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Nintendo DSi: XL Hardware Test

  Nintendo Dual Screen 

2009 war das Jahr der Designanpassungen. Während Sony mit der PSP Go! einen deutlicheren Schritt nach vorne gewagt und das PSP-Design kräftig über den Haufen geworfen hat, stand bei Nintendo das Motto "Je kleiner, desto besser" im Vordergrund. Der neue Nintendo DSi ist kleiner und weniger wuchtig als noch der NDS oder der NDS Lite, dafür fehlt ein Schacht für ältere GameBoy Advance-Spiele. Mit dem Nintendo DSi XL folgt in diesem Jahr eine revidierte Fassung des im letzten Jahr veröffentlichten Modells. Dieses Mal heisst es: Je gigantischer, desto besser!

Mittlerweile sind die zahlreichen Handhelds von Nintendo zu einer ganzen Familie herangewachsen. Während der NDS Lite oder der DSi eher für Kinderhände gedacht sind, ärgerten sich erwachsene Spieler des Öfteren über schlecht erreichbare Tasten und viel zu kleine Bildschirme. Diesen Missstand versucht Nintendo nun mit dem DSi XL zu beheben. Das neue Modell kommt wesentlich eleganter daher und bietet vor allen Dingen viel Platz. Mit einer Bildschirmgrösse von 10,7 cm erfolgt eine Steigerung von 93% gegenüber dem NDS Lite. Somit lassen sich auch kleinste Schriften auf dem Display sehr gut ablesen. Zwar bleibt die native Auflösung gleich, trotzdem wirkt das Bild weder grossartig verwaschen noch grobkörnig, wenngleich aber eben auch nicht knackig scharf.

Sämtliche Tasten sind bei dem neuen DSi XL wie beim kleineren Bruder - dem DSi - gleich angeordnet, lediglich die Abstände haben sich ein wenig vergrössert. Spieler mit kleinen Händen werden Probleme haben, um insbesondere ohne Verrenkungen die vorderen Schultertasten zu erreichen. Erwachsene Spieler hingegen freuen sich endlich auf ein unverkrampftes Spielvergnügen auch nach längeren Spielstunden. Für grössere Hände wurde auch der Eingabestift ein wenig überarbeitet, freundlicherweise liefert Nintendo gleich ein neues und ein altes Exemplar mit. Der bereits vom DSi bekannte Stift lässt sich auch beim XL ins Gehäuse einschieben. Ein weiterer Bedienstift, der eher einem normalen Kugelschreiber ähnelt, muss ausserhalb der Konsole aufbewahrt werden. Dieser wirkt zweifelsfrei weniger zerbrechlich und liegt bei älteren Spielern deutlich besser in der Hand.

Nintendo DSi Bild
Die Frage nach der Hosentaschentauglichkeit kann ganz einfach beantwortet werden: Während der DSi in so gut wie jeder Jeans verschwinden kann, bringt der DSi XL jede Jacken- oder Hosentasche zum Platzen. Die beiden erweiterten Displays beanspruchen selbstverständlich Platz, welchen Nintendo ihnen mit einem grösseren Gehäuse spendiert. 16 x 9 x 2 cm lassen sich nicht so einfach vor neugierigen Blicken verbergen. Auch das Gewicht fällt mit 313 Gramm gegenüber dem DSi mit 215 Gramm deutlicher höher aus. Wahrlich ein XL-Gerät. Dafür hat Nintendo auch gleich einen XL-Akku verbaut, der mit 1050 mAh für zahlreiche Stunden kontinuierlichen Spielens sorgt. Zwar verbrauchen die beiden grösseren und kontrastreichen Displays ein wenig mehr Strom als der DSi, nichtsdestotrotz machen sich die zusätzlichen 210 mAh des XL deutlich bemerkbar. Genaue Angaben zur Laufzeit sind allerdings immer schwierig, hängt der Akkuverbrauch doch oft stark von der individuellen Nutzung ab.

In knallbunten Farben lässt sich der XL - zumindest derzeit - nicht erwerben. Wer vor dem Kauf steht, der hat die Qual der Wahl zwischen Bordeauxrot und Dunkelbraun. Beide Farben wirken dezent und sind eher für den erwachsenen Spieler gedacht. Die aufklappbare Oberfläche des XL ist mit einer leicht spiegelnden Schutzschicht überzogen, die einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Leider ist sie, wie auch die Displays, ein Magnet für Fingerabdrücke aller Art, so dass der XL öfters mit einem Mikrofasertuch geputzt werden sollte. Die restliche Hardware-Ausstattung bleibt gleich. Egal, ob die beiden Kameras, der RAM-Speicher oder der SD-Karten- und Modul-Slot, hier weicht Nintendo nicht von der Ausstattung des DSi ab. Ebenfalls befindet sich ein Wireless-Anschluss an Bord, mit welchem ihr via WLAN Mehrspielerpartien oder im DSi-Shop neue Produkte herunterladen könnt. Standardmässig bietet der XL auch einen eingebauten Webbrowser, der auf dem Opera Mobile 9.5 basiert. Dieser bedarf allerdings einer dringenden Überarbeitung, Geschwindigkeit gehört nicht zu seinen Stärken. Auch bei neuartigen Inhalten, beispielsweise Flash, verweigert er seinen Dienst. Des Weiteren wird das XL-Verkaufsgerät mit den üblichen Bild- und Tonbearbeitungsprogrammen ausgeliefert und bekam obendrein noch ein 6-in-1-Wörterbuch sowie eine Demo von Gehirn Jogging spendiert, in welcher ihr Wortspiele lösen müsst.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 30 Mrz 2010 @ 09:04
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