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Dies und das: Lioncast Hardware Special

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Die PS3 Mini Remote: klein, aber oho?

Klein, flach, kompakt: Lioncasts Mini Remote für die PS3 ist mit 5 x 9,5 x 1,5 cm (B x H x T) ungefähr so gross wie anderthalb Streichholzschachteln und liegt mit einem Gewicht von circa 40 Gramm gut in der Hand. Der Winzling ist Sony-typisch aus schwarzem Plastik gefertigt und klappert ordentlich, wenn man ihn schüttelt. Zudem ist die Oberfläche anfällig für Kratzer, aber robust genug, um Stürze aus mittlerer Höhe auszuhalten. Optisch macht die Mini Remote einen soliden, aber keinesfalls hochwertigen Eindruck. So lassen sich - vor allem an den Seiten - die einen oder anderen Gussfehler und Plastiknasen finden, und die zentrale Steuereinheit reagiert ausserordentlich schwammig. Für die Stromversorgung sorgt eine 3-Volt-Knopfzelle.

Beim Tastendesign hat sich Lioncast an dem des PS3-Controllers orientiert. Über den vier Aktionsknöpfen Dreieck, Kreis, Kreuz und Viereck befinden sich zehn weitere Tasten, die einerseits den Wechsel ins DVD-Hauptmenü oder zur Informationsansicht im Film erlauben, andererseits alle vier Schultertasten und sogar die beiden Analogsticks des Controllers ersetzen. Wer beispielsweise bevorzugt mit R1 zum nächsten Kapitel springt, muss sich bei der Mini Remote nicht umgewöhnen. Trotzdem hat Lioncast auf die obligatorischen Tasten, sprich Play/Pause, Stopp, Kapitelsprung sowie Vor- und Zurückspulen nicht verzichtet. Alle Knöpfe bestehen aus Gummi und überzeugen durch einen angenehmen Druckpunkt. Eine Ausnahme stellt die zentrale Steuereinheit aus Plastik dar. Das Steuerkreuz gibt der Druckbelastung zu stark nach und reagiert daher recht schwammig. Ferner ist der mittlere Enter-Knopf für die Daumenkuppe zu winzig geraten. So sind wir im Test versehentlich immer wieder auf das Steuerkreuz abgerutscht und mussten zum Bestätigen einer Eingabe wohl oder übel mit der herkömmlichen X-Taste vorliebnehmen.

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Dennoch: Dem (abendlichen) Filmgenuss tut das keinen Abbruch. Beleuchtete Tasten sucht man bei der Mini Remote jedoch vergeblich - angesichts des Preises von knapp 9 Euro keine Überraschung. Dafür konnten wir mit der Plastikflunder auch problemlos durchs PS3-Menü und den PSN-Store navigieren. Selbst simple Spielchen sind möglich. Die wichtigste Taste hat Lioncast hingegen vergessen. Weil ausgerechnet der Power-Knopf fehlt, kann man die Konsole nicht gemütlich von der Couch aus an- und ausschalten. Auch der Umstand, dass die Fernbedienung per Infrarot (etwa acht Meter Reichweite) mit der PS3 kommuniziert, zwingt uns zum Aufstehen, denn um sie überhaupt bedienen zu können, müssen wir zuvor den beiliegenden Empfängerstick an eine USB-Buchse der Sony-Konsole anschliessen. Die Krux: Wollen wir nach dem Film eine Runde spielen, verbindet sich der Wireless-Controller selbstredend mit dem zweiten Slot. Wir müssen also entweder umständlich ins Menü wechseln und dem Controller dem ersten Steckplatz zuweisen, oder den Infrarotempfänger wieder aus der Buchse ziehen. Eine Funkverbindung via Bluetooth wäre hier wesentlich bequemer gewesen.

Nichtsdestoweniger ist die PS3 Mini Remote eine erwähnenswerte Alternative zum klobigeren und doppelt so teuren Sony-Original. Die Abhängigkeit vom USB-Adapter ist jedoch ein echtes Manko, und die Belegung eines USB-Ports nervt. Wer Geld sparen will, bekommt die PS3 Mini Remote im Lioncast-Onlineshop oder indirekt über Amazon für 8,95 Euro.

