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Call of Juarez: Preview

Personal Computer 
Hersteller: Techland
Publisher: Ubisoft
Genre: Action: 3D-Shooter
Ego-Shooter - es gibt deren viele und wenn man gezwungen wäre, die Highlights dieses Genres aufzuzählen, es wären hochkarätige Namen dabei. Man denke an die Half-Life-Titel, die Call of Duty-Reihe, Doom 3, Rainbow Six und Konsorten. Dabei fällt auf, dass der Grossteil des Genres sich auf die Szenarien Zweiter Weltkrieg oder Science-Fiction beschränkt. Besonders stiefmütterlich behandelt fühlen dürften sich aber Fans der Filme 12 Uhr Mittags oder Spiel mir das Lied vom Tod. Denn Western-Shooter sind rar gesät. Versucht man sich zu erinnern, denkt man unweigerlich an das neuere Gun oder LucasArts' zehn Jahre alten Klassiker Outlaws. Krampfhafte Versuche wie Ataris zwei Jahre altes Dead Man's Hand oder die ausser Konkurrenz laufenden Action-Einlagen in Desperados 2 sorgen nur für müdes Schulterzucken.

Die lieben Entwickler von Techland sind es, die für Abhilfe sorgen wollen. War man in Chrome noch in futuristischen Landschaften und in Xpand Rally in einem völlig anderen Genre unterwegs, schrauben die polnischen Spielemacher derzeit am Western-Shooter Call of Juarez. Der soll im Spätsommer erscheinen und alle Wild-West-Fans glücklich stimmen. Wir durften uns eine frühe Vorab-Fassung anschauen und einige ausgewählte Levels unsicher machen. Und wir können jetzt schon sagen: der Titel ist auf dem besten Weg.


Spiel mir das Lied vom Colt

Wir beginnen unseren Streifzug durch die Vorabfassung von Call of Juarez mit einem Ladebildschirm. Oh weh, Ernüchterung. Der spielvorbereitende Bildschirm verharrt tatsächlich unheimlich lange auf dem Monitor. Nun gut, das gibt uns immerhin die Zeit, uns die englisch eingesprochene Lebensgeschichte von Klein-Billy anzuhören, der nach zwei Jahren im Irgendwo aus Sorge um seine Mutter in seine Heimatstadt, das kleine Nest Hope, zurückkehrt. Bevor wir allerdings die Kleinstadt erreichen, die wir von einer entfernten Klippe bereits kurz betrachten durften, erwartet uns ein Stealth-Tutorial. So so, der junge Billy hat es scheinbar nicht so mit der direkten Konfrontation. Immerhin schleichen wir in seiner Haut gerade vorsichtig im Rücken eines kauzigen alten Famers über dessen Grundstück, um uns eine gut versteckte Waffe samt Munition anzueignen. Nachdem wir eine Kiste verschoben und uns damit den Weg aufs Dach gebahnt haben, ist der Colt unser und der schrullige Farmer hat urplötzlich auch nichts mehr dagegen, dass wir seine Farm auf der Durchreise kurz betreten. Dabei erinnerte uns die Kistenkraxelei doch stark an die Flucht aus dem Bahnhof zu Beginn von Half-Life 2.

Der Fussmarsch geht weiter. Nach ein, zwei Wegbiegungen und einer langen Ladepause - seufz - erblicken wir vor uns das kleine Rattennest Hope. Die herzliche Begrüssung durch den Sheriff, der Billy dumm anmault und ihn seines neuen Colts erleichtert, bleibt nicht aus und nur wenige Spielminuten später finden wir uns in grossen Schwierigkeiten wieder. Wahrscheinlich war es doch nicht so günstig, die Dienste der ortsansässigen Freudenhaus-Dame in Anspruch zu nehmen, ohne auch nur einen Dollar in der Tasche zu haben. Und das, obwohl Billy nach ihren Worten ganz schön gross geworden ist.

Amen, Bruder, die Luft ist bleihaltig

Szenenwechsel, denn die Situation mit Billy wird uns zu heiss. Wir hüpfen kurz ins zweite Kapitel - ja, als Redakteur mit einer tollen Vorabfassung kann man das so einfach - und werden das Gefühl nicht los, rapide gealtert zu sein. Wir finden uns in einer Kirche wieder, sehen die aufgeschlagene Bibel vor uns und blicken in die skeptischen Gesichter unserer Mitbürger, die für unsere Predigt scheinbar nicht viel übrig haben. Ja, auch im Wilden Westen wäre Pfarrer Fliege schon abgesetzt worden und vermutlich würde es Reverend Ray, so der Name des zweiten spielbaren Charakters in Call of Juarez, nicht anders gehen, würde sein Gottesdienst nicht völlig unerwartet unterbrochen werden. Schüsse auf der Farm des Bruders? Na hoppla, da wird der Ego-Shooter schnell zum Jump and Run, denn als Reverend Ray müssen wir nun eilig aus der kleinen Kapelle zur Farm unseres Bruder spurten, und das mit der tickenden Uhr im Nacken. Und obwohl wir das recht grosszügig bemessene Zeitfenster nicht einmal annähernd aufbrauchen, sind wir zu spät. Bei der Ankunft auf der Farm sehen wir Flammen durch das Dach schlagen. Rays Bruder und seine Gattin liegen leblos und blutüberströmt am Boden, an der Wand prangen die blutigen Worte "Call of Juarez" und um die Ecke rennt uns der vermeintliche Täter fast in die Arme. Es ist ... Billy? Es folgt eine hektische Verfolgungsjagd per pedes durch die brennende Scheune und das felsige Umland, ehe uns Billy durch eine List entwischt. War wirklich Billy der Mörder? Was hat das alles mit dem verfluchten Gold von Juarez zu tun? Fragen über Fragen, die sich nicht in der nächsten Folge der Schwarzwaldklinik beantworten, sondern sich erst im Laufe des Spiels nach und nach erschliessen und auch uns erst einmal verborgen blieben. Spannend ist aber die Tatsache, dass wir im weiteren Spielverlauf immer wieder einen Rollentausch absolvieren und die Geschichte so aus zwei Perspektiven erleben dürfen.

Call of Juarez
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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 27 Jun 2006 @ 12:59
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