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Stronghold 3: First Look

Personal Computer 
Hersteller: Firefly Studios
Publisher: THQ
Genre: Strategie: Aufbauspiel
Der Burgenbau existiert schon seit einigen hundert Jahren. Ganz so alt ist die Aufbausimulationsserie Stronghold auf dem PC noch nicht, trotzdem kann Entwickler FireFly schon auf mehr als zehn Jahre Stronghold zurückblicken. In diesem Jahr gibt's also nicht nur einen runden Geburtstag zu feiern, sondern auch die Veröffentlichung von Stronghold 3. Auf der gamescom konnten wir Rob Burman von Publisher Southpeak Interactive einige interessante Details zur mittelalterlichen PC-Simulation entlocken.

Ein runder Geburtstag

Stronghold ist noch immer der Name, der PC-Spielern als Erstes in den Sinn kommt, wenn nach einer mittelalterlichen Simulation gefragt wird. Der 2001 erschienene Titel sahnte überall Höchstwertungen ab und verkaufte sich mehrere Millionen Mal. Der ein paar Jahre später erschienene Nachfolger konnte zwar ebenfalls überzeugen, richtig durchschlagend erfolgreich wurde er allerdings nicht. Des Weiteren folgten zahlreiche Extreme-Editions und zwei Auskoppelungen, die euch in die Zeit der Kreuzzüge und in eine alternative Fantasy-Welt versetzten. Mit Stronghold 3 will man nun zurück zum Ursprung und sich wiederum mehr dem eigentlichen Spielprinzip - dem Bau imposanter Burganlagen - widmen. Dazu holt man einige altbekannte und totgeglaubte Gesellen des ersten Stronghold-Abenteuers aus der Versenkung. Freut euch auf die Söhne der KI-Spieler "das Schwein", "die Ratte", und allen voran auf den Oberfiesling Herzog Volpe alias "der Wolf" himself.



Mit 17 Militär- und 8 Wirtschaftsmissionen fallen die beiden Solokampagnen, wie schon im Fall der Vorgänger, recht umfangreich aus. Nichtsdestoweniger verspricht Entwickler FireFly, dass Stronghold 3 deutlich einfacher und nicht ganz so komplex zu spielen sein wird, wie es noch beim zweiten Titel der Reihe der Fall war. Vielmehr dreht es sich nun zu Beginn einer jeden Mission darum, erst einmal eine vernünftige Burg aus dem Boden zu stampfen. Allen voran platziert ihr einen Bergfried, das zentrale Element einer jeden Burg. Nach und nach entstehen eine Vielzahl an produzierenden Gebäuden und Wohnhäusern. Letztere profitieren von der Nähe des Bergfrieds. Je näher sie an das imposante Steingebäude gesetzt werden, desto mehr Bewohner ziehen automatisch ein und lassen die Steuerkasse sprudeln.

Treibt ihr euer Volk allzu arg an und lasst ihr es durch die Steuern ausbluten, fangt ihr euch schnell den Ruf eines bösen Herrschers ein. Zwar steigt so das Risiko eines ausufernden Aufstandes, ein böser Lord zu sein hat jedoch auch seine Vorteile. Gemarterte Untertanen arbeiten schneller, dafür stellen sie jedoch weniger Güter her. Wie ihr euer Volk behandelt, ist also stets ein Balance-Akt. Jede Seite hat Vor- und deutliche Nachteile. Die Popularität lässt sich neuerdings direkt ablesen, Wartezeiten wie im Vorgänger gibt es hierfür keine mehr. Eure Entscheidungen wirken sich sofort aus. Auch diverse Events wie Hochzeiten, Hungersnöte, die Pest oder eine "lustige" Hexenverfolgung inklusive anschliessender Verbrennung haben Auswirkungen auf die Gemüter eurer Bewohner.

Immer in Kampflaune

Insbesondere im Mittelalter konnte man kaum ein paar Wochen in Frieden verbringen. Stets wurde an allen Fronten gekämpft. So auch in Stronghold 3. Wer nicht rasch ein paar Mauern um sein Hab und Gut errichtet, droht überrannt zu werden. Als bedeutende Errungenschaft im neuesten Stronghold nennt der Entwickler die Möglichkeit, das Innere einer Burg durch billige Zwischenwände abzusichern. So lassen sich, wie im Rumpf eines Schiffes, diverse Parzellen anlegen, so dass bei einem Durchbruch des Gegners durch die Hauptmauer nicht gleich Tür und Tor offenstehen und alles mit einem Schlag überrannt wird. Auch die Abwehrmechanismen sind perfider geworden. Brennende Baumstämme vertragen sich mit angreifenden Truppen eher weniger, wenn sie von den hohen Mauern herabgeschleudert werden. Auch Holzbarrikaden inklusive tödlicher Pfeile können übereifrige Feinde stoppen. Bissige Hunde, sogenannte Cavedogs, sorgen für blutige Fleischwunden, wenn sie einmal losgelassen werden. Sie machen allerdings keinen Unterschied zwischen Freund und Feind und sollten daher mit Bedacht eingesetzt werden.

Ein gravierender Unterschied zu den Vorgängern ist die in Stronghold 3 zur Anwendung kommende Engine. Diese ist nämlich nicht mehr selbst entwickelt, sondern extern zugekauft. Dank der Trinity-Engine sieht Teil 3 nun auch in Bewegung hübsch aus. Insbesondere die zahlreichen Licht- und Schatteneffekte machen Stronghold 3 zu einem echten Hingucker. Auf grösster Zoomstufe könnt ihr eurem Volk nun beim Leben und Arbeiten zuschauen; jeder Bewohner geht ebenso einem geregelten Tagesablauf nach. Die Physik-Engine lässt getroffene Gegner durch die Gegend schleudern und Mauern mit spektakulären Effekten bei einem Volltreffer zerbersten. Nebel und Regen gehören ebenso wie ein Tag- und Nachtmodus dazu. Letzterer ist in der Solokampagne je nach Setting vorprogrammiert. Im Mehrspielermodus für bis zu acht Teilnehmer gibt es allerdings einen dynamischen Tageszeitenwechsel.

Stronghold 3
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Alexander Boedeker


Stronghold-3


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Alexander Boedeker am 04 Sep 2011 @ 15:21
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