Das PS Vita-Starter-Kit: alles drin, alles dran?

Damit die Hardware stets einwandfrei funktioniert, sind regelmässige Pflege und ausreichender Schutz unabdingbar. Das PlayStation Vita-Starter-Kit soll alles bieten, was man als Besitzer von Sonys Flaggschiff braucht, und der Hosentaschenkonsole ein möglichst langes Leben bescheren. Das Bundle ist im Onlineshop in zwei Formen erhältlich: Während das 12-in-1-Rundumsorglospaket unter anderem mit zwei separaten Schutzhüllen, Köpfhörern, Autoladekabel und zusätzlichem Stromadapter auftrumpft, beschränkt sich das kleinere 7-in-1-Set auf das Nötigste. Für unseren Praxistest haben wir uns letzteres herausgepickt.

Das wichtigste Utensil des Starter-Kits ist natürlich die Schutzhülle, die eure PS Vita unterwegs kuschelig, aber bombensicher umarmt. Dafür sorgen zwei Gummis im unteren Fach der Tasche, die den Handheld stets an Ort und Stelle halten. In der oberen Hälfte kann man Kabel, Kopfhörer und Spiele - am besten mithilfe der vier mitgelieferten Plastikhüllen - verstauen. Aber je mehr man in das leicht dehnbare Netz stopft, desto mehr Gewicht lastet später auch auf dem Display der PS Vita, wenn man die Schutztasche zuklappt. Daher wurde eine weitere Schutzschicht eingenäht, die den empfindlichen Touchscreen entlastet. Gleichzeitig dient der Einnäher als Quasiabdeckung des oberen Staufaches. Optisch macht die Tasche also einen aufgeräumten Eindruck.

Die schwarze Schutzhülle ist solide verarbeitet und aussen mit hartem EVA-Kunststoff ummantelt. Somit können Staub, Schmutz und leichte Stösse der PS Vita nichts anhaben; selbst Wassertropfen perlen an der Oberfläche ab. Am Urlaubsstrand ist dennoch Vorsicht geboten, denn als Schwachstelle des Panzers entpuppt sich der Reissverschluss, durch dessen Naht schnell Feuchtigkeit dringt. Zudem ist das Innenfutter extrem fusselig und anfällig für Krümel und Haare jeder Art. Ferner verströmt das Material anfangs einen unangenehmen chemischen Geruch, der sich aber spätestens nach wenigen Wochen verflüchtigen dürfte.

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Neben der Hülle liegt dem Set weiteres Zubehör bei, darunter ein Reinigungstuch, zwei Display-Schutzfolien, eine Handgelenkschlaufe sowie vier Plastikkappen, in denen jeweils eine Spielkarte Platz findet. Ausserdem enthalten ist ein Touchpen, der uns jedoch nicht geliefert wurde und wir daher nichts zur Funktionalität und Ergonomie sagen können. Was wir aber mit Bestimmtheit wissen: Die widerspenstige dreischichtige Display-Folie lässt sich mit etwas Fummelei blasenfrei auftragen und beeinträchtigt die Touchscreen-Steuerung keinesfalls.

Somit bietet das 7-in-1-Set ausreichend Schutz beim Transport, aber auch zu Hause, wo Gerät und Zubehör Kindern und Haustieren ausgesetzt sind. Wer allerdings oft mit dem Auto reist, häufig unterwegs eine Runde daddelt und auf der PS Vita nicht nur spielt, sondern auch Musik hört, ist mit dem üppigeren 12-in-1-Starter-Kit besser beraten, zumal es nur 5 Euro mehr kostet. Wem das abgespeckte Pendant genügt, der muss im Onlineshop lediglich 9,95 Euro berappen. In jedem Falle eine lohnende Investition.


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Mirco Kaempfer am 21 Aug 2012 @ 10:05
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