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Bangai-O Spirits: Review

  Nintendo Dual Screen 

Die Spiele von Treasure erscheinen meist fernab grosser Publikumsbeachtung. Ohne eine echte Zielgruppe anzuvisieren, werfen die Japaner ihre eigene Vorstellung von guten Videospielen auf den Markt. Das Flair der Spielhallen wird verpackt in ultra schweren Ballerspielen, die sich weniger durch eine zeitgemässe Grafik, dafür aber mit einer überdurchschnittlich guten Spielbarkeit auszeichnen. Spätestens wenn sich Punktejäger gegenseitig mit YouTube-Videos übertrumpfen, finden die Spiele für wenige Minuten ihren verdienten Platz an der Sonne, bevor man als Zuschauer selbstkritisch festhält, dass man da eh nie eine Chance haben würde. Neues Spiel, neues Glück!

Nicht erst seit dem 2001er Ikaruga sind die Entwickler von Treasure bei Zockern bekannt. Bereits zu Beginn der 90er Jahre hat sich ein Team aus ehemaligen Konami-Mitarbeitern neu zusammengeschlossen und sich neben Lizenzspielen besonders mit Eigenkreationen einen Namen gemacht. Treasure steht für innovative und gleichzeitig retrolastige Spielkonzepte, die sich mit dem Siegel "Hoher Schwierigkeitsgrad" schmücken dürfen. Und wenn die hochstehenden Versoftungen von Astro Boy und Bleach genügend Geld in die Kasse gespült haben, wird an neuen Spielkonzepten gearbeitet. Mit Bangai-O wird etwas neu aufgegriffen, mit dem man bereits 1999 das N64 und die Dreamcast bereicherte. Bangai-O Spirits für den Nintendo DS ist aber keine Neuauflage, sondern vielmehr so etwas wie der legitime Nachfolger des bald zehnjährigen Vorgängers.

Etwas hat sich allerdings seit damals nicht geändert. Wenn Treasure draufsteht, ist auch Treasure drin. Etwas hilflos wählt man sich durch das simple Startmenü und steht bereits im ersten Level. Der Spieler übernimmt die Rolle eines menschenähnlichen Roboters, der sich in unterschiedlichen abgeschlossenen Räumen bewegt. Als optischer Vergleich kann man sich durchaus der klassischen Metroid-Spiele bedienen. Hauptaufgabe ist es, die im Raum befindlichen Ziele zu zerstören. Leichter gesagt als getan, denn die Spielfigur stösst auf massiven Widerstand in Form feindlicher Artillerie. Wer sich dabei vorstellt, dass in Bangai-O zwei Kanonen zeitversetzt unkoordiniert durch die Gegend feuern, liegt falsch. Dutzende zielgerichtete Projektile füllen den Bildschirm und schwirren in Sekundenschnelle auf die Spielfigur zu. Kaum Zeit, zu reagieren und bereits hat man das Zeitliche gesegnet, bis sich herausstellt, dass man den Angriffen nicht wehrlos ausgesetzt ist, im Gegenteil. Je mehr Angriffe, desto besser.

Bevor man sich aber vollends ins Getümmel stürzt, wird dringend empfohlen, sich durch die 17 Tutorial-Kapitel zu arbeiten. Keine Angst, auf den Spieler warten keine trockenen Textseiten, sondern praktische Anwendungsbeispiele, bei denen man erfreulicherweise sogar auf die sonst so trockenen und langatmigen Geschichten rund um die Figuren verzichtet hat. Das Bewegen geht einfach, flüssig und besonders intuitiv von der Hand. Mit dem Steuerkreuz lenkt man die Spielfigur durch die Luft und mit dem B-Knopf wird sie im Schwebezustand gehalten, da die Gravitation einen ansonsten nach unten zieht. Mit dem A-Knopf wird der Boost gestartet, mit dem man Objekte rammen und zerstören kann, während die L- und R-Tasten zum Aufladen und Ausführen von Angriffen benützt werden.

Bangai-O Spirits
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Severin Auer

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Severin Auer am 02 Dez 2008 @ 01:20
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