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Next-Gen: Roundtable Special

  Global 

Tim Richter

(Redakteur PC / Konsolen):
Next-Gen bedeutet für mich in erster Linie Fortschritt. Und zwar nicht nur in Sachen Grafik, sondern auch vom Spielerlebnis her. Gerade das wurde von den Next-Gen-Konsolen-Herstellern bisher allerdings immer stark vernachlässigt. Die besten Beispiele dafür sind die Xbox 360 und die PS3, welche man ja schon fast nicht mehr als Spielkonsolen bezeichnen kann. Vielmehr handelt es sich dabei um Multimedia-Geräte, mit denen man DVDs abspielen, Musik hören, Nachrichten an Freunde übermitteln und diverse andere Dinge machen kann, was sich natürlich auch auf den Preis auswirkt. Einen völlig anderen Weg eingeschlagen hat hingegen Nintendo mit dem Wii. Hier steht der Spielspass ausnahmsweise ganz klar im Vordergrund. Auf Bombengrafik muss man dafür allerdings verzichten.

Neben Grafik und Spielspass gibt es jedoch noch ein anderes wichtiges Kaufkriterium, nämlich das Spielangebot. Mit Gears of War und Lost Planet werden auf der Xbox 360 beispielsweise zwei äusserst vielversprechende Exklusiv-Titel erscheinen, während der Wii mit Legend of Zelda: Twilight Princess und Red Steel ebenfalls zwei ganz heisse Eisen im Feuer hat. Welche Top-Titel uns zum Release von Sonys PS3 erwarten, wird sich spätestens im März zeigen, wenn die Konsole auch in deutschsprachigen Ländernendlich in den Läden steht. Danach bleibt uns eigentlich nichts mehr anderes übrig, als gespannt auf die nächste Konsolen-Generation zu erwarten, welche mit Sicherheit kommen wird. Stellt sich eigentlich nur noch die Frage, wer das nächste Mal den Anfang macht.

Next-Gen Bild

Jan Gieseler

(Redakteur PC):
Ist „Next-Gen“ ein Buzzword (eigentlich wäre ja „Schlagwort“ besser, denn „Buzzword“ ist ja mittlerweile irgendwie selbst, was es beschreibt)? Meiner Meinung nach auf jeden Fall. Jede nächste Runde im Konsolenkampf läutet doch zwangsläufig die „Next-Gen“ ein. Dabei muss man sich aber die Frage stellen: „Was ändert sich wirklich?“. Und viel wichtiger: „Wird auch alles besser?“. Und gerade bei letzterem Punkt können mich die neuen Konsolen bislang keineswegs überzeugen. Sicherlich, die Technik hüpft weiter mit Siebenmeilenstiefeln voran (vorausgesetzt, man hat das nötige Geld dafür) und die Geräte verkommen zu wahren multimedialen Alleskönnern. Nur ist die technische Seite doch gerade eine, bei der die Konsolen ihren Vorsprung gegenüber dem PC erfahrungsgemäss nicht lange halten können.

„Entscheidend ist im Spiel!“, Grafikpracht alleine lockt mich heute doch nicht mehr aus der Deckung, ich will neue Spielideen! Die sehe ich momentan noch am ehesten bei Nintendos Wii mit seinem ungewohntem Eingabekonzept. Ich entsinne mich auch an den Start der ersten Xbox mit einigen interessanten Exklusivtiteln, die mich durchaus in Versuchung geführt hatten. Ganz anders die heutige Situation, in der es schon bezeichnend ist, dass einige Spieler im Angebot von Xbox Live Arcade die grössten Pluspunkte für Microsofts aktuelles Flaggschiff zu erkennen meinen. Allerdings wäre es zu einfach, diese Kritik nur auf die neuen Konsolen zu beschränken, denn auch der PC-Bereich zeigt sich ziemlich festgefahren in der Technik- und Fortsetzungsverliebtheit. Wirkliche Perlen der Kreativität sind mir zuletzt eigentlich nur für Sonys PS2 aufgefallen. Shadow of the Colossus oder aktuell Okami etwa, um als ungebildeter PC-Spieler nur mal zwei Titel in den Raum zu werfen.

Was bleibt unterm Strich? Wahrscheinlich wie gehabt viele Plattformen auf gleicher Augenhöhe, die sich nur marginal durch ihre Exklusivdeals voneinander unterscheiden können. Wird mich eine Plattform dann doch durch das Quäntchen „mehr“ überzeugen können? Oder liegt die einzig glückbringende Möglichkeit letztlich im Erwerb aller Konkurrenten? Ich fürchte fast, dass ich am Ende wieder alleine vor meinem PC sitzen werde. Da weiss ich, was ich habe. Denn der evolutionäre Sprung in die nächste Generation ist mir nicht gross genug, als dass ich meinen Platz auf dem Baum aufgeben will.

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Ettore Trento am 26 Dez 2006 @ 18:06
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