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Dies und das: NextG Reportage 2012

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Jagged Alliance Online

Die Welt ist im Jagged Alliance-Fieber! Während sich für den RPG-Strategie-Mix nahezu ein ganzes Jahrzehnt niemand so recht interessiert hat, werden in diesem Jahr gleich zwei Titel dieser Marke veröffentlicht. Während bitComposer Games mit Jagged Alliance - Back in Action eine Neuinterpretation des zweiten Teils in den Handel stellte, krempelt gamigo mit Jagged Alliance Online die Geschichte deutlich um.

Dieses Mal müsst ihr keinen Inselstaat namens Arulco von einer bösen Diktatorin befreien, sondern gegen Bezahlung mit euren Söldnern Missionen über den ganzen Erdball verteilt erledigen. Das A-Team lässt grüssen! Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass in eurer neuen Heimatbasis auch tatsächlich DER A-Team-Van herumsteht. Während ihr früher noch mit der Aktentasche unter den Arm geklemmt und einem Laptop inklusive 56K-Modem in der Hand eure Geschäfte erledigen musstet, dürft ihr euch nach einer Mission entspannt in eurer eigenen Basis zurücklehnen. Dort heuert ihr nicht nur neue Söldner an, sondern kauft auch Waffen und Ausrüstung oder lasst Verwundete auf der Krankenstation behandeln. Im Gegensatz zu bisherigen Jagged Alliance-Abenteuern können eure Leute nämlich nicht mehr sterben und somit nicht mehr endgültig aus dem laufenden Spiel ausscheiden. Insgesamt bietet die Online-Variante 60 Söldner, die allesamt mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgerüstet sind. Darunter lassen sich auch zahlreiche Bekannte wie etwa Ivan finden. gamigo setzt dabei sogar nicht nur auf die alten Charakterbilder, sondern konnte - zumindest für die englische Version des Spiels - die originalen Synchronstimmen auftreiben. Grafisch setzt man auf eine Iso-Ansicht mit 3D-Charakteren, die besonders detailreich dargestellt werden und eine kleine Entschädigung für die etwas sterile Landschaft darstellen.

Eine zusammenhängende Story bietet Jagged Alliance Online nicht. Vielmehr hangelt ihr euch durch verschiedene, in sich abgeschlossene Missionen. Dabei stehen natürlich nicht alle Verträge, die ihr annehmen könnt, direkt von Anfang an zur Verfügung. Einige Missionen werden erst dann freigeschaltet, sobald ihr andere erfolgreich abgeschlossen habt. So entsteht zumindest ein loser Story-Zusammenhalt. Für jeden erfüllten Auftrag winken nicht nur neue Erfahrungen für eure Söldner oder ein paar harte Dollar, sondern auch Anerkennung in Form von Ruf. Je besser eure Referenzen sind, desto lukrativere Aufträge könnt ihr euch an Land ziehen. Insgesamt verspricht der Entwickler, dass im fertigen Spiel mehr als 100 Missionen auf euch warten werden. Da man sich hierbei nicht nur auf eine staubtrockene Wüsteninsel beschränken muss, führen euch eure Söldnerdienste unter anderem auf ein Kreuzfahrtschiff oder mitten in eine blühende Vorstadt. Für Abwechslung ist also reichlich gesorgt.

Dies und das Bild
Entgegen dem Trend in Back in Action, in welchem der Rundenmodus einem Pausenmodus weichen musste, tragt ihr in Jagged Alliance Online die Gefechte auch weiterhin Zug um Zug aus. Pro Runde stehen euren Söldnern eine gewisse Anzahl an Aktions- und Bewegungspunkten zur Verfügung. Das Abfeuern einer Waffe oder das In-die-Hocke-Gehen kostet Punkte, so dass nur wohlüberlegtes Vorgehen zum Sieg führen wird. Die gegnerische KI hat es nämlich faustdick hinter den Ohren und agiert taktisch äusserst klug. Im ebenfalls vorhandenen PvP-Modus gegen menschliche Spieler sorgt ein Timer dafür, dass ihr nicht trödelt. Als kleine Hilfe haben die Entwickler ein "Armor-Display" eingebaut. Ein verschiedenfarbig eingefärbter Kreis um einen Feind herum zeigt euch an, wie stark ein Gegner gepanzert ist.

Ersteindruck von Alexander Boedeker

Grundsätzlich betrachtet sprechen Jagged Alliance Online und Back in Action zwei unterschiedliche Spielgruppen an. Während in Back in Action das Retrofeeling im Vordergrund stehen soll und ihr nahezu haargenau der gleichen Geschichte, die ihr bereits aus dem zweiten Teil kennt, folgt, erledigt ihr in der Free-2-Play-Variante eine Mission nach der anderen. Zwar fehlt hierbei der gesamtgeschichtliche Zusammenhalt zwischen den Einsätzen, dafür sind diese deutlich variantenreicher. Dass gamigo hierbei den Rundenmodus als zentralen Gameplay-Kern auch weiterhin beibehält, dürften viele Fans begrüssen.

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Alexander Boedeker am 18 Mrz 2012 @ 14:13
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