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Fluch der Karibik 2: Review

  Nintendo Dual Screen 

Spätestens seit dem Jahr 2003 sind Piraten wieder richtig in. Nicht ganz unschuldig daran ist natürlich der Kassenschlager "Fluch der Karibik". Der Versuch, einem der populärsten Kinofilme der letzten Jahre eine Fortsetzung zu schenken, ist tatsächlich gelungen. Grösser, länger und ein gutes Stück unrealistischer. Dennoch, die Popcorn-Maschine arbeitet am Limit, während sich auf den besten Plätzen die Hardcore-Fans in Kostümen selbst überbieten. Lautes Gejohle und Piratengesänge sind bis zu einem gewissen Punkt durchaus lustig, dennoch kommt der Zeitpunkt, an dem man ihnen einen Nintendo DS mit dem dazugehörigen Spiel in die Finger wünscht.

Käpt'n Jack Sparrow scheint im ersten Teil nur knapp dem Tod entronnen zu sein. Diesmal kriegt er es aber nicht nur mit rachsüchtigen Menschen zu tun, sondern auch mit Davy Jones. Dieser herrscht über die Tiefen des Ozeans, hat anstelle eines Bartes zahlreiche Tentakel und ist seinerseits Kapitän auf dem Fliegenden Holländer. Jack scheint vergessen zu haben, dass er Davy Jones gegenüber eine Blutschuld trägt und so dauert es nicht lange, bis die beiden aufeinander treffen werden. Natürlich sind auch Elizabeth und Will mit an Bord. Dazu kommen weitere neue und bekannte Gesichter, die alle ihr persönliches Ziel zu verfolgen scheinen. Zeit, mit offenen Karten zu spielen? Nicht, wenn man Jack Sparrow heisst.

Ziel des Spiels ist es, dem Verlauf der Geschichte zu folgen, die sich etwas lose an der Kinovorlage orientiert. Im Grunde handelt es sich um ein lineares Action-Adventure mit einem kräftigen Hack 'n' Slay-Touch. Der Spieler übernimmt je nach Situation die Rolle von Jack, Elizabeth oder Will. Die unterscheiden sich natürlich optisch voneinander, aber in erster Linie durch ihre Angriffs-Bewegungen und durch die Items, die sie einsetzen können. Jede Figur verfügt die Grundbewegungselemente Treten, Angreifen, Interagieren und Springen. Dazu kommt die Möglichkeit, gegnerische Schläge abzuwehren und mit einer Rolle Angriffen auszuweichen. Bald schon merkt man, dass auf mindestens die Hälfte getrost verzichtet werden kann. Die Tritte sind schwach, langsam und auf Dauer ineffektiv. Der Spieler kämpft sich also durch einfaches Drücken des Angriffsknopfes durch das Abenteuer. Natürlich vollführen die Charaktere verschiedene Kombos und durch Freischalten von Spezialkombos kommt etwas Abwechslung ins Angriffsspiel. Hat man vier Edelsteine gefunden, wird einem automatisch ein Menü eingeblendet, das den nächsten speziellen Angriff erklärt. Aber auch hier hat man bald schon seine Favoriten gefunden und bringt jeden Gegner auf dieselbe Art und Weise zum Stoppen. Jeder Gegner hat zusätzlich eine Signaturbewegung, die durch Drücken zweier Tasten aktiviert werden kann. Gerade, wenn man von vielen Gegnern umzingelt ist, eignen sich diese, damit sich der Charakter etwas Luft verschaffen kann.

Der Spieler bewegt sich auf linearen, vorgegebenen Strassen in Richtung des anderen Bildschirmrandes und gelangt dabei immer wieder in abgeschlossene Areale. Am Ende der Bereiche hält eine mysteriöse Schranke den Spieler davon ab, sich weiter zu bewegen, bevor er nicht alle noch lebenden Gegner zur Strecke gebracht hat. Die Soldaten, Piraten, Eingeborenen und Monster, die versuchen, die Protagonisten aufzuhalten, unterscheiden sich zu einem grossen Teil nur optisch untereinander. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass es nicht gerade viel Abwechslung in Sachen Gegner gibt. Glücklicherweise hat man noch einige Endgegner eingebaut, die den Spieler kurzzeitig beschäftigen können, diesen aber kaum ins Schwitzen bringen dürften.

Fluch der Karibik 2
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Severin Auer

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Severin Auer am 06 Sep 2006 @ 00:16
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