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Call of Cthulhu (Cyanide): First Look

Personal Computer 
Hersteller: Cyanide
Publisher: Focus Home Interactive
Genre: Adventure und Rollenspiel: Rollenspiel
Auf der gamescom haben wir in den alles verschlingenden Abgrund des großen Alten geblickt: Cthulhu. Doch es ist nicht leicht, diesen Schrecken einzufangen. Konnte der Ersteindruck von Call of Cthulhu überzeugen? Das erfahren nur die Wagemutigsten, die sich trauen, den Artikel zu lesen.

Der große Alte ruft

Horrorspiele sind so beliebt wie eh und je. Nur logisch erscheint es da, ein Spiel zu entwickeln, welches sich in das Universum des Horrorgroßmeisters H.P. Lovecraft wagt. Denn kaum ein Autor verstand sich so gut darauf, den Horror durch die unterschwellige, nicht greifbare Bedrohung durch das Ungewisse zu vermitteln und es seinen Lesern eiskalt den Rücken runterlaufen zu lassen, wenn die Protagonisten wieder einmal wahnsinnig werden beim Anblick des Unbegreifbaren. Doch mit großer Macht kommt auch große Verantwortung. Wer sich die Mächte und den Terror des großen Alten zunutze machen möchte, muss viel geben, um ein Werk zu erschaffen, das seiner würdig ist. Focus Interactive gelang dies im ersten Eindruck leider nicht.

In Call of Cthulhu stellen wir als Detektiv in einer kleinen Fischerstadt namens Darkwater Untersuchungen an, um das Schicksal der Familie Hawkins aufzuklären, und decken dabei nach und nach die dunklen Geheimnisse der verschlossenen Stadtbewohner auf. So laufen wir also durch die Stadt, sprechen mit deren Bewohnern und suchen nach Hinweisen. Um unsere Suche etwas erfolgreicher zu gestalten, können wir vier verschiedene passive Fähigkeiten ausbilden: "Social", "Physical", "Knowledge" und "Profession". Je höher diese Werte sind, desto mehr Informationen können wir erlangen und auch in Dialogen und Kämpfen die Oberhand behalten. Letztere gibt es zwar, jedoch sind diese geskriptet und laufen passiv ab. Der Sieger wird durch das Vergleichen des Physical-Skills ermittelt.

https://www.youtube.com/watch?v=Va7Zmu1dd1E

Wie eingangs schon erwähnt, tritt man in sehr große Fußstapfen, wenn man versucht, der Erzählgewalt eines H.P. Lovecraft nahezukommen. In der halbstündigen Präsentation, die wir gesehen haben, konnten wir davon nicht sehr viel erkennen. Die Dialoge erschienen uns sehr steif, und auch die Atmosphäre des Ortes konnte uns nicht so richtig packen. Am Ende der Präsentation gab es noch einen kleinen "Horrormoment", welcher sich allerdings eines für Lovecraft sehr untypischen Stilmittels bediente: dem Jumpscare. Es bleibt nur zu hoffen, dass Focus Interactive bei der Auswahl der Präsentation eine Fehlentscheidung getroffen hat und dieser Moment nicht repräsentativ für das gesamte Spiel steht. Denn sollte dies der Fall sein, haben die Entwickler ganz klar an der Idee des Cthulhu-Mythos vorbei gearbeitet.

Etwas zu hoffen lässt die Sanity-Mechanik. Diese soll angeben, wie sehr der Protagonist dem Wahnsinn anheim gefallen ist. Ein Zustand, der über kurz oder lang jeden Lovecraft-Charakter ereilt. So soll es auch nicht möglich sein, diesen Wert wiederherzustellen oder den Verfall zu stoppen, sondern lediglich zeitweise zu verlangsamen. Je nachdem wie wahnsinnig unser Privatdetektiv am Ende ist, wird dies auch das Finale des Spiels beeinflussen. Mit 12 bis 15 Stunden Spielzeit hat der Titel eine beachtliche Größe. Diese soll sich unter anderem durch verschiedene Herangehensweisen an Probleme und Aufgaben ausdrücken. Wie viele alternative Wege es jedoch tatsächlich im Spiel gibt, bleibt abzuwarten.

Zu guter Letzt muss auch noch etwas zur technischen Seite des Spiels gesagt werden. Diese war nämlich in jeglicher Hinsicht unterwältigend. Die Grafik hat stellenweise an die gute, alte Xbox-360-Zeit erinnert, und auch die Animationen waren sehr steif. Geradezu verwunderlich waren die zum Teil starken Ruckler während der Präsentation.

Call of Cthulhu (Cyanide)
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Jakob Gustavs


Call-of-Cthulhu-(Cyanide)


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Jakob Gustavs am 29 Aug 2017 @ 11:58
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