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Patrizier IV: Preview

Personal Computer 
Hersteller: Gaming Minds Studios
Publisher: Kalypso Media
Genre: Strategie: Wirtschaft
Es mag vielleicht gemein klingen, aber zumindest für Patrizier-Fans hatte die Pleite der deutschen Traditionsschmiede Ascaron etwas Gutes. Denn der Mitbewerber Kalypso Media schnappte sich die legendäre Lizenz und einige der Entwickler des Unternehmens, kurze Zeit später wurde Patrizier IV angekündigt. Das ist etwas über ein Jahr her. Am 2. September erscheint die Fortsetzung der ehemals äusserst beliebten Mittelalterwirtschaftssimulationsreihe. Und was erwartet Genreliebhaber eigentlich?

Verwirrung

Die grösste Verwirrung verbirgt sich im Namen des Spiels. Wieso heisst die Fortsetzung Patrizier IV, obwohl im deutschsprachigen Raum nie eine dritte Episode in den Handel kam? Die Antwort ist ganz einfach: Unter anderem in den USA wurde die Gold-Edition von Patrizier II inklusive der einzigen Erweiterung Seeräuber der Hanse als Patrizier III (Patrician III) verkauft. Um weltweit einen identischen Namen zu ermöglichen, entschied sich Kalypso gleich für den Namen Patrizier IV. Fans sollten sich also nicht irritieren lassen, sie haben nach Patrizier II nichts verpasst. Nach dem ausgiebigen Spielen der Vorschaufassung von Patrizier IV stellt sich allerdings die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, auf Patrizier V zu warten.



Patrizier IV setzt nämlich auf alle Merkmale, die bereits der direkte Vorgänger bot. Nach wie vor ist es das Ziel, emsig Handel während des Spätmittelalters im Norden Europa zu betreiben. Als kleiner Händler und mit einer winzigen Schaluppe startet man in einer der 32 Städte. Mit einem klammen Geldbeutel, besagtem Schiffchen und einem Kontor beginnt die Karriere, bei der irgendwann einmal Wohlstand und ein hoher Rang in der Gilde sowie später Hanse winkt. Auch ist es möglich, einer oder mehreren Ortschaften zum Wohlstand zu verhelfen, Waren in selbstgebauten Manufakturen zu produzieren oder gar zum Bürgermeister von Lübeck, Malmö oder Rostock aufzusteigen. Ja, Patrizier IV verfügt über alle Stärken von Patrizier II, inklusive einer umfangreichen, missionsbasierten Kampagne und einem Tutorial. Beide Elemente waren in der Vorschauversion aber noch nicht verfügbar. Doch schon im freien Spiel wird deutlich, dass der neue Entwickler Gaming Minds keine weltbewegenden Experimente eingehen wollte. Der Einstieg in die komplexe Wirtschaftssimulation erweist sich zwar als einfacher und intuitiver, alte Patrizier-Hasen werden in den ersten ein, zwei Stunden kaum Neuheiten oder gar Innovationen entdecken können. Das liegt wohl daran, dass diese zumindest in der noch nicht finalen Version des Spiels kaum vorhanden sind.

Auf der See nichts Neues

Konzeptionell jedenfalls bleibt alles beim Alten: Mit dem Schiff macht man sich auf, um andere Städte zu befahren und dort günstig Waren einzukaufen. Diese werden im besten Fall gewinnbringend in anderen Orten verscherbelt. Fast jede mittelalterliche Metropole produziert bestimmte Waren in grösseren Mengen, folglich sind die Einkaufspreise dort niedriger. Andere wiederum benötigen Fleisch, Käse, Tuch, Hanf und so weiter. Das klassische kapitalistische Prinzip "Angebot und Nachfrage" kommt bei Patrizier IV also perfekt zum Tragen. Aufgelockert wird der Händleralltag durch zufällige Ereignisse wie Stadtbelagerungen und Seuchen. Mit später hinzugekauften Schiffen und einem erstellten Konvoi kann man mit etwas Pech und vollgeladen mit teuren Gütern auch mal von Piraten attackiert werden. Und durch die Gilde oder die Städte dürfen Aufträge angenommen werden, mit denen man sein Ansehen steigert und natürlich Mammon verdient. Das Städtewachstum allgemein sollte nicht unberücksichtigt bleiben, zudem darf man durch eigene Fabriken oftmals effizienter Waren herstellen beziehungsweise verkaufen. Das alles macht im freien Spiel bereits jetzt einen sehr gut funktionierenden und komplexen Eindruck.

Patrizier IV
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Sven Wernicke




Patrizier-IV


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Sven Wernicke am 27 Jul 2010 @ 11:09
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