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Spielegruft:  Auf Eis gelegt, eingeäschert und vergraben! Special Teil 3

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Too Human


System: PlayStation / Gamecube / Xbox 360
Entwickler: Silicon Knights
Status: Das Duke Nukem Forever der Konsolen, nur mit Happy End

Einen verdammt langen Entwicklungsweg hatte der Titel Too Human hinter sich, ein Spiel, welches schlussendlich aber dennoch erschienen ist und somit eine Ausnahme in unserem Special darstellt, behandeln wir doch sonst nur Spiele, die nie das Licht der Welt erblickt haben.

Jedenfalls wurde Too Human ursprünglich im Jahre 1999 (man bedenke, es erschien im Jahre 2008, nach fast zehn Jahren Entwicklungszeit) für die erste PlayStation angekündigt. Anders als die finale, für die Xbox 360 erschienene Fassung, war geplant, das Spiel in einem insgesamt vier CDs umfassenden Set zu veröffentlichen. Überhaupt hätte aus Too Human etwas ganz anderes werden sollen, als das, was schlussendlich in den Xbox-Laufwerken rotierte. Die Story drehte sich zwar ebenfalls um Menschen mit kybernetischen Erweiterungen, war aber in einer weit entfernten Zukunft des Jahres 2450 angesiedelt und nicht in einer alternativen Science-Fiction-Version der nordischen Mythologie.

So sah Too Human auf der PSX aus
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Neben der Hintergrundgeschichte liess sich die ursprüngliche Version aber wohl auch ganz anders spielen. Zwar sind auch in der finalen Version durchaus ein paar Rollenspielansätze enthalten, die Urfassung hätte aber wohl am ehesten mit einem Deus Ex verglichen werden können und sollte RPG- mit Stealth- und Action-Elementen vereinen.

Auch der Spielheld John Frank sah noch ganz anders aus:
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Ein weiteres wichtiges Element von Too Human sollten auch die Full Motion Videos, kurz FMVs, werden, die für einen nahtlosen Übergang ins Spielgeschehen sorgen sollten. Überhaupt wurde die damalige PlayStation-Generation geradezu mit bombastischen Rendersequenzen überschüttet. CGI als Belohnung für das erfolgreiche abschliessen eines Kapitels? Aber gerne doch. Damals beeindruckte vor allem der heute unter der Bezeichnung Square Enix firmierende Hersteller Squaresoft mit beeindruckenden Final-Fantasy-Filmschnipsel.

Wohl ein frühes Stück FMV aus PSX-Tagen:

Im Jahre 2000 dann aber bekundete plötzlich Nintendo sehr starkes Interesse am Entwickler Silicon Knights und schloss eine exklusive Partnerschaft mit dem kanadischen Unternehmen ab, was sich durch Spiele wie das schaurig-schöne Eternal Darkness und das bombastische Metal-Gear-Solid-Remake The Twin Snakes auch ausbezahlt hat. Besonders beeindruckt zeigte sich Nintendo von der Qualität, die Silicon Knights mit Eternal Darkness an den Tag legte - das Spiel war zeitgleich mit Too Human für das Nintendo 64 in Entwicklung. Logischerweise wurden die Arbeiten an der PlayStation-Version von Too Human eingestellt, schliesslich stand auch die Nintendo-Gamecube-Konsole kurz vor ihrer Veröffentlichung.

Artwork aus Gamecube-Tagen:
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Daraufhin entstanden natürlich schnell Gerüchte, die besagten, dass die Entwicklung auf dem Gamecube fortgesetzt würde. Gerüchte, die sich auf der Space World 2000 schnell bewahrheitet hatten. Dort nämlich wurde Too Human mit einer kurzen FMV-Präsentation offiziell für den Gamecube angekündigt. Doch auch diese Version wurde im Endeffekt nicht fertiggestellt, was vor allem daran lag, dass zu viele Ressourcen anderen Projekten zugesprochen werden mussten. Zum einen war da das für das Nintendo 64 geplante Horrorspiel Eternal Darkness, zum anderen bekam man die einzigartige Gelegenheit, mit Designerlegende Hideo Kojima zusammenzuarbeiten und gemeinsam mit ihm Metal Gear Solid: The Twin Snakes für den Gamecube zu veröffentlichen.

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Andy Wyss am 25 Apr 2010 @ 22:04
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