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Rock Band 3: Review

  Nintendo Dual Screen 

Einmal auf der Bühne stehen, angehimmelt von Zigtausenden in einem Stadion im Flutlicht und mit einer Band im Hintergrund, die alles aus den riesigen Boxen am Bühnenrand holt. Ein Traum, ein Lebensziel für jeden, der Rockmusik liebt. Nur: Es bedarf vieler Jahre intensiven Trainings, schweisstreibenden Jam-Sessions und etlichen Konzertanläufen, bis man es vielleicht geschafft hat, sich von der Musik ernähren zu können. Von daher ist der Weg mit Rock Band 3 einfacher: Nintendo DS an, Modul rein, los geht's.

Rock around the clock

Die Idee hinter Rock Band 3 ist so alt wie das Musikspiel selbst: Im Takt zur Musik fliegen Noten auf euch zu und wollen im richtigen Moment erwischt werden. Was auf den grossen Konsolen mittels Plastikgitarre, Drums und Mikrofon funktioniert, wird auf dem DS über das Steuerkreuz und die Aktionsknöpfe bewerkstelligt. Wer die PSP-Version kennt, der weiss um die Besonderheit der Handheld-Portierungen: Statt nur eine Spur von Anfang bis Ende zu spielen, wechselt ihr per Schultertastendruck die Tonspur und seid somit Drummer, Gitarrist und Sänger in Personalunion. Durch viele hintereinander getroffene Noten steigt ein Punktemultiplikator und schraubt den Highscore in schwindelerregende Höhen. Habt ihr eine Note verpasst, sinkt der Multiplikator wieder - vergeigt ihr die Performance gnadenlos, werdet ihr ausgepfiffen und von der Bühne geschickt.

Was spassig klingt, könnte es wirklich sein - doch leider Gottes bewiesen die Entwickler bei der Songauswahl kein allzu glückliches Händchen. Tokio Hotel mit Humanoid? Geschenkt - schliesslich lockt sowas jüngere Semester an, die dann das Studio mitfinanzieren. Nachvollziehbar also. Aber der Rest? Joan Jett (I love Rock N' Roll)? Yes mit Roundabout, oder Crazy Train von Ozzy Osbourne? Einigermassen bekannt, ja, aber kein Vergleich zu anderen Track-Listen, zumal die anderen Künstler wie Faith No More, Phoenix, Foreigner und Whitesnake mit unbedeutenden Tracks ihrer langen Karriere auf dem Modul wiederzufinden sind. Die Favoriten des Testers sind Queens Bohemian Rhapsody und Paramore mit Misery Business. Aber selbst bei denen verging ihm die Freude.

Loudness?

Dass der DS kein Klangwunder sei, konnten Applikationen wie der KORG DS-10 widerlegen; Dass die meisten Entwickler sich trotzdem nicht um einen klaren, prägnanten Sound kümmern, hingegen nicht. Leider trifft das auch auf Rock Band 3 zu - an allen Ecken und Enden kratzt, knistert und rauscht es, während der Mix sehr unausgegoren ist. Zwar hört ihr die aktuelle Tonspur klar hervorgehoben, alle anderen sind aber so leise, dass ihr mit dem Rhythmus oft durcheinanderkommen dürftet.

Rock Band 3
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Daniel Wendorf


Daniel Wendorf am 14 Nov 2010 @ 15:42
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