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Deponia: Preview

Personal Computer 
Hersteller: Daedalic Entertainment
Publisher: Daedalic Entertainment
Genre: Adventure und Rollenspiel: Adventure
Daedalic Entertainment lässt am 17. Januar 2012 sein neuestes Werk Deponia auf die Zockergemeinde los und bezeichnet es wegen der Thematik selbstironisch als Müll-Adventure. Dass uns mit dem Spiel aber keinesfalls Neujahrsmüll ins Haus steht, konnten wir anhand einer umfassenden Vorschauversion bereits verifizieren.

Wieso Müll-Adventure? Weil die Handlung auf dem namensgebenden Planeten Deponia angesiedelt ist - einer gigantischen globalen Müllhalde. Und der junge Held Rufus hat die Schnauze voll vom stinkenden Umfeld. Er will dort raus. Hoch hinaus, sozusagen. Die gut betuchte Bürgerschaft lebt nämlich in der schwebenden Metropole Elysium, deren Regierung den Abfall der Oberschicht heimlich auf Deponia entsorgt. Ein Skandal, der im Verlauf der Geschichte vielleicht noch aufgedeckt wird. Aber zunächst mal müssen wir Rufus dabei helfen, auf geradezu abenteuerliche Weise in die höheren Sphären zu gelangen. Okay, eigentlich total lebensmüde, hat er sich doch aus diversen Schrottteilen eine Kapsel gebaut, in der er sich mit Hilfe einer Rakete in den Himmel schiessen lassen möchte. Vor dieser halsbrecherischen Aktion müssen wir jedoch erst mal seinen Koffer packen und einige Gegenstände in seiner verdreckten Wohngemeinschaft zusammensuchen.

Die Grundzutaten für ein gelungenes Adventure sind vorhanden: Eine simple Maussteuerung, so weit sehr logische Rätsel und eine liebevoll handgezeichnete Comicgrafik. Dabei ist unsere Vorschauversion noch eine ziemliche Baustelle. Manche Animationen und Soundeffekte fehlen oder wurden mit unschönen Platzhaltern ersetzt. Hoffentlich gehören die nervigen dumpfen Schrittgeräusche von Rufus dazu. Auch wird die deutsche Sprachausgabe noch nicht vollends lippensynchron wiedergegeben. Alles Dinge, die wahrscheinlich in der fertigen Version behoben sein werden. So gar nicht anfreunden konnten wir uns während der Anspielphase mit so mancher übertrieben schräger Charakterstimme, allen voran jener von Rufus. Klar, das ganze Spiel ist comichaft überzeichnet, was sich auch in einigen witzigen Gesichtsanimationen widerspiegelt. Aber eine derart nervtötende Stimmlage macht stundenlanges Rätseln zur Geduldsprobe. Sehr gewöhnungsbedürftig.

Die Abfallthematik sorgt dafür für einige Lacher. So ist der Wohnbereich von Rufus derart verkeimt, dass seine Zahnbürste lebendig wird und vor ihm wegläuft. An sauberes Trinkwasser ist natürlich gar nicht zu denken, weshalb es einige Hilfsmittel erfordert, um ein paar dreckige Socken zu waschen. Später treffen wir auf eine Elysium-Bewohnerin namens Goal, die den Abfallskandal der Regierung publik machen will und kurzerhand von ein paar Agenten unsanft nach Deponia verbannt wird. Von der dortigen Gemeindeverwaltung wird sie wie eine Göttin empfangen und erst mal von der Öffentlichkeit ferngehalten. Ein Wettbewerb im Rathaus soll entscheiden, welcher Bürger Goal "gefunden" hat und sie behalten darf. Rufus ist leider etwas spät dran und muss sich mit unlauteren Methoden einen Vorteil verschaffen. Skurrile Gestalten sind vor Ort, darunter Sekretärin Lotti, die mit Bartstoppeln und tiefer Grummelstimme ein paar geschlechtsspezifische Zweifel aufkeimen lässt.

Beim Herumhantieren mit Gegenständen ist uns das Vollbildinventar noch etwas zu unhandlich gelöst. Schöner wäre eine klassische (ausblendbare) Inventarleiste am oberen oder unteren Bildschirmrand. Ein Lichtblick: Die fertige Version soll Objektauswahl via Mausrad ermöglichen, was den Umweg über das massige Inventar in den meisten Fällen vermeiden dürfte. Hoffentlich gönnt Daedalic Entertainment dem Helden auch noch ein paar mehr Monologe. Wenn wir etwa mehrmals einen Seitenschneider auf einen verschlossenen Verbandskasten anwenden, möchten wir nicht ständig dieselbe Phrase, sondern abwechslungsreiche, freche Kommentare hören. Edna Bricht Aus aus gleichem Hause hat doch vorgemacht, wie es geht.

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Daniel Boll




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Daniel Boll am 30 Dez 2011 @ 00:01
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