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Future Wars: First Look

Personal Computer 
Hersteller: Radon Labs
Publisher: Headup Games
Genre: Strategie: Runden-Strategie
Waren vor einigen Jahren noch Rundenstrategiespiele in aller Munde, erscheinen heutzutage kaum noch Vertreter dieser Gattung. Mit Future Wars steht Ende März ein Titel an, der für frischen Wind sorgen soll. Doch anstatt auf eine ellenlange Feature-Liste zu setzen, will der Dürener Publisher Headup Games das Genre zu seinen alten Stärken zurückführen. Als Partner hat man sich Rollenspielexperte Radon Labs ins Boot geholt. Ob der Wiederbelebungsversuch gelingt?

Früher war alles so einfach: Zwei verfeindete Parteien trafen aufeinander, es kam zum Krieg. Zug um Zug wurden Einheiten versetzt, Gebäude eingenommen und Raketen abgefeuert. All dies basierte auf dem damals üblichen Schere-Stein-Prinzip. Panzer eigneten sich hervorragend, um grossen Schaden anzurichten, während Infanterieeinheiten schnell vorrücken und gegnerisches Terrain erobern konnten. In genau diese Kerbe schlägt auch Future Wars, welches sich zum Ziel gesetzt hat, das Strategiegenre zu alten Tugenden zurückzuführen.

Mit insgesamt elf Einheiten pro Team bietet der Titel eine überschaubare Anzahl an Einsatzkräften, die ihr gegen Credits im Spiel erwerben könnt. Pro Karte streiten sich immer zwei Parteien um die Vorherrschaft. Neben einer Kampagne mit sechszehn Missionen bietet Future Wars einen Gefechtsmodus gegen die KI sowie einen Mehrspielermodus, wahlweise zu zweit an einem Rechner oder aber per E-Mail, so dass der unschlagbare Vorteil des zeitverzögerten Spielens zum Tragen kommt und ihr nicht permanent bis zum Ende einer Schlacht online bleiben müsst.

Zu Beginn eines jeden Gefechts werdet ihr mit einem Basislager sowie einigen Einheiten ausgerüstet. Jede Einheit besitzt dabei gewisse Attribute wie etwa Bewegungsfähigkeit und Feuerkraft, die fix vom Spiel vorgegeben und nicht durch Upgrades verbessert werden können. So lernt ihr relativ schnell, welche Truppen ihr am besten für einen bestimmten Zweck einsetzen könnt. Dadurch könnt ihr zudem die Stärke eures Kontrahenten einschätzen, einen Nebel des Krieges gibt es selbstverständlich nicht. Pro Spielrunde besitzt jede Einheit eine gewisse Anzahl an Bewegungspunkten, die ausgegeben werden können. Da das Spielfeld in Hexfelder eingeteilt ist, entscheidet das Terrain, wie viele Bewegungspunkte für die Überquerung eines Hexfeldes notwendig sind. Steine, Bäume oder Flüsse sind für einige Truppen nur schlecht oder gar nicht passierbar, während andere Truppenverbände beispielsweise in Geröllhaufen ausgezeichnete Deckung finden. Strassen hingegen sind von fast allen Einheiten benutzbar und eignen sich hervorragend, um in einer Runde schnell viele Hexfelder zurückzulegen.

Bevor ihr den Gegner angreift, solltet ihr euch wohl überlegen, ob sich dieser Erstschlag auch lohnt. Wer das Schere-Stein-Prinzip verinnerlicht, der hat bereits die halbe Miete kassiert. So gibt es für jeden Typ einen entsprechenden Gegenspieler. Es macht wenig Sinn, mit Infanterieeinheiten Panzer oder die mobile Artillerie anzugreifen, da sie nur wenig Schaden anrichten. Einmal bewegte Einheiten lassen sich übrigens in einer Runde wieder auf ihren Ursprung zurücksetzen, Angriffe sind aber immer endgültig und lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Neues Geld erhaltet ihr durch die Einnahme von feindlichen oder neutralen Städten, die überall auf einer Karte verteilt liegen. Diese lassen sich mit Infanterietruppen in einigen Spielzügen annektieren. Einmal in Besitz genommen, werden in Städten nicht nur Fahrzeuge repariert, sondern es wird auch Kapital produziert, welches ihr in eurer Fabrik wiederum für neues Kriegsgerät in Form von Panzern, mobiler Artillerie und Hubschraubern ausgeben könnt.

Auch wenn Future Wars sicherlich nicht mit der modernsten Grafik-Engine mithalten kann, versprüht es seinen eigenen Charme. Die Einheiten wurden liebevoll animiert, zudem gibt es gewaltige Explosionen zu bestaunen. Insgesamt lässt sich die Engine als zweckmässig beschreiben, ermöglicht sie doch auch Mehrspielerpartien auf schwächeren PCs oder Notebooks. Wer mag, der kann im Fenster spielen. Im Play-by-Mail-Modus könnt ihr gegen einen menschlichen Spieler antreten, Spielstände werden dann einfach per Messenger oder E-Mail am Ende einer jeden Runde ausgetauscht. Die Engine und die Spielmechanik sollen schnell anpassbar sein, so dass sich in wenigen Sekunden neue Mods erstellen lassen. Auch ein Karteneditor wird in der finalen Version mitgeliefert.

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Alexander Boedeker


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Alexander Boedeker am 03 Mrz 2010 @ 08:22
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