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Square Enix: Distant Worlds Reportage aus Berlin

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Überhaupt, das Publikum: Berlin zeigte sich, trotz nicht ganz ausverkauften Tempodroms, als begeisterter Gastgeber, welcher nicht nur den Stargast Uematsu, sondern auch das gesamte Orchester mit Euphorie aufnahm. Natürlich erreichte die Euphorie ihre Höhepunkte beim Battle-Medley sowie bei der Oper aus Final Fantasy VI. Letztere wurde sowohl mit drei Solisten als auch mit Erzähler fantastisch inszeniert und orchestriert. Die immer wieder eingeblendeten Spielszenen aus dem Super-Nintendo-Klassiker machten dabei klar, wie ambitioniert die Serie zu ihrer Hochzeit warWenn man wirklich etwas zu meckern suchen wollte, kamen höchstens die Videosequenzen in Frage. Die Bildqualität schwankte stellenweise stark, was natürlich dem Alter einiger Spiele geschuldet ist. Hin und wieder war die Szenenauswahl nicht ganz nachvollziehbar, und immer wieder gab es innerhalb der Stücke Wiederholungen. Doch das sind nur marginale Kritikpunkte, die vor allem von den sehr guten Stücken wie dem Chocobo-Medley oder den hin und wieder eingestreuten Gameplay-Szenen der alten Nintendo-Tage locker wettgemacht wurden. Vor allem die gut getimten Spielszenen älterer Spiele verleiteten das Publikum immer wieder zu Lachern oder nostalgischen Seufzern. Ebenfalls beeindruckend war die Synchronizität, mit der das Orchester die Szenen begleitete. Dirigent Arnie Roth verstand es, die Musiker perfekt durch die Bilder zu leiten, obwohl das Gros des Orchesters die Szenen nicht sehen konnte.

Square Enix Bild
Apropos Lacher: Stargast Nobuo Uematsu nahm seine Rolle sehr wörtlich und während des gesamten Konzerts im Besucherraum Platz. Wer auch immer die Karten um ihn herum besass, muss in diesem Moment Panikattacken bekommen haben. Erst zum Ende des Abends liess sich der Meister auf die Bühne bitten und pfiff als Special Feature fröhlich das Victory-Thema. Nachdem das Lachen verklang, liess sich Uematsu dann aber doch zu einer ernsthafteren Gesangseinlage überreden und unterstützte den Chor bei der Zugabe, die mit One Winged Angel aus Final Fantasy VII nicht besser hätte gewählt werden können. Mit entflammtem Logo und bebendem Applaus wurden die Protagonisten des Abends daraufhin verabschiedet.

So vergingen am Ende über zwei Stunden Nostalgie und einfach nur gute Orchestermusik wie im Flug, und ich freue mich bereits darauf, wenn Distant Worlds sein Versprechen einlöst, bald wiederzukommen. Dann werde ich aber vorbereitet sein und ein Taschentuch mitnehmen.

Square Enix
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Patrik Nordsiek am 16 Apr 2014 @ 09:31
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