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Grasshopper Manufacture: Suda51 im Interview

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GBase:

Dann sind wir beruhigt! Wie ist das denn, wenn man plötzlich für einen grossen Publisher arbeitet? Musst du deine Kreativität gegen die Rentabilität eines Projektes abwägen? Wie verrückt darfst du dich bei der Entwicklung des Spiels überhaupt geben?

Suda51:

Ich denke, dass es bei der Zusammenarbeit mit einem Mega-Publisher wie EA einfach einige Dinge gibt, die man im Verlauf der Entwicklung eines Spiels lernen muss. Und es gibt bestimmt auch Sachen, die man im Voraus nicht erwarten würde. Aber für eine erfolgreiche Kooperation muss man sich einfach daran gewöhnen und miteinander zusammenarbeiten. So habe ich etwa gelernt, dass eine gute Organisation notwendig ist, um mit einer grossen Firma wie EA an einem Projekt zu arbeiten. Unter anderem deshalb haben wir nun auch Leute wie Akira Yamaoka oder Kazutoshi Iida an Bord. Wir sind also nun besser auf Zusammenarbeiten mit grossen Publishern vorbereitet.

Grasshopper Manufacture Bild

GBase:

Wie sieht es mit anderen Suda51-Projekten aus? Ist Project S (Anm. d. Red: bei Project S handelt es sich um ein Projekt, das im Snatcher-Universum angesiedelt sein soll), das einst mit Hideo Kojima zusammen entwickelt werden sollte, noch am Leben?

Suda51:

Ich bin momentan in diverse Projekte involviert, aber der Hauptteil meiner Arbeit betrifft das Projekt mit EA. Da habe ich das Design überwacht und war gleichzeitig als Projektmanager und Produzent des Projektes tätig. Damit ist das Spiel im Moment mein Hauptfokus. Kojima-san und ich haben aber tatsächlich darüber geredet, zu gegebener Zeit zusammen ein Radio-Drama zu kreieren.

GBase:

Nun scheinst du ja gerne solche Partnerschaften mit anderen Spieledesignern einzugehen. Wenn du dir irgend einen Designer aussuchen könntest, mit wem würdest du gerne ein Spiel entwickeln?

Suda51:

Nun, ich habe erst kürzlich Eric Chahi (Anm. d. Red: Designer solcher Spiele wie Another World, Heart of Darkness und From Dust) getroffen, den ich sehr respektiere. Wir wollten uns schon lange einmal treffen, aber es ist nie dazu gekommen. Nun hat es endlich geklappt und er scheint mir ein sehr aktiver und interessanter Typ zu sein, mit dem zusammenzuarbeiten ich mich geehrt und glücklich fühlen würde. Ich denke, dass man bei der Zusammenarbeit mit einem anderen Regisseur einen Weg finden muss, die Vision des Partners nicht kaputt zu machen. Wenn ich also einen Weg finden kann, mit ihm zusammenzuarbeiten, ohne die von ihm erschaffenen schönen Spielwelten negativ zu beeinflussen, wäre ich sehr glücklich.

GBase:

Als wir uns das letzte Mal trafen, war No More Heroes 2 noch nicht angekündigt. Du hast damals aber dein Interesse bekundet, den Titel zu entwickeln, falls ein Publisher daran Interesse hätte. Das hat tatsächlich geklappt und No More Heroes ist zur ersten waschechte Serie von Grasshopper geworden. Wie glücklich bist du über den Erfolg des Titels?

Suda51:

Einen Nachfolger für das Spiel zu machen war sehr aufregend und die kritische Rückmeldung darauf war auch gut. Ich bin also sehr glücklich, vor allem, weil die Herausforderung für mich noch grösser war als beim ersten Teil.

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Ettore Trento am 27 Aug 2010 @ 15:47
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