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Next-Gen: Roundtable Special

  Global 

Luca Cannellotto

(Redakteur PC / Konsolen):
Eine neue Generation von Videospiel-Systemen rollt auf uns zu. Die Rechnung, die früher noch "Hardware + Software = Videospiel-Erlebnis" gelautet hat, hat sich gewandelt zu: "Hardware + Software + Services = Multimedia-Erlebnis". Die Services, also die Dienste, welche durch die Anbindung der Konsolen an das weltweite Datennetz abrufbar sind, und alle damit verbundenen Optionen, die sich dem Käufer bieten, treten immer mehr in den Vordergrund. Klar, die audiovisuelle Technik und die rohe Rechenkraft der Geräte haben sich entwickelt und verbessert, doch nur wenn eine Konsole alle drei Variablen der Gleichung in sich vereint, kann sie heutzutage auch wirklich erfolgreich sein. Dies ist zumindest, was uns die Analysten vorrechnen.

Im Ernst, ich kann damit nicht viel anfangen, da ich primär Spiele zocken will, die mir auch nach zwei Stunden noch Spass machen. Doch gerade solche Perlen werden in meinen Augen immer seltener. Die Spielelandschaft hat sich zu einem Einheitsbrei verdichtet, immer mehr Titel erscheinen plattformübergreifend; Exklusivdeals sind immer seltener. Erschreckend ist vor allem, dass die so genannten Next-Gen-Versionen vieler Titel schlechter sind als diejenigen, welche für die alten Konsolen erscheinen. Sie sehen vielleicht hübscher aus, aber oft nicht um Längen, ausserdem lassen sie beim Umfang meistens zu wünschen übrig. Die horrenden Entwicklungskosten führen ausserdem dazu, dass die Entwickler immer weniger Freiraum für Experimente haben und immer öfter auf altbewährte Rezepte zurückgreifen. Die Folge davon ist, dass wir immer wieder dieselben Spielmechaniken in denselben Settings vorgesetzt bekommen, und das ist einfach langweilig und öde, da nützt die tollste Grafik nichts. Das mag eine subjektive Präferenz sein, aber ich finde, mit einer Konsole online zu spielen macht einfach keinen Spass. Ich hätte am liebsten zehn Controller und würde mit ein paar Freunden vor dem Fernseher sitzen oder stehen, doch dieses Erlebnis kann mir keine der Next-Gen-Konsolen bieten.

Auch wenn man bei der Wii von Nintendo eher von einer Evolution als von einer Revolution sprechen kann, ist es das Konzept, das mich noch am ehesten fasziniert. Sie ist erschwinglich und ich brauche keinen HD-Fernseher für 1500 Euro, um damit zu spielen. Ausserdem scheint das Steuerungsprinzip eine frische Brise in die stickige Spielewelt wehen zu können.

Da sich die Software und die Services bei allen Konsolen immer mehr angleichen, ist es vielleicht wirklich an der Zeit, den Unterschied bei der Hardware zu machen. Und zwar nicht im Sinne von mehr Pferdestärken, sondern durch den Einsatz neuer Eingabemethoden, um die Interaktion des Menschen mit der Maschine neu zu definieren. Dann könnte man vielleicht damit beginnen, neue Spielmechaniken zu erfinden, woraus wiederum mehr Spielspass resultieren könnte. Ich bleibe zuversichtlich und hoffe auf die nächste Generation, denn auch die wird schon bald kommen.

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Ettore Trento am 26 Dez 2006 @ 18:06
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