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Retro Atari Classics: Review

  Nintendo Dual Screen 

Wer glaubt, dass es Videospiele erst seit Super Mario oder Tetris gibt, der ist vermutlich einfach nur zu jung oder hat einige Jahre verschlafen. Bereits viel früher gab es Spiele, bei denen 2 Striche und ein kleiner Punkt schon fast eine Revolution waren. Polygonfiguren gab es damals noch nicht, selbst Voxel wurden erst später erfunden. Nostalgiker werden es wissen: Damals war die Grafik noch egal, die einfache Beschäftigung mit der Materie hat für das Suchtgefühl gesorgt.

Das zehn in eins Programm

Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich bei den Retro Atari Classics um eine Ansammlung von alten Klassikern des Hauses. Konkret und in alphabetischer Reihenfolge wären das in diesem Fall die folgenden zehn Spiele: Asteroids, Breakout, Centipede, Gravitar, Lunar Lander, Missile Command, Pong, Sprint, Tempest, und Warlords. Entwickelt wurde diese Kollektion von Taniko, welche versucht haben die alten Klassiker mit ein paar neuen Grafiken aufzupeppen. Zu diesem Zweck wurden einige bekannte Graffitikünstler engagiert, deren optische Verschönerungen auf Wunsch im so genannten Remix Modus eingeschaltet werden können. Im Classic Modus sieht hingegen alles so aus, wie man es von damals gewohnt ist.

Doch auch ohne diesen Modus wird schnell klar, dass in diesem Fall kein Emulator am Werk ist. Anders als bei vielen anderen Retrospielen wurde hier alles neu für den Nintendo DS umgesetzt, was mal mehr und mal weniger geglückt ist. Am Auffälligsten ist natürlich die Anpassung an die Neuigkeiten des Dual Screen Systems, wobei an erster Stelle der Touchscreen steht. Dabei stellt sich nun einigen die Frage, inwiefern diese Neuerung denn nun zum Retro-Feeling der Spiele passt. Gehört zum Spielgefühl von damals nicht auch irgendwie die Steuerung, die dabei benutzt wurde? Hier wagt Atari einen Spagat, der die wirklichen Retro-Fans verscheuchen und moderne Zocker dank dem alten Gameplay abschrecken kann.

Die Steuerung ist in der Tat auch eines der grössten Probleme bei der Kollektion. Hier treffen Geschmacksfragen auf wirkliche Steuerungsprobleme. Für viele Spieler dürfte es ein Traum sein, dass Missile Command nun endlich perfekt gesteuert werden kann. Ihr müsst nur auf den entsprechenden Punkt des Touchscreens drücken und schon ist eure Abfangrakete unterwegs. Dadurch spart ihr viel Zeit, die sonst bei der Bewegung des Cursors draufging. Problematisch hingegen wird es nur, wenn ihr auch auf dem oberen Screen arbeiten wollt. Missile Command benutzt nämlich beide Bildschirme, so dass die Raketen bereits oben schon auftauchen. Da bekanntlich nur der untere Schirm berührungsempfindlich ist, müsst ihr durch Drücken der L Taste den Cursor ins obere Bild verfrachten und dann Pi mal Daumen auf den entsprechenden Fleck des unteren Bildes drücken.

Völlig sinnlos ist der Touchscreen hingegen bei Sprint, wobei dieser Titel generell fraglich ist in der Kollektion. Da hätte es vielleicht auch ein anderes Rennspiel von damals getan. Jedenfalls wird spätestens hier der Spieler schnell wieder auf das D-Pad des DS umsteigen und den Touchscreen in Ruhe lassen, einfach weil die Steuerung nicht wirklich befriedigend ist. Auch bei Asteroids konnte ich mich nur wenig mit der Steuerung über Touchscreen anfreunden. Zwar lässt sich das Schiff gut und schnell drehen, dabei aber gleichzeitig fliegen und schiessen ist viel umständlicher als es nötig wäre. Auch hier wird der Stift schnell hinten im DS versenkt und der Daumen auf das D-Pad gelegt.

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Admin am 02 Apr 2005 @ 16:46
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