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Next-Gen: Roundtable Special

  Global 

Can Baris

(Redakteur Konsolen):
Auf den Sinn und Unsinn des Wortes „Next-Gen“ möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Vielmehr möchte ich darauf eingehen, welche Merkmale eine Konsole und natürlich deren Software aufweisen muss, damit sie eine neue Ära der Videospielgeschichte einleiten kann. Die jüngere Spielergeneration achtet bekanntlich dabei mehrheitlich auf die Technik. Ich erinnere mich bei diesem Stichwort an jene Pressevorstellung von Microsoft vor gut einem Jahr, als ich zum ersten Mal mit der Xbox 360 an einem HD-Fernseher spielen durfte. Natürlich war ich von der grafischen Pracht von NBA Live 06 dazumal begeistert und dachte innig, dass die Videospiele einen grossen Schritt vorwärts gemacht haben. Monate später wurde ich jedoch bitter enttäuscht: Die Präsentation und Grafik waren zwar phänomenal, doch es mangelte am Gameplay sowie am Spielumfang, der äusserst mickrig ausfiel. Die technische Seite ist eben nicht alles! Innovatives Gameplay, hohe Langzeitmotivation, intuitive Steuerung und ein ausgeklügelter Online-Modus sind für mich fast wichtiger als eine bombastische Grafik. Einen Nischenplatz nehmen dabei unweigerlich die Retro-Games ein, auf die ich auch in Zukunft nicht verzichten möchte. Denn es kommt nicht selten vor, dass ich eine Runde Metal Slug oder Street Fighter so manchem Titel vorziehe, der als Next-Gen-Game betitelt wird.

Next-Gen Bild

Daniel Hanin

(Redakteur Konsolen):
„Next-Gen“ ist so ein übergreifender Begriff, dass er nicht so leicht definiert werden kann. Als Spieler und Redakteur habe ich schon etliche „Next-Gens“ mitgemacht. Eigentlich ist jede neue Konsolengeneration ja „Next-Gen“. Der Sprung vom Modul- auf das Disk-Format war definitiv einer der grössten im Videospielesektor. Die Entwicklerteams hatten auf einmal mehr Platz zur Verfügung und so entstanden neue Audio- und Grafik-Erlebnisse und auch das Gameplay profitierte davon weitestgehend.

Nun stehen wir mit einem Fuss in der neuesten „Next-Gen“, denn die Xbox 360 eröffnete diese. Im Dezember zieht Nintendo mir ihrer Konsole nach und im nächsten Jahr – sollte es der März werden – steht auch Sony im nächsten Zeitalter. Bis jetzt hat sich vor allem grafisch einiges getan – vorausgesetzt, der Spieler ist im Besitz eines HD-fähigen Fernsehers. So wird einem etwas gleich klar: Next-Gen = neue Power = neue, verbesserte Grafik. Was einem auch auffällt, ist, dass viele Titel zwar phänomenal aussehen, es aber am Gameplay mangelt. Ehrlich gesagt wünschte ich mir mit der neuen Power zwar auch verbesserte Grafik, aber damit könnte man noch viel mehr anstellen.

Klar, Grafik ist wichtig und man merkt es, wenn man durch die Einkaufshäuser geht, vor einer Gamingstation stehen bleibt und gerade ein Next-Gen-Feuerwerk über die Schirme flimmert: Die Jüngeren staunen und lassen Sprüche wie „Wow, das sieht klasse aus!“ von sich. Doch neben dem Grafik-Feuerwerk bleibt oft der Spielspass auf der Strecke. Mit der Power der „Next-Gen“ könnten viele neue Variationen erschaffen werden. Die künstliche Intelligenz könnte revolutioniert werden, neue Spielwelten könnten entstehen und Sportspiele könnten noch einmal einen Schritt an Realismus gewinnen. Vielleicht werden wir diese Faktoren in der zweiten Generation von Spielen der „Next-Gen“ bekommen. Bis dato bin ich von der nächsten Generation zwar begeistert, jedoch steckt hier noch sehr viel verstecktes Potential drin.

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Ettore Trento am 26 Dez 2006 @ 18:06
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