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Catan: Preview

N-Gage 
Hersteller: Capcom
Publisher: Capcom
Genre: Strategie: Runden-Strategie
Während sich PC-Jünger schon seit Jahren mit der Siedler-Reihe aus dem Hause Blue Byte vergnügen können, räumte auf dem Brettspielmarkt Claus Teuber mit seiner Version von Die Siedler von Catan sämtliche Preise ab. Nach zahlreichen Erweiterungen und Ausflügen in fremde Welten mit Sternenschiff Catan, veröffentlicht Nokia in wenigen Wochen die erste Umsetzung für einen Handheld. Catan auf dem N-Gage wird dabei alle Features bieten, die Brettspieler schon in- und auswendig kennen. Wir konnten eine bereits fast fertige Beta-Version anspielen und berichten euch, ob sich ein Kauf lohnen wird!



Im Zeitalter der Entdeckungsreisen stachen viele mutige Erforscher in See auf der Suche nach einem entfernten Land, auf das noch kein Mensch Fuss gesetzt hat. Der Traum ist wahr geworden: Ein Land reich an Erdboden und Rohstoffen wurde von einer Gruppe von Erkundern entdeckt. Nicht lang hat es gedauert, bis sich die Nachricht der grossartigen Entdeckung überall auf der Welt herumsprach und schnell hat sich eine Gruppe nach der anderen auf der Insel niedergelassen, in der Hoffnung, die Herrschaft an sich zu reissen.

Auch nach mehr als einem Jahrzehnt ist das Spielprinzip von Die Siedler von Catan nicht ausgelutscht. Falls es aber immer noch Menschen gibt, die noch niemals von diesem Spiel gehört haben, bieten wir an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Überblick über die Spielregeln. Wie auch im echten Leben müssen sich mindestens zwei Spieler gefunden haben, damit ein Spiel beginnen kann. Im Falle der Software-Umsetzung wird stets mit vier Spielern gespielt. Falls in Zukunft ebenfalls eine der zahlreichen Erweiterungen für Die Siedler von Catan auch für die N-Gage-Version erscheinen sollte, könnten auch noch mehr Spieler an einer Partie teilnehmen. In einem weiteren Schritt benötigt der N-Gage eine kleine Denkpause, bis das Spielfeld, bestehend aus neunzehn Sechsecken, zufällig generiert wird. Dies ist allerdings auch die einzige Ladezeit. Alea iacta est - die Würfel sind gefallen. Gemäss dieses Spruchs von Julius Caesar entscheiden auch die Würfel über das weitere Schicksal, denn vor dem Beginn des eigentlichen Spiels wird mit zwei Würfeln ausgewürfelt, in welcher Reihenfolge die Spieler ziehen dürfen.

Nun darf jeder Spieler zwei Strassen und zwei Dörfer auf dem Spielbrett platzieren. Wie bereits erwähnt, besteht das Spielfeld aus neunzehn Sechsecken, an dessen Spitzen man Dörfer und Städte errichten darf. Jedes Sechseck beherbergt dabei eine Ressource (Wald, Weide, Weizen, Erz und Lehm) und ist mit einer Nummer von eins bis zwölf versehen. Grenzt nun ein Dorf oder eine Stadt an ein solches Feld und wird in einer Runde die entsprechende Zahl gewürfelt, bekommt der entsprechende Spieler eine Rohstoffkarte mit diesem angrenzenden Rohstoff zugeteilt. Diese Rohstoffe werden für den Ausbau der eigenen Infrastruktur benötigt. So lassen sich in jeder Runde, nach dem der Spieler die Würfel hat sprechen lassen, Dörfer, Städte oder Strassen errichten. Von jedem Dorf müssen entlang der Sechsecke zwei Strassen verlegt werden, bis man wieder ein Dorf errichten kann. Gegen das Eintauschen weiterer Ressourcen kann ein Dorf zu einer Stadt erweitert werden. Dies bringt nicht nur die doppelte Anzahl pro Feld an Rohstoffen, sondern der Spieler bekommt zusätzliche Siegespunkte. Das Sammeln von Siegespunkten ist das Ziel des Spiels. Wer zuerst zehn Siegpunkte zusammen hat, der hat das Spiel gewonnen. Durch das Errichten von Dörfern oder Städten vermehrt sich die Anzahl der Siegpunkte. Durch zusätzliche Ereignisse, wie zum Beispiel der Errichtung der längsten Strasse oder dem Aufbau der grössten Armee, lassen sich zusätzliche Punkte einheimsen. Ferner darf der Spieler gegen Abgabe von Ressourcen zusätzliche Ereigniskarten kaufen. Diese, taktisch sinnvoll eingesetzt, können das Blatt im Spiel schon einmal zum Positiven wenden. Die Ereigniskarte "Ertragreiches Jahr" oder "Monopol" spendieren zum Beispiel zusätzliche Rohstoffe.

