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Ankh: Preview

Personal Computer 
Hersteller: Rebel Games
Publisher: bhv Software
Genre: Adventure und Rollenspiel: Adventure
Deck 13 legt derzeit letzte Hand am Adventure-Projekt Ankh an, das im Oktober erscheinen soll. Die Frankfurter Firma will mit hübscher 3D-Grafik, Monkey Island typischem Humor und logischen Rätsel bei den Adventure-Fans punkten. Wir konnten uns anhand einer Beta-Version einen ersten Eindruck verschaffen.

Verflucht nochmal!

Assil, der Sohn eines ägyptischen Architekten, konnte es nicht lassen und stieg in eine Pyramide ein, um dort mit seinen Freunden eine Party feiern. Unglücklicherweise störte er die Ruhe eines mumifizierten Pharaos und wurde prompt von ihm verflucht. Wieder zu Hause angelangt, verdonnerte ihn sein Vater zu zwei Wochen Hausarrest und schickte ihn ins Haus.

Ab da übernehmen wir die Geschicke Assils und machen uns mit der Steuerung vertraut, die komplett über die Maus abgewickelt wird. Mit einem Linksklick untersuchen wir Objekte in der Umgebung, während wir mit einem Rechtsklick zum Beispiel Schränke öffnen, Gegenstände aufnehmen oder manipulieren und Personen ansprechen. Mit einem Doppelklick können wir Assil zum Rennen bewegen, um Zielorte schneller erreichen zu können. Bei Ausgängen verwandelt sich der Cursor in ein entsprechendes Symbol.

Die Grafik wird wie in The Westerner komplett in Echtzeit berechnet und sieht sehr schick und comichaft aus. Auch die Charaktere machen dank ordentlicher Animationen und glaubwürdiger Mimik einiges her. Das Inventar ist transparent und ständig sichtbar am oberen Bildschirmrand. Etwas suboptimal sind derzeit noch manche Kameraperspektiven, die automatisch vom Programm geschaltet werden. An bestimmten Stellen ist es nicht direkt ersichtlich, ob es weitergeht. So sahen wir zum Beispiel in einer Marktgasse, die einige Bildschirme breit ist und sanft mitscrollt, erst auf den zweiten Blick eine Treppe am Ende, die nach oben führt. Hier würden Schilder oder Pfeile sicherlich Abhilfe schaffen.

Die Rätsel, die wir bisher erleben durften, waren durchweg logisch aufgebaut und witzig in Szene gesetzt, was auch an den abgedrehten Charakteren liegt. Da wäre beispielsweise der glatzköpfige Schneider, der aufgrund einer dicken Brille alles unscharf sieht und gerne Männlein und Weiblein verwechselt. Oder die alte Dame auf dem Marktplatz, deren Handtasche wir erlangen, indem wir ihr vorgaukeln, von der Tierschutzbehörde zu sein. Witzig auch die beiden Meuchelmörder vor Assils Haus, die auf ein Opfer warten und unsere einzige Silbermünze stibitzen. Die Münze wiederum erhalten wir zurück, indem wir den naiven Typen etwas zu essen besorgen - vorzugsweise einen Fischburger mit vergammelten Inhalt.

Auch die Multiple-Choice-Dialoge sprühen nur so vor Ironie und Sarkasmus. Da wäre zum einen die Diskussion mit einem Sklavenhändler über Menschenrechte. Zum anderen der Dialog mit oben genannten Meuchelmördern über Sackgassen und Todesfallen in diesem Adventure, die es natürlich nicht gibt. Jeder Charakter wird von bekannten, sehr professionellen und passenden Synchronsprechern vertont. Auch die orientalische, dezente Musikuntermalung kann bereits überzeugen.

Ankh
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Daniel Boll


Ankh


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Daniel Boll am 02 Okt 2005 @ 16:47
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