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Dies und das: NextG Reportage 2012

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Grimlands

Gab es im letzten Jahr nur ein Video von Grimlands zu sehen, bekamen wir nach der Präsentation des Spiels nun auch selbst die Gelegenheit, ein wenig Endzeitluft zu schnuppern. In Grimlands erinnert alles ein wenig an Filme wie Mad Max oder Games wie Rage.

Der grüne Planet hat sich durch ein verheerendes Erdbeben in eine staubtrockene Wüste verwandelt und die meisten Menschen gleich mit in den Abgrund gerissen. Die wenigen Überlebenden haben sich in ziemlich heruntergekommenen Ortschaften zusammengefunden, um wenigstens den Hauch einer Chance gegen die unbarmherzige Mutter Natur und das grelle, erbarmungslose Sonnenlicht zu haben. Doch nicht nur alltägliche Dinge wie etwa das Beschaffen von Wasser stellen die Menschen vor Probleme - auch die neuen Bewohner der Wüste und der verlassenen Städte bereiten Schwierigkeiten. Mutanten, Verrückte und Typen, denen die Sonne das Hirn verbrannte, lungern nun überall in der Welt von Grimlands herum und trachten jedem nach dem Leben, der ein lohnendes Opfer zu sein verspricht.

Der Open-World-Titel hebt sich von der Konkurrenz nicht nur durch das Setting, sondern auch durch das Skill-System erfrischend ab. Als Neuling werdet ihr quasi ohne Fähigkeiten geboren. Erst durch das mehrmalige Ausführen bestimmter Situationen könnt ihr Dinge erlernen. Wer jeden Tag fleissig übt, wird mit der Zeit immer besser. Das System des "Learning by doing" verzichtet dabei vollständig auf Erfahrungspunkte und -stufen. Durch Erfolge steigern sich automatisch ein oder mehrere Skills. Selten benutze Skills können allerdings auch wieder verlernt werden, so dass regelmässiges Training Pflicht sein wird. Ein festes Klassensystem gibt's in Grimlands nicht. Jeder kann jede Fähigkeit erlernen.

Sämtliche Items in der Welt von Grimlands werden von Spielern hergestellt. Dazu stellt Entwickler Drago Entertainment umfangreiches Werkzeug zur Verfügung. Überall in der Welt - und vor allem in gefährlichen Gebieten - lassen sich Ressourcen finden, mit denen ihr ein Item eurer Wahl herstellen könnt. Dazu müsst ihr euch allerdings an eine Werkbank begeben, die meistens in kleineren Städten zu finden ist. Mal eben ein neues Scharfschützengewehr am Strassenrand zusammenflicken, wird nicht möglich sein.

Dies und das Bild
Wer jedoch schon einmal versucht hat, irgendwelche Bauteile vom Schrottplatz zu einem Gewehr oder Ähnlichem zusammenzusetzen, weiss, dass dies natürlich so nicht funktioniert. Rohstoffe müssen zunächst in etwas Brauchbares umgewandelt werden. Ein hoch komplexer Gegenstand, wie etwa eine Schrotflinte, besteht dabei sogar aus mehreren Komponenten, darunter ein Lauf oder ein Abzug, und muss ebenso zuvor von Spielerhand hergestellt werden. Erst dann ist eine Waffe komplett. Und auch hier gilt wieder: Übung macht den Meister. Je höher euer Skill, desto eher werden euch komplizierte Arbeitsvorgänge gelingen.

Ersteindruck von Alexander Boedeker

Die uns gezeigte Version von Grimlands war bereits voll spielbar und unterschied sich bereits deutlich von der Fassung, die man auf dem NextG-Event im letzten Jahr präsentierte. Dennoch muss das polnische Entwicklerteam, auch wenn man bereits seit sieben Jahren an Grimlands werkelt, noch etwas Hand anlegen, bevor die Endzeit anbrechen darf. Insbesondere die Physik-Engine muss noch überarbeitet werden, während der Look und der Stil der apokalyptischen Welt schon recht überzeugend wirken. Sollte Drago Entertainment dies gelingen, dann erwartet uns ein recht interessantes MMORPG, welches mit einem für ein Rollenspiel ungewöhnlichen Skill-Konzept aufwarten kann. Auch die Tatsache, dass nahezu alle Items im Spiel von Spielern hergestellt werden, unterscheidet Grimlands von praktisch allen anderen Konkurrenten.

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Alexander Boedeker am 18 Mrz 2012 @ 14:13
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