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Stratego Next Edition: Review

  Nintendo Dual Screen 

Es ist nicht einfach einzuschätzen, wie bekannt das Brettspiel Stratego eigentlich ist. Bei Schach müsste man sich keine Gedanken zu diesem Thema machen, aber hier sieht es etwas anders aus. Obwohl es weltweit über 17 Millionen Mal verkauft wurde, trifft man immer wieder auf Menschen, die noch nie etwas von diesem Spiel gehört haben. Wer sich zu dieser Gruppe zählt, macht seinen ersten Kontakt vielleicht auf dem Nintendo DS.

Stratego mit Schach zu vergleichen ist ein schwieriges Unterfangen, bei dem man dem einen oder anderen kräftig auf den Schlips treten könnte. Trotzdem hilft es dem Neuling unter Umständen dabei zu verstehen, um was es bei Stratego eigentlich geht, schliesslich stehen sich auch in diesem Brettspiel zwei Armeen direkt gegenüber. Statt der im Schach üblichen 64 gibt es bei diesem Spiel ganze 100 Felder, wobei acht nicht betreten werden können. Jede Armee besteht aus 40 Figuren, insgesamt also 80. Bereits zu Beginn sind somit vier Fünftel des ganzen Spielfeldes belegt. Stratego zwingt die Spieler dazu, die Konfrontation zu suchen und schickt diese in eine Schlacht, bei der Figuren mit einem höheren Rang die mit dem niedrigeren schlagen. Pikant: Zu Beginn sind die Ränge der Figuren verdeckt. Erst wenn eine Figur auf eine andere trifft wird die Stärke preisgegeben. Die Schwächere wird aus dem Spiel entfernt.

In abwechselnden Zügen bewegen sich die Spieler mit ihren Figuren aufeinander zu und fragen nach den jeweiligen Rängen. Ziel des Spiels ist es, die Fahne des Gegners aufzudecken, oder dessen Armee komplett zu vernichten. Die wichtigsten strategischen Überlegungen finden also bereits vor dem eigentlichen Spiel statt. Wo soll die Fahne positioniert werden? Umgebe ich sie mit Minen oder mit starken Figuren? Lasse ich die Fahne unbewacht und platziere Minen mitten im Feld zur Ablenkung? Welche Figuren möchte ich opfern und welche möchte ich schützen. An welcher Stelle positioniere ich meine stärkste Figur, den Feldmarschall? Wo kommt der Spion hin, der als einzige Figur den Feldmarschall schlagen kann, aber ansonsten zu wenig zu gebrauchen ist?

Weil man eben zu Beginn überhaupt keine Ahnung hat, welche Strategie der Gegner fahren wird, ist es schlussendlich auch immer eine gewisse Glücksache, auf welche Figuren man trifft. Meist beginnt sich dies aber im Verlauf des Spiels etwas auszugleichen. Man merkt schnell, ob der Gegner seine starken Figuren im vorderen Feld oder ganz hinten positioniert hat. Mit jedem Spielzug sammelt man Informationen und sollte dementsprechend sein Spiel anpassen. Gerade die Minen muss man umgehen oder sie mit den ansonsten schwachen Mineuren entschärfen. Neben den bereits erwähnten Figuren mit Sonderaufgaben, wären da auch noch die Aufklärer. Sie dürfen sich als einzige über mehr als ein Feld bewegen, verraten ihren Rang dementsprechend aber sofort. Alle anderen Figuren unterscheiden sich ganz einfach durch ihren Rang. Im Verlauf des Spiels lichten sich die Reihen, die gegnerischen Steine sind langsam bekannt und wenn sich in der hinteren Ecke einfach nie ein Stein bewegt, ist auch klar, wo sich die Fahne befindet.

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Severin Auer

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Severin Auer am 01 Aug 2008 @ 14:12
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