Doch Vorsicht ist geboten, denn die Würfel können auch schon einmal gefährlich sein. Jedes Mal, wenn die Sieben gewürfelt wird, gibt es nicht nur keine Rohstoffe, sondern der Räuber schaltet sich ein. Besitzt nun ein Spieler mehr als sieben Rohstoffe, muss er die Hälfe seiner Ressourcen abgeben. Der Spieler, der die Sieben gewürfelt hat, kann nun den Räuber bewegen und ihn auf ein beliebiges Feld setzen und so dort den Ressourcenabbau verhindern. Zudem kann er, Voraussetzung ist, dass ein Dorf oder eine Stadt an das entsprechende Feld grenzt, einen Rohstoff von dem angrenzenden Spieler stehlen. Um zu verhindern, dass die Räuberblockade auf den eigenen Feldern zu lange dauert und man nicht warten möchte, bis wieder einmal eine Sieben gewürfelt wird, kann man über die Ereigniskarte "Ritter" den Räuber selbstverständlich verschieben.

Ein weiteres Feature in Catan ist der Handel. Grundsätzlich lassen sich vier Rohstoffe des gleichen Typs stets gegen einen anderen Rohstoff bei der Bank eintauschen. Ferner ermöglichen Häfen, die man einnehmen kann, einen besseren Tausch, zum Beispiel im Verhältnis 3:1. Allerdings darf man in jeder Runde ebenfalls Tauschangebote an die Mitspieler stellen, dazu gibt es in Catan drei Möglichkeiten. Entweder man nennt den anderen Spielern, was man haben möchte, oder aber man bietet ihnen einen oder mehrere Rohstoffe als Tauschobjekte an und wartet ab, was passiert. Als dritte Möglichkeit besteht der direkte Tausch. Hier gibt man an, welche Rohstoffe man gegen andere Rohstoffe tauschen möchte.

Multiplayer

Im Singleplayer-Modus von Catan gibt es den Modus "Freies Spiel", "Turnier" und "Quest". Im letzteren Modus muss der Spieler gewisse Aufgaben erledigen. Diese bestehen zum Beispiel aus simplen Bauaufträgen wie zum Beispiel "Errichte als Erster die längste Strasse". Doch auch im Multiplayer-Modus lässt sich Catan spielen. Zwar gibt es keinen Hotseat-Modus, dafür lassen sich weitere Spieler entweder per Bluetooth oder aber per N-Gage-Arena finden und dazuschalten.

Technik

Grafisch wurde Catan recht akkurat und authentisch umgesetzt, jedoch gibt es noch einiges zu bemängeln, was hoffentlich in der finalen Verkaufsversion noch ausgebessert wird. So würden unterschiedliche Hintergrundbilder dem Spiel mehr Leben einhauchen. Zudem wären abschaltbare KI-Kommentare ein wahrer Segen, da diese Sprüche dem Spieler schon nach wenigen Minuten auf den Geist gehen werden, da sie sich stets wiederholen. Zudem ist eine Speicherfunktion unerlässlich, da einige Partien auch mal länger dauern können. Auch bei der Auswahl der Hintergrundmusik könnte sich Nokia noch etwas mehr Mühe geben, diese ist ebenfalls recht nervig und zum Glück abschaltbar.

Catan
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Alexander Boedeker


Catan


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Alexander Boedeker am 09 Aug 2005 @ 19:07
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