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Ubisoft: Fantastic Five Reportage 2010

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Die Siedler 7

Die Siedler sind zurück und haben in ihrem Gepäck nicht nur eine neue Grafik-Engine, sondern auch ein komplett neues Gameplay, welches sich von den Vorgängern deutlich unterscheidet. Zwar errichtet ihr neue Gebäude wie eh und je, das Ziel ist jedoch gänzlich anders. So müsst ihr versuchen, unterschiedliche Siegpunkte zu kassieren, um am Ende einen Platz auf dem einstufigen Siegespodest zu ergattern.

Früh übt sich, wer ein guter Siedler sein möchte, und so beginnt ein jedes Spiel erst einmal mit der üblichen und bestens vertrauten Prozedur. Zunächst einmal müsst ihr eure Siedler aussenden und Rohstoffe abbauen. Baumstämme, die im Sägewerk zu Brettern und Balken weiterverarbeitet werden, und Steine ermöglichen euch den Bau weiterer Gebäude. Lagerhäuser übernehmen dabei den Part der Fahnenlastenträger und Esel früherer Siedler-Episoden. Laufwege werden möglichst kurz gehalten, indem an sprichwörtlich jeder Strassenecke ein Lagerhaus errichtet wird. Habt ihr die Grundversorgung sichergestellt, solltet ihr euch über das weitere Vorgehen Gedanken machen. Grundsätzlich lässt sich Die Siedler 7 auf drei verschiedenen Wegen spielen. Entweder ihr errichtet schnell eine militärische Grossmacht mit einem gewaltigen Militärapparat in der Hinterhand, versucht durch Handelsbeziehungen in alle Welt Siegpunkte zu verdienen, oder aber ihr vertraut als Vertreter des geistlichen Standes mit der Hilfe eines Gebets auf höhere Mächte und lasst das Schicksal seinen Lauf nehmen.

Wer den kämpferischen Spielstil anstrebt, sollte möglichst schnell seine militärische Wirtschaft in Gang bringen. Kohle, Erz sowie Gold sind hier vonnöten, schliesslich wollen Söldner bezahlt und mit geeigneten Waffen ausgerüstet werden. Händler hingegen stecken alle Energien in begehrte Güter wie etwa Kleidung, die man mit den richtigen Handelsbeziehungen gegen jegliche andere Ware eintauschen kann - vorausgesetzt, ihr habt bereits Handelskontakte geknüpft. Die geistlich ausgerichteten Spieler brauchen schliesslich eine ordentliche Portion Bier, damit in Klöstern auch unter angenehmen Bedingungen nach den neuesten Technologien geforscht werden kann.

Egal, für welche der drei Spielarten ihr euch entscheidet, die Eroberung von umliegenden Sektoren ist essentiell. Die gesamte Map ist dabei in einzelne Sektoren unterteilt, die von der KI bewacht werden. Kämpfe laufen dabei nach dem üblichen indirekten Schere-Stein-Prinzip ab. Ihr produziert Einheiten und schickt diese zusammen mit einem General in Richtung der feindlichen Burg. Verfügt eure Armee über genügend Kämpfer mit der richtigen Ausrüstung, gehören die Burg und der gesamte Sektor nach heftigen Kämpfen und einer kurzen Abkühlphase eurem Königreich an. Neben reichlich Platz zum Bau von weitläufigen Gebäuden wie etwa der Getreidefarm, finden sich in neu eroberten Gebieten dann mitunter reiche Rohstoffvorkommen, die Dank des Geologen mit ein wenig Glück niemals versiegen.

Grafisch hat sich die Siedler-Reihe weiterentwickelt und bietet einen hübschen Mix aus Fantasy- und Mittelalter-Setting, so dass sich manch eine Kameraeinstellung sogar als Hintergrundbild oder Bildschirmschoner eignen würde. Besonders verwunschene Orte wie der Hexenturm oder das Moor wirken richtig schön schauderhaft. Dank der frei schwenk- und drehbaren Kamera könnt ihr in Die Siedler 7 nicht nur endlich den Himmel inklusive eines kitschigen, aber wunderschönen Sonnenuntergangs sehen, auch ein Schwenk in Richtung des Gegners verrät euch des Öfteren, wie es um seine wirtschaftliche Entwicklung steht. Wer einen Überblick über sein eigenes Königreich benötigt, der zoomt einfach komplett aus der Map heraus und sieht, durch Symbole repräsentiert, auf einen Blick, wo es in der Siedlung gerade einmal nicht rundläuft.

Nicht zu sehen bekamen wir den storybasierten Solomodus, dafür konnten wir schon einen Blick auf den Karteneditor werfen. Zwar könnt ihr in Die Siedler 7 keine eigenen Karten entwerfen, dafür jedoch die vorhandenen Maps ordentlich umkrempeln. Jeder Sektor lässt sich so mit wenigen Klicks anders gestalten, indem ihr Rohstoffquellen verlagert oder Siegpunkte hinzufügt oder streicht. Dank zahlreicher weiterer Optionen lässt sich das Spielerlebnis einer vorhandenen Karte auf vielfältige Art und Weise anpassen.

Ubisoft Bild

Ersteindruck von Alexander Boedeker

Wie uns ein Ubisoft-Pressesprecher verriet, handelt es sich bei Die Siedler 7 um die bisher aufwendigste Produktion aus dem Hause Blue Byte. Und tatsächlich: der Run auf die Siegpunkte spielt sich erfrischend neu und anders. So weiss man nie, auf welche Gegenspieler man trifft und welchen Weg sie einschlagen. Grafisch hinterlässt die angespielte Fassung schon jetzt einen hervorragenden Eindruck, auch wenn sich Blue Byte mit der Engine auf DirectX 9 verlässt. Nichtsdestoweniger könnte Die Siedler 7 im März für ordentlich Furore sorgen und ein potentieller Anwärter auf das beste Strategietitel 2010 werden.

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Alexander Boedeker am 10 Feb 2010 @ 10:15
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