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Undercover - Doppeltes Spiel: Preview

Nintendo Dual Screen 
Hersteller: Sproing
Publisher: Anaconda
Genre: Adventure und Rollenspiel: Adventure
Man muss es einfach sagen: Für den Nintendo DS erscheinen im Prinzip viel zu wenige Point-and-Click-Abenteuer. Zahlreiche lieblose Jump 'n' Runs, überhastete Sportspiel-Umsetzungen und Minispiel-Sammlungen säumen die Verkaufsregale. Mit dem Touchscreen und dem Stylus kann aber eine Bildschirm-Maus-Beziehung simuliert werden und dies lässt nicht nur alte Klassiker wieder auferstehen...

Die Strategie-Spiele haben kräftig aufgeholt. PC-Klassiker wie Theme Park und Sim City konkurrieren mit Age of Empires und Anno 1701. Als der Nintendo DS in den Handel kam, beschränkte sich die Vorfreude aber bei vielen auf die Möglichkeit, Point-and-Click-Klassiker wie Maniac Mansion, Monkey Island oder Indiana Jones unterwegs wieder neu erleben zu dürfen. Erstaunlicherweise hat es aber bis heute keine Portierung aus dem Hause Lucas Arts auf den Handheld geschafft. Nintendo versucht selbst, der Nachfrage gerecht zu werden und veröffentlichte im Jahr 2005 Another Code, das vor wenigen Monaten in Hotel Dusk seine Genre-Fortsetzung gefunden hat. Ansonsten ist nicht viel am Horizont zu erkennen. Zu aller Erleichterung haben jetzt aber die österreichischen Entwickler von Sproing ihr Spiel Undercover für den PC und den NDS angekündigt. Bekannt wurde die Firma vor allem mit der Moorhuhn-Reihe und begab sich mit Undercover zum ersten Mal auf die Adventure- und Rätsel-Ebene.

Die PC-Version von Undercover, Operation Wintersonne, handelt von John Russel, der auf Geheiss des britischen Geheimdienstes während des Zweiten Weltkriegs nach Berlin geschickt wird, um Pläne bezüglich einer Atomwaffe zu finden. Undercover DS spielt zeitlich früher und hat inhaltlich weniger internationale Ausmasse. Der Spieler übernimmt erneut die Rolle des Physikers John Russel, der plötzlich unter Verdacht steht, geheime Informationen aus den Versuchslabors zu schmuggeln. Natürlich ist John Russel in Tat und Wahrheit völlig unschuldig und man ist bemüht, dies zu beweisen. Ihm zur Seite steht Audrey, ihrerseits Sekretärin von Sir William. Sie ist von der Unschuld Russels überzeugt und so versuchen die beiden zusammen hinter das Geheimnis einer Verschwörung zu kommen.

Dreh- und Angelpunkt der Handlung sind die geheimen Labors. Zu den Aussenarealen zählt das Hauptquartier von Sir William und ein Gasthof. Durch Tastendruck kann man zwischen den beiden Hauptfiguren hin und her schalten. Auf dem unteren Touchscreen dirigiert man seine Spielfigur, während auf dem oberen die andere Spielfigur zu sehen ist. Ruft man ein Menü auf, wechselt die aktuelle Übersicht des Geschehens einfach auf den oberen Bildschirm, während man sich auf dem unteren die gesammelten Gegenstände oder die Karte genauer betrachten kann.

Wie in den guten alten Point-and-Click-Abenteuern bewegt man die Figuren durch die Areale, sammelt Gegenstände und spricht mit Personen. Viele kleine einzelne Aufgaben, zum Beispiel das Erlangen eines Schraubenschlüssels, machen aus einem kleinen Problem ein ganz grosses. Dr. Bartholomew braucht ihn dringend und Dr. Oswald hat einen, will diesen aber aus persönlichen Gründen nicht ausleihen. Was tun? Nachdenken und probieren! Die Geschichte geht dabei natürlich nur weiter, wenn man jeweils die richtigen Aktionen ausgeführt hat. Insgesamt muss man die Rätsel als logisch und fair bezeichnen. Einige Stolpersteine sind aber auch in Undercover DS vorhanden. Manchmal kommt man einfach nicht auf die Lösung und zerbricht sich daraufhin schon mal länger den Kopf, bis man den Handheld vorübergehend weglegen muss. Erfreulich ist, dass man zwischen den unterschiedlichen Stationen hüpfen kann, der Spieler muss also nicht ständig die Strecke von A nach B in Echtzeit zurücklegen. Dass man oft vor der falschen Türe abgesetzt wird, lässt sich verschmerzen.

Alle Figuren sind liebevoll mit einem unverkennbaren Charakter ausgestattet. Auch optisch bewegt sich das Spiel auf einem guten Niveau, auch wenn die Animationen die Menschlichkeit noch etwas vermissen lassen. Arbeiten sollte Sproing an den viel zu holprigen Dialogen. Diese sind oft plump, lassen etwas seltener den Kontext vermissen und passen von der Art her nicht in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Schade ist auch, dass man bis jetzt vom Partner nicht einen bestimmten Tipp bekommen kann, wenn man überhaupt nicht weiter weiss.

Undercover - Doppeltes Spiel
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Severin Auer


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Severin Auer am 24 Jun 2007 @ 19:12
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