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Dies und das: NextG Reportage 2012

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Otherland

Eines der teuersten MMO-Projekte unserer Zeit entsteht derzeit in Singapur bei Real U. Rund 70 Mitarbeiter werkeln seit 2006 an dem futuristischen Projekt, welches die Bücher von Tad Williams als Story-Grundlage verwendet. Darin wurde das Internet, so wie wir es heute kennen, abgeschafft. Reiche Menschen nutzen nun eine virtuelle Welt namens Otherland, um mit ihrem ebenfalls virtuellen Alter Ego Geschichten zu erleben oder einfach nur Freunde zu treffen.

Doch Otherland ist mehr als nur ein zweites Second Life. Vielmehr bietet es verschiedene Welten zur gleichen Zeit, die ihr nach Herzenslust erkunden könnt. Während ihr euch in der einen Sekunde noch in einer sehr mittelalterlichen Welt namens "Eight Squared" befindet und in dunklen Wäldern oder auf saftigen, grünen Wiesen allerlei Fantasiegegner besiegen müsst, könnt ihr euch in der nächsten Sekunde in den zahlreichen Bars und Shops der Hangout-Zone "Lambda Mall" vergnügen. In dieser virtuellen, schillernden Vergnügungsstadt, die direkt aus dem Film TRON stammen könnte, lassen sich Mitstreiter finden oder Minispiele wie Tanzwettbewerbe oder Luftkampfspiele ausprobieren. Weitere Multiversen, wie etwa die düstere Hackerzone oder eine orientalisch angehauchte Marsoberfläche, befinden sich bereits in Arbeit, auch wenn man uns diese Landschaften noch nicht zeigen konnte.

Dass in Otherland aber tatsächlich doch ein wenig Second Life schlummert, zeigt sich mit dem MyLand-Feature. Dieser persönliche Rückzugsort erlaubt die Schaffung einer eigenen kleinen Welt. Jeder im Spiel getötete Gegner hinterlässt nämlich einen eDNA-Strang. Habt ihr genügend virtuelle DNA von einem bestimmten Gegnertyp gesammelt, könnt ihr diese Kreatur beispielsweise zum Schutz in eurem MyLand platzieren.

Dies und das Bild
Im Hintergrund werkelt die Unreal-Engine 3, damit Otherland auch optisch voll zur Geltung kommt. Dass der Titel im Free-2-Play-Bereich damit zu den grafisch herausragendsten Online-MMOGs gehört, hat man uns während der Präsentation eindrucksvoll gezeigt. Insbesondere die mittelalterliche Eight Squared-Welt mit saftigen Wiesen, kleinen Dörfern und sanften Hügeln weiss zu bezirzen. Auch bei der Verflechtung von realer und virtueller Welt hat man sich bei Real U viel Mühe gegeben. Andere Personen tauchen nicht plötzlich wie aus dem Nichts vor eurer Nase auf, sondern werden langsam in die Welt hineindigitalisiert. Einen krassen Gegensatz bietet die Lambda Mall, die mit ihren bunten Leuchtreklamen und den zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten schon eher den Geist einer futuristischen Welt verkörpert. Hier könnt ihr - zumindest nach dem jetzigen Stand der Dinge - jederzeit und immer wieder euer äusseres Erscheinungsbild individuell je nach Lust und Laune ändern und anpassen lassen.

Ersteindruck von Alexander Boedeker

Otherland hat bei mir einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Die zahlreichen und miteinander verknüpften Welten sehen schon jetzt verdammt hübsch und einladend aus. Insbesondere die kleinen, aber feinen Details, wie die sich langsam in die Welt digitalisierenden Figuren, lassen erkennen, wie viel Mühe und Arbeit in dem Projekt stecken. Zwar hat man uns, bis auf das Non-Targeting-System, mit welchem ein Hieb mit einer Waffe gleich mehrere Gegner treffen kann, noch nicht viel von dem eigentlichen Gameplay und den Quests gezeigt, dennoch kann der erste Ausflug in das Internet von morgen als interessant und gelungen zugleich bezeichnet werden! Wir erwarten mit Spannung die erste geschlossene Beta, die man im 2. Quartal 2012 starten will.

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Alexander Boedeker am 18 Mrz 2012 @ 14:13
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