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Sherlock Holmes DS: Review

  Nintendo Dual Screen 

Das plötzliche Verschwinden des Lord Montcalfe verschlägt Sherlock Holmes, den Opa aller Privatdetektive, in die Nintendo'sche Hosentaschenkonsole. Die vorangegangene PC-Version entlockte Kritikern ein müdes "so lala" - mal sehen, ob die Portierung überzeugender über den doppelten Bildschirm zu flimmern vermag.

Sherlock Holmes und das Geheimnis der Mumie startet mit einem ganz soliden Intro, welches uns schon mal mit einer Besonderheit des Spiels vertraut macht: Ganz untypisch für DS-Verhältnisse hat das Detektivspiel eine Sprachausgabe im Gepäck. Zwar gibt es lediglich eine englische Version. Die passt aber ohnehin am besten zu Sherlock (very british!), und wer mag, kann sich das Ganze multilingual untertiteln lassen. So weit, so gut - schade ist jedoch, dass die Sprachausgabe nur punktuell zum Einsatz kommt. Ausser den storyrelevanten Items ist fast nichts anklick- und erforschbar, was dem genretypischen Spielvergnügen nicht gerade zuträglich ist.

Aus Gründen der Diskretion seid ihr als Sherlock allein in der Villa Montcalfe unterwegs - auf Interaktion mit anderen Figuren muss also über weite Strecken verzichtet werden. Ihr sucht nach Hinweisen, wo der Hausbesitzer, passionierter Sammler ägyptischer Relikte, denn nun abgeblieben ist. Das grösste Hindernis hierbei, neben der arg verpixelten Präsentation, sind Türen. Viele verschlossene Türen. Die müssen natürlich aufgeschlossen werden, mit, ganz recht, Schlüsseln, die überall im Haus versteckt sind und in mühevoller Kleinarbeit aufgespürt werden müssen.

Hin und wieder wird die Schlüsselsuche mit eher spröden Kombinationsrätseln aufgelockert. Stures Sortieren von farblich zueinander passenden Büchern kann wohl niemanden mehr vom Sockel hauen. Dem einen oder anderen interessanten Ansatz geht rasant die Puste aus. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad der Rätsel keineswegs simpel - ihr müsst schon einiges an Zeit investieren, um dem paranoiden Fallensteller Montcalfe auf die Schliche zu kommen. Da die Schwierigkeit aber lediglich von den langen Such- und Laufwegen und nicht von der Komplexität der Rätsel selbst herrührt, steht zumeist Langeweile auf dem Gameplay-Programm.

Bei aufkommender Frustration kann lediglich die integrierte Spielhilfe Abhilfe schaffen, die zweifelsfrei clever und userfreundlich aufgebaut ist. Stück für Stück werden hier kleinere Tipps zum Weiterkommen gegeben, ohne gleich alles zu verraten und den ohnehin nur spärlich aufkommenden Spielspass völlig zu verderben.

Besonders enttäuschend ist die Art und Weise, wie lieblos hier mit dem Dreh- und Angelpunkt eines jeden Adventures, dem Inventar, umgegangen wurde.

Sherlock Holmes DS
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Alexandra Schulz

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Alexandra Schulz am 15 Jun 2009 @ 17:16
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