spiele. Hier nun alle aufzuzählen, würde den zur Verfügung stehenden Rahmen natürlich sprengen, aber schon das Start-Line-up konnte sich mit gut 29 verschiedenen Titeln mehr als sehen lassen. Darunter fand sich auch Tekken Tag Tournament, welches allerdings keine eigene Story aufweisen konnte, dafür aber Tag-Team-Kämpfe in die Serie einführte. Das Spiel dürfte sicherlich eines der erfolgreichsten innerhalb des Startzeitraums der Konsole gewesen sein und beruhte auf einer Arcade-Version, die bereits im Juli 1999 veröffentlicht wurde. Mit Ridge Racer V, Ready 2 Rumble Boxing: Round 2, Dynasty Warriors 2, Armored Core 2, Dead or Alive 2: Hardcore und einigen Sportspielen bestand das Start-Line-up aber zu einem grossen Teil aus Fortsetzungen bekannter Serien.

Doch es gab auch Platz für Neues. So hatte beispielsweise die heute noch sehr beliebte SSX-Serie ihren Ursprung auf der PlayStation 2. Auch Smuggler's Run und TimeSplitters verdienten sich ihre Sporen als Starttitel für die Sony-Konsole der zweiten Generation und erzielten beachtliche Verkaufserfolge. Mit dem Taktik- beziehungsweise Strategiespiel Kessen konnte das japanische Entwicklerhaus Koei zudem einen Achtungserfolg erzielen, auch in Europa. Für haufenweise Spielspass wurde also auch hier von Anfang an gesorgt. Die wirklichen Kracher erschienen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Und wir kommen an dieser Stelle nicht drumherum, Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty, Gran Turismo 3, God of War, Final Fantasy X und nicht zuletzt auch Grand Theft Auto III aufzuzählen. Zwar waren diese Titel allesamt Millionenerfolge, doch hat sich besonders DMA Design (heute Rockstar North) mit dem Gangsterepos GTA III selbst ein Denkmal gesetzt. Die GTA-Serie war schliesslich schon immer stark mit der Marke PlayStation verbunden. Doch als die Fans sich 2001 zum ersten Mal frei in einer komplett dreidimensionalen Welt austoben durften, hinfahren konnten, wohin sie wollten, und in der riesigen Welt ein Geheimnis nach dem anderen entdeckten, war es um die PlayStation 2 geschehen, und das im positiven Sinne.

Sony Entertainment Bild
Auch die Journalisten konnten sich dem Sog des Spiels nicht entziehen und es hagelte überall auf der Welt Bestnoten. 2001 stand somit ganz im Zeichen von GTA III, welches sich bis 2008 ganze 14.5 Millionen Mal verkaufen konnte. Ungeachtet dessen war aber freilich auch dieser Titel nicht frei von Skandalen und Kontroversen. Eine Welt, in der man alles Erdenkliche anstellen konnte, war schliesslich nicht frei von Gewalt. Moralaposteln und Jugendschützern waren deshalb viele Dinge ein Dorn im Auge. Schnell an den Strassenrand fahren, eine Prostituierte mitnehmen, sie nach dem gemeinsamen Schäferstündchen erschlagen und die erbeutete Kohle mitnehmen? In GTA III kein Problem. Polizisten erschiessen, im Fahndungslevel aufsteigen und schlussendlich vor Kastenwagen des FBIs und verfolgenden Helikoptern flüchten? Ebenfalls kein Problem. Die Liste liesse sich noch lange fortsetzen, doch alle Anstrengungen, die unternommen wurden, um das Produkt in ein negatives Licht zu rücken, waren ihm schlussendlich nur dienlich. Gratis-Publicity zuhauf, die Entwickler hat's sicherlich gefreut.

Willkommen in der Online-Welt

Gewiss, Sony erfand das Onlinegaming-Rad nicht neu. Was für PC-Spieler schon fast ein alter Hut war, war in der Welt der Konsolen praktisch neu. Erste ernsthafte Anstrengungen unternahm SEGA bereits 1998 mit der Veröffentlichung der Dreamcast, die sogar über ein eingebautes Modem verfügte. Etwas, was der PlayStation 2 fehlte. Mittels einer leeren Expansionbuchse auf der Rückseite des Gerätes wurde aber auch diese Lücke im späteren Verlauf des Jahres 2002 geschlossen. So richtig ins Rollen gebracht wurde das Online-Spielvergnügen auf der PS2 dann mit SOCOM: U.S. Navy Seals, einer Serie, die auch heute noch auf viele Fans zählen kann und es alleine auf der PlayStation 2 zu vier Ablegern gebracht hat.

Einen weiteren massiven Kundenausbau konnte man im Jahre 2003 mit der Einführung der EyeToy-Kamera verbuchen, mit der bewegungsgesteuerte Spiele schon Jahre vor der Nintendo Wii möglich wurden. Mit der EyeToy Play-Serie vergnügten sich auch nicht gerade wenige, neu gewonnene Gelegenheitsspieler mit diversen Minispielen, in denen man beispielsweise durch hastige Handbewegungen Fenster von Schmutz befreite, Fussbälle auf dem Kopf balancierte oder ganz einfach böse Typen von der Mattscheibe boxte. Man selbst war also immer auch Teil des Spiels. Mit EyeToy: Kinetic (der Verfasser dieses Artikels könnte schwören, dass Microsofts Bewegungssteuerung Kinect nicht bloss eine Wortkombination zwischen Kinesis und Connect ist!) wurde im Jahre 2005 dann auch noch ein Programm auf den Markt gebracht, welches es auf die Fitness der Spieler abgesehen hat. Die meisten direkt für EyeToy designten Spiele kamen direkt von Sony selbst. Dritthersteller nutzten die Kamera zwar ebenfalls, doch war sie für das Spielen von Titeln wie Dance Dance Revolution nicht eine zwingende Voraussetzung.

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Andy Wyss am 24 Nov 2010 @ 12:59
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