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Ubidays 2008: Reportage

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 Wii Nintendo Dual Screen 

Po-Akrobaten und angetrunkene Redakteure

Nach dem Check-in im Hotel und einer kurzen Begutachtung des Zimmers ging es via Shuttle-Bus zum Louvre, wo die Ubidays stattfinden sollten. Eine gigantische Schlange aus Presseleuten erwartete mich am Eingang des Events. Danach konnte ich mich kurz mit Snacks und Getränken erfrischen, bevor eine Eröffnungskonferenz startete. Es wurden kabellose Kopfhörer verteilt, mit denen man auf Wunsch Live-Übersetzungen in diversen Sprachen empfangen konnte. Da aber sowieso komplett Englisch gesprochen wurde, war das Utensil relativ nutzlos. Ein Moderator führte ironisch durch die Eröffnungsshow, stellte Fragen an diverse Spieldesigner und kündigte Spiele-Trailer an, die auf einer grossen Leinwand gezeigt wurden.

Höhepunkt der abendlichen Show war definitiv der Auftritt eines Rayman Raving Rabbids-Entwicklers, der höchstpersönlich das neue TV-Party-Spiel auf der Bühne präsentierte. Via Wii-Board-Eingabegerät steuerte er einen Anarcho-Hasen über eine Schneepiste - mit den Backen seines Allerwertesten. Der Moderator scherzte noch, ob das Spiel auch Joystick-Unterstützung bieten wird. Ein Brüller war auch die nachfolgende Tanzeinlage mit Wiimote-Gebrauch. Das Publikum war aufgerufen, mitzumachen. Wir alle standen auf, doch waren wir wohl nicht in der richtigen Stimmung. Hunderte Journalisten ergaben ein groteskes Bild, als sie regungslos dastanden und der Bühnenshow folgten. Ein Haufen verklemmter, langweiliger Spielverderber? Zählt denn wenigstens die Ausrede, dass ich doch das Ereignis mitgefilmt habe und somit nicht mittanzen konnte? Nicht? Schade...


Rayman Raving Rabbids-Bühnenshow


Wahrscheinlich wäre das Ganze zwei Stunden später völlig gegenteilig abgelaufen. Auf der After-Show-Party wurden nämlich alkoholische Getränke ausgeschenkt. Da sagte ich als Weizenbier-Fan natürlich nicht nein und genehmigte mir rund einen Liter Edelweiss. Durch Reisestress und Müdigkeit schlug das legale Nervengift schneller und heftiger ein als erwartet, weshalb ich dann den Rest des Abends mit Cola und Orangensaft vorliebnahm. Die Party war recht stylish mit Grün-, Blau- und Rottönen ausgeleuchtet.

Wer nicht gerade mit Smalltalk beschäftigt war, konnte sich beim Tischfussball sportlich betätigen. Meine Wenigkeit nahm am Mittelfeldplatz für die rote Mannschaft teil und versagte zunächst völlig. Als Gründe führe ich mal den Alkohol und die mangelnde Erfahrung mit diesem Spielzeug an. Schnell wurde ich von einer Sucht gepackt und konnte letztlich doch noch recht solide Tischfussballleistungen abliefern. Ein hochmotivierter Schiedsrichter kommentierte das Geschehen und verteilte auch mal gelbe Karten an Spieler mit zu aggressiven Spielweisen.

Ubidays 2008 Bild
Journalisten lieferten sich heisse Tischfussball-Matches

Ubidays 2008
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Daniel Boll am 31 Mai 2008 @ 03:50
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