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Harry Potter und der Feuerkelch: Review

  Nintendo Dual Screen 

Harry Potter ist ein Phänomen. Egal, ob man ihn nun mag oder nicht, die Bücher von J.K. Rowling verkaufen sich besser als Wasser in der Wüste. Praktisch jeder Mensch, der sich nicht schon seit Jahren komplett von der Aussenwelt abgekapselt hat, ist früher oder später über den jungen Zauberlehrling gestolpert. Inzwischen haben es bereits vier Bücher auf die grosse Leinwand geschafft. Genau das hat sich Electronic Arts zunutze gemacht und bringt mit

Harry Potter und der Feuerkelch

das passende Videospiel zum Kinofilm.


Doppelt vorbestraft

Spiele dieser Art haben es nun wirklich nicht leicht. Immerhin haben Filmumsetzungen schon seit Jahren einen schlechten Ruf. In diesem Fall ist die Hürde jedoch noch grösser, denn schliesslich basiert der Kinofilm wiederum auf einem ziemlich dicken und umfangreichen Buch. Natürlich unterscheiden sich bei einem dermassen umfangreichen Material die Inhalte ein wenig, denn immerhin muss die Geschichte irgendwie in zwei bis drei Stunden untergebracht werden. EA hat sich in dem Fall übrigens an die Filmvorlage gehalten, passend zu den sonstigen Filmadaptionen.

In diesem Jahr findet in Hogwarts das Trimagische Turnier statt. Dabei treten drei Schulen in einem gefährlichen und manchmal auch tödlichen Wettkampf gegeneinander an. Irgendwie läuft jedoch alles anders als eigentlich geplant. Normalerweise tritt für jede Schule immer nur ein Schüler an, doch siehe da: Auch Harry wird plötzlich auserwählt, obwohl bereits ein Schüler von Hogwarts vertreten war. Zudem hat sich Harry nicht einmal für das Turnier beworben.

Leider kommt die gesamte Geschichte im Spiel irgendwie zu kurz. Immerhin bietet das Medium genug Möglichkeiten, um einige Lücken des Films wieder zu stopfen und somit einen perfekten Übergang zum Buch zu schaffen. Leider hat sich EA dabei sehr zurückgehalten, so dass die Geschichte wohl an jedem vollkommen unverständlich vorbeirauscht, der nicht das Buch gelesen oder den Kinofilm gesehen hat. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich die recht langweiligen Texteinblendungen auf dem unteren Schirm. Vor allem stellt sich die Frage, warum die Schrift derart klein gewählt wurde. Auf dem Schirm scheint stets noch genug Platz für eine deutlich grössere Schrift zu sein. Immerhin zeigt der obere Bildschirm einige nette Renderszenen. Originalsequenzen aus dem Film gibt es allerdings nirgendwo zu bestaunen. Irgendwie enttäuschend für Fans.

Harry Potter Hack and Slay?

Im Storymodus des Spiels habt ihr zunächst die Wahl, ob ihr mit Harry, Hermine oder Ron losziehen möchtet. Eure Entscheidung hat allerdings nicht nur optische Auswirkungen, sondern bestimmt auch eure Fähigkeiten in den Bereichen Angriff, Geschwindigkeit und Verteidigung. Während Harry also eher alles umnietet und dafür nur wenig einstecken kann, ist Hermine sehr gut bei Abwehrzaubern. Ron hingegen ist der schnellste unter den drei Charakteren.

Das eigentliche Gameplay ist sehr simpel gestrickt: In jeweils recht kleinen (aber dafür vielen) Arealen steuert ihr euren Charakter mittels D-Pad aus der Vogelperspektive durch die Landschaften. Die jeweils verbleibenden zwei Charaktere werden dann vom Computer gesteuert und folgen euch brav. Die Landschaften sind dabei für 2D-Verhältnisse recht schick gestaltet, sorgen allerdings dann doch für ein sehr monotones Spielgefühl. Die meiste Zeit lauft ihr in Schlangenlinien über den Bildschirm, damit der aktuelle Level möglichst gross wirkt. Immer wieder versperren euch dabei Kisten oder andere schwere Gegenstände den Weg.

In solch einem Fall muss natürlich die Magie herhalten. Dazu müssen die Tasten A und B auf dem Nintendo DS herhalten. Da es sich hier um ein Videospiel handelt, verzichte ich einfach mal auf die unzähligen "fantasievollen" Ausdrücke und fasse mich möglichst einfach. So ist es am Anfang beispielsweise möglich, die meisten Gegenstände einfach in die Luft zu heben. Meistens zerbröseln die Teile allerdings beim Absetzen, was euch aber zum Glück wertvolle Gegenstände bringen kann. Der andere Zauber ist ein Angriffszauber und sollte gegen die Bösewichte eingesetzt werden.

Harry Potter und der Feuerkelch
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Benjamin Boerner

Harry-Potter-und-der-Feuerkelch


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Benjamin Boerner am 27 Nov 2005 @ 14:32
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