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Dies und das: Lioncast Hardware Special

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Lenkrad mit Pedale und Steuereinheit

Bei kaum einer Peripherie ist Qualität so wichtig wie bei Lenkrädern. Verarbeitung und Ergonomie können über Sieg oder Niederlage entscheiden, egal ob in einem feurigen Arcade-Raser oder in einer waschechten Rennsimulation vom Schlage eines Gran Turismo. Lioncast hat seine Produktpalette im Zubehörsegment kräftig ausgebaut und bietet mit dem PS3-Lenkrad inklusive Pedale und Steuereinheit angeblich ein Rundumsorglospaket zum kleinen Preis. Da haben wir natürlich nicht nein gesagt und uns für 39,95 Euro ein Cockpit gebastelt.

Zuerst ein Lob: Wie kompakt Lioncast das Dreierset verpackt hat, grenzt an einem Weltrekord eifriger Postangestellter. Der quadratische Karton nimmt kaum mehr Platz in Anspruch als ein Mülleimer und kann bei Nichtgebrauch der Geräte ideal unterm Schreibtisch verstaut werden. Aufgrund der engen Verpackung muss das Lenkrad erst auf einen Sockel gesteckt werden. Beim Zusammenbau des scheinbar billigen aber robusten Plastiksets mit angerauten Flächen ist etwas Kraft vonnöten, das war es aber auch schon - noch schnell die Kabel angestöpselt und es kann losgehen.

Dies und das Bild
In unserem Testparcours musste der Löwe gegen zwei verschiedene Rennspiele antreten. Einmal Split/Second: Velocity - ein turbulentes Actionfeuerwek, das schnelle Reaktionen und heftige Lenkmanöver verlangt. Danach haben wir in Gran Turismo 5 ein paar Runden gedreht und die Realitätstreue unter die Lupe genommen. Eines vorweg: Das Lioncast-Produkt erlaubt nur eine Drehung von 270 Grad, was keinesfalls mit einem echten Lenkrad zu vergleichen ist. Daher mussten wir gegebenenfalls die Sensibilität sowie das Lenkspiel in den Einstellungen anpassen. Und genau das führt uns zum ersten Kritikpunkt: Gerade bei Konsolenspielen ist das eher Ausnahme denn Regel; bei Split/Second liess sich nicht einmal die Tastenbelegung ändern, geschweige denn das Lenkverhalten anpassen. In solchen Fällen müsst ihr mit der üblichen Tastensteuerung Vorliebnehmen. Immerhin hat Lioncast an wirklich jeden Knopf gedacht. Obendrein gibt es eine Turbo- sowie eine Clear-Funktion, um etwa dauerhaft Nitro zu zünden oder nach einem Crash den Wagen schnell zurückzusetzen.

In Gran Turismo hatten wir indes keine Probleme. Nach kurzer Übung fuhren wir wie ein Halbprofi und haben unsere Kontrahenten abgehängt. Mit Realismus hatte das trotz Dual Shock-Vibration jedoch nichts zu tun, allein schon, weil eine Kupplungspedale fehlt und sich der Steuerknüppel ausschliesslich zum Hoch- oder Runterschalten gebrauchen lässt. Wenn man sich auf seine Fahrprüfung vorbereiten möchte, sollte man also lieber in ein echtes Auto steigen. Und Rennenthusiasten und Sportprofis greifen ohnehin nicht zu billiger Hardware, sondern zu entsprechend teuren Luxuslenkrädern.

Dennoch: Zum unkomplizierten Herumkurven eignet sich der Löwe hervorragend, zumal die Kabel lang genug sind, um bis zum Sofatisch zu reichen. Apropos Tisch: Da Steuerknüppel sowie Lenkeinheit per Saugnapf befestigt werden, ist nicht jeder Untergrund geeignet. Auf sehr glattem Holz etwa rutschten die Gummifüsschen einfach ab - bei hastigen Vollbremsungen und Hochgeschwindigkeitsrennen eine Katastrophe. Da hilft leider nur Ausprobieren und gegebenenfalls zurückschicken.

Eine Besonderheit haben wir euch bisher verschwiegen, das Lenkrad lässt sich nämlich auch am PC verwenden. Die Installation ist wie bei der PS3 kinderleicht: Windows XP oder ein aktuelleres Betriebssystem vorausgesetzt, erkennt der Computer den Fremdling automatisch und sich binnen Sekunden mit ihm gekoppelt. Komischerweise ist das Lenkrad sogar besser zur Nutzung am PC geeignet, da sämtliche Windows-, aber nicht alle PS3-Spiele vom Lenkrad unterstützt werden. Welche das sind, verrät Lioncast indes nicht. Vor allem bei neueren Spielen dürftet ihr jedoch keine Probleme haben. Letztlich überzeugt das Lenkrad mit gutem Handling und einem günstigen Preis. Auf der Minusseite stehen die wackelige Befestigung sowie der kleine Drehwinkel. Anfänger und Sparfüchse mit niedrigen Anforderungen finden für knapp 40 Euro aber kaum ein besseres Lenkrad.

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Mirco Kaempfer am 21 Aug 2012 @ 10:05
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