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Die Sims 3: Review

  Nintendo Dual Screen 

Das Leben kann schon doof sein. Erst verlässt einen die Freundin, auf Arbeit gibt es nur noch Stunk und die hauseigenen 26 Wüstenrennmäuse beharken sich wie bescheuert und meucheln sich dahin. Kurz: Es ist zum Davonlaufen. Wäre man Buddhist, könnte man das Leben praktikscherweise neu starten und sich dann als Schmetterling oder Argentinische Ruderente probieren - und sich selbst verwirklichen. Alternativ bleibt die Flucht in die virtuelle Realität zu den Sims, die in dritter Auflage einmal mehr den Nintendo DS heimsuchen.

Keine Frage: EAs Sims-Reihe gehört seit gut einer Dekade zu den absoluten Topsellern der Branche. Das Konzept ist simpel: Als Sim, euer digitales Abbild, startet ihr ein virtuelles Leben und macht das, was ihr auch im echten Leben machen würdet - Zähne putzen, schlafen, kochen, arbeiten, die Karriereleiter erklimmen und versuchen, den Partner fürs Leben zu finden. Wir kennen genügend Hardcore-Spieler, die es als Kinderspiel abtaten, sich daran probierten und letztendlich grandios scheiterten. Die Sims verlangen Fingerspitzengefühl, eine kontinuierliche Analyse der Lebensumstände und ein Auge für zahlreiche Details. Ein Spiel für Frauen, die den Grossteil der Sims-Fangemeinde stellen. Ganz klar. Aber wie Männer nun einmal sind, versuchen auch die es immer und immer wieder - die Niederlage akzeptieren sie nicht!

Blut, Schweiß und viele Tränen


Die vernichtende Bilanz nach gut zwölf Stunden Spielzeit: Unser Charakter ist acht Mal gestorben, verdammt unglücklich, sodass er immer nach der Arbeit tief in die Flasche schaut, und ziemlich asozial - er pöbelt alles an, was er auf der Strasse findet, und Besuch kriegt er seit Monaten nicht mehr. Noch schlimmer als die fiktionale Realität im TV.
Dafür unterhaltsamer. Was uns überraschte, denn bislang zeichneten sich die DS-Ableger der Reihe durch rückständige Technik, arg beschnittene Spielmöglichkeiten und miserable Steuerung aus. Dass Die Sims 3 vor allem technisch einen Riesensatz nach vorne gemacht hat, wird schon bei der Erstellung des Alter Egos ersichtlich: Fein texturiert und äusserst detailliert könnt ihr die Person hübsch oder hässlich modellieren, als grünlichen Oger oder blassfahle Lebendleiche auf die Menschheit loslassen - androgyn oder ganz dem Geschlecht entsprechend gekleidet. Schade: Es stehen nur wenige Körperproportionen zur Verfügung - einen menschlichen Fleischklops könnt ihr so nicht erschaffen.

Ist das geschafft, bezieht ihr euer erstes Eigenheim - eine kleine Bude mit spärlicher Einrichtung. Flugs einen Job gefunden und schon geht es los mit dem Geldverdienen. Dabei könnten die Karrieren unterschiedlicher nicht sein: Laborratte, Rockstar, Kulturpapst und Arbeiter sind nur ein Teil der umfangreichen Arbeiterschaft und wirken sich unmittelbar auf euer soziales Befinden aus - ein Wissenschaftler ist erheblich karriereorientierter und distanzierter als ein Vollzeithippie. Doch da schnöder Mammon nicht alles ist, solltet ihr euch auch um die Freizeit eures Charakters kümmern - Kulinarisches zu zaubern oder Sport zu treiben gehört ebenso dazu wie die Selbstverwirklichung im Kreativen und soziale Kontakte zu pflegen. Nicht nur in den eigenen vier Wänden spielt sich die Freizeit ab, sondern auch in SimCity, das von der Bücherei über Trainingsraum und Theater bis hin zur Universität all die Annehmlichkeiten einer Grossstadt bietet - dazu auch die Wohnungen anderer Sims, mit denen ihr euch anfreunden könnt.

Die Sims 3
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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 08 Nov 2010 @ 14:10
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