GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Lucius: First Look

Personal Computer 
Hersteller: Shiver Games
Publisher: Koch Media
Genre: Adventure und Rollenspiel: Adventure
Adventures gibt es viele. Die einen erzählen Geschichten über einen versunkenen Schatz, die anderen handeln von Intrigen und mächtigen Organisationen, die die Weltherrschaft übernehmen wollen. Mit Lucius betritt Publisher Lace Mamba nun mit einem sehr ungewöhnlichen Adventure die Bühne. Darin steuert ihr einen sechsjährigen Jungen, der der Sohn des Teufels ist. Grund genug für uns, auf der gamescom nachzusehen, ob es sich hierbei tatsächlich um ein Adventure handelt, in welchem das leibhaftige Böse seine Finger im Spiel zu haben scheint.

In Lucius, dem neuesten Werk von Entwickler Shiver Games, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die gesamte Familie war versammelt und freute sich über den kleinen Nachwuchs, der am 6.6.1966 zur Welt kam. Man gab ihm den Namen Lucius und dachte sich vermutlich nichts Böses dabei. Lucius erlebte in den darauffolgenden Jahren eine vorbildliche Kindheit. Seine Eltern sind reich und besitzen ein eigenes Anwesen mit eigenem Personal. Umsorgt wurde der kleine Spatz durch einen persönlichen Lehrer, und Lucius erlebte eine sprichwörtliche Bilderbuchkindheit.

Doch kurz vor seinem sechsten Geburtstag ändert sich etwas in seinem Leben. In finsteren Albträumen offenbart sich dem kleinen Jungen der Satan persönlich, denn in Wirklichkeit ist Lucius gar nicht der kleine, unschuldige Junge vom Lande, sondern der Sohn des Teufels. Fortan müsst ihr für eure neue Vaterfigur die Macht des Teufels in der Welt verstärken. Dazu steht euch jedoch erst einmal eure alte Familie im Weg, deren Mitglieder ihr also im Laufe des Spiels eines nach dem anderen liquidieren müsst. Erst ein wenig später findet ihr heraus, dass hinter dem ganzen Mordkomplott eigentlich euer Grossvater als Drahtzieher steckt, denn dieser hatte damals die Seele seines Enkels für alle Zeit an die Unterwelt verpfändet.



Natürlich hätte man das Spiel auch als Shooter entwerfen können, in welchem man seine Familie reihenweise über den Haufen schliesst. Doch auch wenn Lucius der Sohn des Teufels ist, sind ihm auf der Erde gewisse körperliche Grenzen gesetzt. Ein sechsjähriger, schmächtiger Junge kann nicht mal eben einen Erwachsenen vom Balkon stossen oder eine schwere Vase auf den Kopf seiner Mutter fallen lassen. Dazu bedarf es schon perfider Methoden. Obendrein dürft ihr natürlich auch keine Spuren hinterlassen, die möglicherweise die eigentliche Wahrheit offenbaren.

Vielmehr müsst ihr eure Familie untereinander aufstacheln, so dass sie sich im besten Falle selbst an die Gurgel gehen. Wenn der Vater beispielsweise fremdgeht und von der Mutter in flagranti erwischt wird, dann bedarf es nur noch ein paar Worten seitens Lucius, und die Madame nutzt den nächsten Balkon, um sich das Leben zu nehmen. Auf diese Art und Weise schaltet ihr den Rest eurer Familie aus. Nach jedem vermeintlich freiwilligen Tod gewinnt der kleine Lucius an Kraft und wird mit immer neuen Fähigkeiten versehen. Per Telepathie kann er Gedanken kontrollieren und einen Verwandten auffordern, einen ungeliebten Angestellten loszuwerden.

Lucius
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Alexander Boedeker


Alexander Boedeker am 05 Okt 2011 @ 14:37
oczko1 Kommentar verfassen