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Dies und das: Lösungsbücher im grossen GBase-Test Special

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Runde 2: Metal Gear Solid 3: Snake Eater vs Metal Gear Solid: Peace Walker

Schon Wahnsinn, was Designkoryphäe Hideo Kojima auf so eine kleine UMD gepresst hat. Metal Gear Solid: Peace Walker sprengt nicht nur fast die Kapazitäten des PSP-Speichermediums, sondern ist neben Monster Hunter das wohl umfangreichste Spiel auf Sonys Handheld. Neben den 33 Hauptmissionen gibt es auch noch gut 130 Nebenmissionen, Mehrspielermodi,Minispiele, kleinere Strategie-Einlagen und und und. Wer da einen Überblick haben mag, wird selbst mit den Internet-Walkthroughs hoffnungslos überfordert sein.

Wenngleich der Quasivorgänger Metal Gear Solid 3: Snake Eater nicht ganz so umfangreich war, war das Lösungsbuch seinerzeit klasse. Die klare Struktur war wegweisend für Lösungsbücher, die Missionsbeschreibungen so exakt wie nur irgend möglich, beachtete dabei aber auch sämtliche alternative Lösungswege. Prima: Ein Extrakapitel beleuchtete die chronische Abfolge der Metal Gear-Saga bis dato. Man schwieg sich nur über das Kapitel der "Militaires sans frontiers" aus, das Gegenstand von Peace Walker ist.

Anders als das Buch zu Teil 3, wird das Hintbook zum PSP-Spiel von Prima verlegt und erschien in der Reihe "Essential Guides". Qualitativ ein Rückschritt: Die Bücher sind kleinformatiger, besitzen nur eine Ringbindung und sind vom Papier her nicht annähernd so hochwertig - insbesondere die Screenshots machen einen blassen und verwaschenen Eindruck. Grösster Wermutstropfen: Die meisten der Essential Guides sind in gedruckter Form nur auf Englisch erschienen - die digitalen Pendants (eGuides genannt) werden nach und nach von Random House angeboten - für 13 bis 15 Euro das Stück.

Die aus den USA importierte gedruckte Version kostet faire 10 Euro. Autor David Knight beschreibt auf den 224 Seiten kurz und prägnant die jeweiligen Missionen, bietet Setups für das Inventar von Snake und beleuchtet in einem sehr kurzen Abriss die einzelnen Protagonisten. Auch das Management der Mother Base wird ausführlichst vorgestellt und nimmt den Spieler regelrecht an die Hand. So weit, so gut.

Was uns fehlt sind detailliertere Karten und Beschreibungen der Spielmodi abseits von Story- und Nebenmissionen - gerade die Outer Ops, die nach dem ersten Drittel des Spiels verfügbar sind, hätten ausführlicher beleuchtet werden müssen. Zudem begeht David Knight einen kapitalen Fehler: Eingangs jeder Mission wird die Story gespoilert - wer also auf Spannung setzt, wird schon zuvor über alle Twists und Turns der Geschichte informiert. So ist die Beschreibung höchstens noch zu gebrauchen, um den S-Rank einer jeden Mission zu erreichen. Eine nette Ergänzung, aber beileibe kein Essential.

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Daniel Wendorf am 02 Mrz 2011 @ 10:20
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