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HTC: HD2 Hardware Test

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Wie bereits erwähnt, verfügt das Gerät über einen erweiterten Speicher-Slot. Zum Glück setzt HTC auch dieses Mal auf die handelsüblichen Micro-SD-Karten, die inzwischen zum Standard bei vielen Mobiltelefonen geworden sind. Dadurch lässt sich der Programmspeicher, der von Haus aus nicht ganz so hoch bemessen ist, deutlich erhöhen. Der Akku hat eine Kapazität von 1230 mAh und hält bei moderater Benutzung einen Arbeitstag durch. Eine längere Standby-Zeit ist utopisch, schliesslich verlangt der 4.3-Zoll-Bildschirm seinen Tribut. Wer das Gerät intensiv nutzt und viele Daten über mobile Netzwerke herunterlädt, der sollte also unbedingt einen zusätzlichen Akku erwerben und diesen notfalls immer parat haben.

Als Windows Mobile-Flaggschiff verfügt das HD2 unter der Haube natürlich über jeden erdenklichen Technikschnickschnack. Es kommuniziert via GPRS, EDGE, UMTS sowie HSDPA - Letzteres sogar mit vollen 7.2 MBit/s im Downstream- und schreckt auch nicht vor Bluetooth oder WLAN zurück. Sogar das schnelle WLAN 802.11n wird inoffiziell unterstützt. Abgerundet wird das Paket durch einen integrierten Beschleunigungssensor, einem GPS-Chip mit digitalem Kompass sowie einem Annährungssensor, der den Bildschirm automatisch abschaltet, sobald man das Telefon ans Ohr hält.

HTC Bild
Herzstück des Betriebssystems ist ein 1 GHz schneller Snapdragon-Prozessor, der bislang nur im Toshiba TG01 zum Einsatz kam. Zwar haben noch einige Programme Startschwierigkeiten mit dieser neuen Technologie, die meisten Hersteller haben jedoch ihre Software bereits angepasst. Durch den fixen Prozessor und den hohen Arbeitsspeicher starten Programme fast ohne Verzögerung, selbst die ressourcenhungrige Oberfläche HTC Sense, vormals Manila, läuft butterweich und flüssig. Eine echte Wohltat für alle gequälten Windows Mobile-Seelen, denen bisherige Geräte einfach zu langsam waren.

Für Umsteiger von älteren Windows Mobile-Geräten ist natürlich die wichtigste Frage: Kann man ein Gerät mit kapazitivem Bildschirm rein mit den Fingern bedienen, wenngleich Microsoft mit dem Betriebssystem eigentlich eine Stiftbenutzung vorgesehen hat? Die Antwort ist: Ja, man kann! Erstaunlich gut und leichtgängig funktioniert der extrem berührungsempfindliche Bildschirm, das Schreiben mit der Software-Tastatur klappt genauso gut wie mit dem iPhone, und auch die restliche Bedienung geht flott von der Hand. Sogar Multitouch ist in einigen Programmen zum Heraus- und Hereinzoomen möglich. Zwar mag man hier und dort noch auf alte Windows-Bedienelemente aus grauer Vorzeit treffen, trotzdem kann das kapazitive Display des HD2 mit dem des iPhone in jeglicher Hinsicht mithalten. Einzig und alleine Zeichenprogramme, in denen eine genaue und präzise Eingabe erforderlich ist, sind manchmal mit den Fingereingaben überfordert.

Software

Wie mit Windows Vista als Zwischenschritt zwischen XP und Windows 7 verhält es sich auch mit Windows Mobile 6.5, welches offiziell im letztjährigen Herbst veröffentlicht wurde. Windows Mobile 6.5 soll die Wartezeit auf Version 7 verkürzen, allerdings baut es noch immer auf dem alten Kernel auf, sodass die Änderungen hauptsächlich von optischer Natur sind. Das neue mobile Windows ist vor allen Dingen fingerfreundlicher geworden, auch wenn noch immer nicht alle Menüs so schön aussehen wie beispielsweise auf dem iPhone. Der Internet Explorer sowie einige andere ausgewählte Applikationen haben eine Frischzellenkur erhalten, insbesondere der Startbildschirm sieht nun deutlich moderner aus. Leider ist letzterer kaum individualisierbar, sodass HTC auf eine eigene Oberfläche zurückgreift: HTC Sense.

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Alexander Boedeker am 20 Jan 2010 @ 14:49
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