GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Aliens - Infestation: Review

  Nintendo Dual Screen 

Der Marine rückt langsam vorwärts. Irgendwo in diesem dunklen Korridor der Sulaco-Raummaschine befindet sich die Zutrittskarte für den nächsten Abschnitt. Es poltert und zischt, aus der Decke bricht ein verschleimter Korpus. Der Boden ist gesprenkelt mit Blut und glibberiger Gallerte. Tiefe Kratzspuren ziehen sich durch die metallenen Wände. Was zum Teufel geht hier vor sich? Wir wischen uns den Schweiss von der Stirn und atmen auf: Aliens - Infestation für den Nintendo DS ist nicht nur ein atmosphärischer Shooter, sondern auch eine angenehme Überraschung.

Auf der Suche nach der Wahrheit

Eigentlich wollen wir den Flammenwerfer gar nicht suchen, denn unser Auftrag ist ein anderer: Weil die Sulaco nicht auf unsere Signale reagiert und wir schon ewig kein Sterbenswörtchen mehr von ihr gehört haben, machen wir uns als Space Marine auf, in dem Raumschiff nach dem Rechten zu sehen. Die ersten Minuten sind noch recht ruhig. Behutsam tasten wir uns im verwirrend geräumigen Komplex voran. Doch der Schein trügt, und die hier lauernden Aliens warten nur darauf, uns die Birne vom Leib zu reissen.

Zugegeben, ein mitreissender Plot tönt anders. Aber die in Textdialogen erzählte Geschichte dient ohnehin nur als Aufhänger für unseren Ballereinsatz. Unser Squad besteht anfangs aus vier Space Marines, später treffen wir auf weitere Rekruten. Dabei verfügt jeder Held über eine eigene Persönlichkeit: Vom zitternden Hosenscheisser bis hin zum abgebrühten Raubein mit Stahlbizeps dürften alle stereotypen Klischees abgedeckt sein. Mit welchem Charakter wir die Brut zerbröseln, spielt keine Rolle. Es ändern sich lediglich einige Funksprüche des Kommandanten, der uns hin und wieder Anweisungen gibt und somit die dünne Handlung vorantreibt.



Dennoch besitzt Aliens - Infestation eine schaurig-düstere Atmosphäre. Das liegt vor allem an der stimmigen 2D-Retro-Grafik: Obwohl wir uns überwiegend durch ähnlich aussehende Raumschiffgänge und dunkle Korridore bewegen, lassen sich im Hintergrund hübsche Details wie etwa verwebte Leichen und aufgeplatzte Alien-Eier erkennen. In der ersten Spielstunde treffen wir auf keinen einzigen Feind, und trotzdem fühlen wir uns so gut unterhalten, dass wir die Baller-Action nicht vermissen. Das verwirrend-komplexe Raumschiffkonstrukt wirkt anfangs so mächtig, dass man sich selbst als ausgebildeter Space Marine vorkommt wie ein mickriges Alien-Häppchen.


Aliens - Infestation
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

Mirco Kaempfer


Aliens---Infestation


Aliens---Infestation


Aliens---Infestation


Aliens---Infestation


Mirco Kaempfer am 29 Okt 2011 @ 12:04
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen