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Great Empires Rome: Review

  Nintendo Dual Screen 

Komplex angelegte Strategiespiele mit historischem Flair bevölkern die Welt der PC-Spiele zur Genüge. Nun sollen auch die Hosentaschen der Taktierer und virtuellen Kriegsherren erobert werden - Black Bean hat die Herausforderung angenommen und Great Empires Rome ins Rennen geschickt.

Ave, Imperator!

Wer die schmucke Hartplastikverpackung von Great Empires Rome öffnet, wird sich erst mal über das extrem ausführliche und textlastige Booklet wundern - man wollte doch ein Strategiespiel zocken und keine Hausarbeit über römische Geschichte schreiben. Doch keine Sorge: Zwingend notwendig ist die Lektüre nicht, da das Spiel ein zwar etwas hölzern anmutendes, aber doch hilfreiches Tutorial anbietet.

Im eigentlichen Spiel müsst ihr euch zunächst zwischen sechs verschiedenen Regionen entscheiden, um euch anschliessend eine Nation auszusuchen, deren Herrscher ihr seid. Von hier aus wird im Idealfall das Umland erobert. Gewonnen hat, wer über 40 Prozent der Städte kontrolliert und mehr als 25 Prozent als die nächstgrosse Nation besitzt. Jeder eurer Städte ist eine kleine Armee zugeordnet, die entweder in der Stadt bleiben oder abgezogen werden kann. Im Laufe der Runden können neue Soldaten rekrutiert werden, doch Vorsicht: Je besser, stärker und motivierter der Soldat, desto teurer ist gewöhnlich der Unterhalt. Es ist auch möglich, Gruppen aufzuspalten und Verstärkung dahin zu schicken, wo es gerade brenzlig wird. Pro Runde können eure Garnisonen und Armeen eine bestimmte Strecke zurücklegen, die sich nach dem Aufbau der Truppen und dem jeweiligen Gelände richtet.

Die Steuerung mit dem Stylus ist zu Beginn vielleicht etwas friemelig, stellt sich aber nach einer kurzen Eingewöhnung als recht komfortabel heraus. Störend sind dagegen die reichlich schlichte Grafik sowie die lieblose Optik der Landkartenübersicht. Guter und atmosphärischer Sound hätte hier Abhilfe schaffen können, leider hat man aber über weite Strecken auf musikalische Untermalung gänzlich verzichtet - es ist reichlich still im alten Rom. Nur das (pseudo)lateinische Geplapper der Streitkräfte und das Gackern der Hühner reisst euch aus dem gelangweilten Dämmerschlaf.

Florierende Städte? Oh Gaudium!

Jede Nation hat eine Reihe von Städten, die gehegt, gepflegt und ausgebaut werden müssen. Der Bau von Bauernhöfen, Minen und Sägewerken sorgt dafür, dass ihr immer ausreichend Ressourcen habt und eure Einwohner sowie Soldaten versorgen könnt. Ausserdem solltet ihr auf eine gute Lebensqualität in euren Dörfchen achten, da ihr so mehr Einwohner bekommt, neue Soldaten für eure Armeen rekrutieren und freie Arbeitsplätze besetzen könnt.

Das Konzept geht im Prinzip auf, ist aber auf Dauer langweilig. Das liegt vor allem daran, dass man nie Menschen oder so etwas wie ein Dorf- beziehungsweise Stadtleben zu Gesicht bekommt, sondern sich stets mit derselben Perspektive auf ein weitgehend statisches Bild zufriedengeben muss. Schade ist darüber hinaus, dass alle Städte bis auf einige Details identisch aussehen und man andauernd die Karte im Auge behalten muss, um zu wissen, wo man sich eigentlich gerade befindet.

Great Empires Rome
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Alexandra Schulz


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Alexandra Schulz am 16 Jul 2009 @ 00:07
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