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Last Window - Das Geheimnis von Cape West: Review

  Nintendo Dual Screen 

Das japanische Entwicklerstudio Cing hat mit Hotel Dusk: Room 215 und den Another Code-Spielen ein überaus interessantes Universum erschaffen, das fraglos nicht jeden Geschmack trifft. Denn allein die Erzählstruktur von Hotel Dusk ist eher mit einem interaktiven Roman vergleichbar, bei dem sich in die Länge ziehende Dialoge und ein äusserst ruhiges Ambiente keine Seltenheit sind. Das gilt auch für das neue und Nintendo DS-exklusive Adventure Last Window - Das Geheimnis von Cape West, das komplett auf Hotel Dusk aufbaut und quasi eine eigenständige Fortsetzung darstellt. Leider wird dieses unkonventionelle Werk das letzte seiner Art sein, denn Cing meldete Anfang 2010 im Land der aufgehenden Sonne Insolvenz an.

Die neuen Abenteuer von Kyle Hyde

Wer Hotel Dusk: Room 215 gespielt hat, wird sich über die Rückkehr des Protagonisten Kyle Hyde freuen. Die Ereignisse von Last Window schliessen an die Geschichte des Vorgängers an, glücklicherweise müssen Einsteiger diesen nicht einmal im Ansatz kennen. Der ehemalige Polizist Hyde wird gleich zu Beginn nicht gerade mit erfreulichen Tatsachen konfrontiert. Erst verliert er dank des Alkohols seinen Job, und dann erfährt er nebenbei, dass das Apartment, in dem er wohnt, in einer Woche abgerissen werden soll und er sich somit schleunigst eine neue Bleibe suchen muss. Was zu Beginn eher wie ein Film-Noir-Drama anmutet, das zudem noch in den 1980er Jahren angesiedelt ist, wird spätestens zum Ende des ersten Kapitels deutlich spannender. Denn zum Einen wird Hyde von einem anonymen Auftraggeber darum gebeten, etwas zu finden, was sich in dem Haus befindet, aus dem er bald ausziehen muss. Dieses war vor langer Zeit ein Hotel mit dem Namen Cape West. Doch längst nicht genug, denn Hyde möchte auch herausfinden, wieso das Gebäude überhaupt verkauft wurde. Und da sind auch noch die komplizierten Hintergründe, die zu dem Tod seines Vaters führten.

Ja, Last Window ist erstaunlich anspruchsvoll, was an den zahlreichen zwielichtigen Charakteren, ihren Motiven und ihrem Handeln in der bedrückend deprimierenden Spielwelt liegt. Die Ausgestaltung der Figuren ist nach wie vor fantastisch, hier steht Last Window Hotel Dusk in absolut nichts nach, sondern legt dramaturgisch sogar noch eine Schippe drauf. Dies hat jedoch zur Folge, dass das Spiel für manche weniger gut zugänglich ist. Langatmige Gespräche, teils überflüssige Details und Ereignisse ohne eine Relevanz könnten ungeduldige Adventure-Freunde durchaus abschrecken, vor allem wenn sie eine Prise Humor wie bei den LucasArts-Klassikern oder auch Geheimakte Tunguska erwarten. Last Window vermittelt eine ernsthafte und tiefgründige Geschichte, darauf muss man sich auf jeden Fall einlassen, um sich an dem Titel erfreuen zu können.

So wird gespielt

Wie bei Hotel Dusk wird der NDS seitlich gehalten, quasi wie ein Buch. Auch Linkshänder werden berücksichtigt. Nach wie vor muss man ständig Eingaben auf dem Touchscreen tätigen. Im Spiel selbst werden Unterhaltungen und Geschehnisse häufig auf beiden Bildschirmen dargestellt, sonst aber steuert man mittels des Stylus aus der Vogelperspektive Hyde durch die Gebiete, während man auf dem anderen Bildschirm in Echtzeit alles in 3D begutachtet. So wandert man von A nach B, spricht mit anderen Leuten und versucht, hinter allerlei Geheimnisse und Mysterien zu kommen. Im Grunde kann man bei Last Window nicht sterben machen, ausserdem verrät Hyde oftmals selbst, was als Nächstes zu tun ist. Und das Spiel bleibt stets in einer Art Warteschleife, bis bestimmte Aktionen ausgeführt oder Rätsel gelüftet worden.

Last Window - Das Geheimnis von Cape West
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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 23 Sep 2010 @ 17:16
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