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Guild Wars 2: Preview

Personal Computer 
Hersteller: ArenaNet
Publisher: NCsoft
Genre: Adventure und Rollenspiel: MMORPG
Guild Wars wanderte sieben Millionen Mal über die Ladentheke - nicht schlecht für ein Online-Rollenspiel, das verbittert gegen den grossen Konkurrenten World of Warcraft ankämpft. Und die Chancen, den greisen König vom MMO-Thron zu stossen, stehen besser denn je: World of Warcraft hat seinen Zenit bereits hinter sich gelassen - und ArenaNet hat mit Guild Wars 2 ein verdammt heisses Eisen im Feuer.

Was Guild Wars 2 alles anders macht als der Vorgänger - oder überhaupt im Vergleich zu anderen MMORPGS -, lest ihr in unserem ausführlichen gamescom-Bericht vom letzten Jahr. Diesmal durften wir ein Auge auf die Klasse des Ingenieurs werfen, der Feinde mit seiner Flinte aufs Korn nimmt und unterstützende Geschütze bastelt. Ausserdem bekamen wir endlich einen Einblick in den High-Level-Content. Immerhin wächst unser Charakter nun auf Stufe 80 - das ist das Vierfache der Erfahrungsgrenze des Vorgängers.

Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg. Zwar wandern auch fürs Wiederbeleben von Mitspielern Erfahrungspunkte auf unser Konto, das allerdings nur häppchenweise. Generell haben wir den Eindruck, dass sich die Leiste am unteren Bildschirmrand sehr träge füllt - selbst wenn wir in einem der zahlreichen Events gigantische Kreaturen aus den Latschen kloppen. Flinke Naturen, die stets neuen Zaubern und Angriffsmustern entgegenfiebern, dürften hier etwas abgebremst werden.

In Guild Wars 2 reisen wir nicht mehr zum Trainer, der uns dann mit frischen Fertigkeiten segnet. Das Motto lautet vielmehr "Lernen durch Benutzen". Verballert unser Ingenieur etwa bevorzugt eine Ladung Schrot, verbessert er sich eben im Fernkampf. Das gleiche Prinzip gilt für Nahangriffe und Zauber - so stellen die Entwickler sicher, dass jeder nur über die Fähigkeiten verfügt, die er auch einzusetzen weiss.

Guild Wars 2 Bild
Einige Attacken wirken sich zudem auf die Umwelt aus. So beginnt ein abgeschossener Pfeil zu lodern, wenn er mit Feuer in Berührung kommt. Und unter Wasser spendiert uns das Spiel gar gänzlich neue Manöver. Weil es langweilig ist, nur mit begrenzter Luftzufuhr tauchen zu können, besitzt jeder Charakter in Guild Wars 2 eine Atemmaske, dank der wir ganze Unterwasserwelten erforschen können. Das soll sich lohnen, immerhin warten im kühlen Nass ungeahnte Schätze, aber auch böse Viecher. Interessantes Detail: Im flüssigen Element passt sich unsere Skill-Leiste dem Terrain an. Fortan stehen Rempel- und Würgattacken sowie andere explizite Tauchangriffe zur Verfügung.

Als wären die dynamischen Events und Offensivmöglichkeiten nicht genug, werden wir im Spieler-gegen-Spieler-Modus (PvP) Zeuge zerstörbarer Umgebungsobjekte. Zersplitterte Fenster dienen als Abkürzung durch ein verwinkeltes Burgareal - und mit stationierten Katapulten bringen wir die Fassade zum Einsturz. Das macht schon jetzt einen spannenderen Eindruck als die müden WoW-Keilereien, zumal die Entwickler Massenschlachten à la Server gegen Server nicht ausschliessen.

Die bereits angesprochenen Geschützstellungen kommen auch bei gigantischen Bossevents zum Einsatz, in diesem Fall gegen Tequatl the Sunless, einem epischen Drachen und furchteinflössenden Gegner. Auf dem Schlachtfeld haben sich bereits zahlreiche Spieler jenseits Stufe 58 versammelt. Überall befinden sich Maschinengewehre und andere Stationen, zum Beispiel von einem Ingenieur wie dem unseren errichtet, um der Bestie Einhalt zu gebieten. Die Kreatur kreischt wütend und röchelt ihren Sabber durch die Nasenlöcher. Nun ist Teamwork gefragt. Während unsere Kumpanen die aus der Erde spriessenden Knochenwände malträtieren, schwingen wir uns hinter das Visier einer mächtigen Kanone, denn nur mithilfe dieser Waffe können wir Tequatl the Sunless bezwingen. Die Strategie funktioniert, und der Drache bläst blutrote Luftschwaden aus seinen Lungen. Als er sich allmählich auflöst, kommt eine geräumige Schatztruhe zum Vorschein, auf die sich sofort alle Spieler stürzen. Gerangel um die wertvollsten Klunker soll es trotzdem nicht geben: Wir sehen immer nur die Belohnungen, die uns vom Spiel auch zugeteilt wurden.

Während der ganzen aufreibenden Action hatten wir gar keine Zeit, die wunderschöne Grafik zu bestaunen. Die Cartoonoptik überzeugt mit üppigem Farbeinsatz und stilvollen Pinselstrichen; von den beeindruckenden Zwischensequenzen ganz zu schweigen. Und wo wir gerade bei Farbspielen sind: Die von euch zu Beginn festgelegte Kluft lässt sich penibel in allerlei Töne tünchen, die später wiederverwendet werden können. Folglich ist es egal, ob der soeben erbeutete Kriegerhelm orange, neongrün oder turnschuhpurpur ist - wir dürfen den Anstrich jederzeit verändern.

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Mirco Kaempfer



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Mirco Kaempfer am 25 Aug 2011 @ 10:13
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