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The Book of Unwritten Tales - Die Vieh Chroniken: Preview

Personal Computer 
Hersteller: KING Art
Publisher: Crimson Cow
Genre: Adventure und Rollenspiel: Adventure
Nach der Insolvenz von HMH Interactive stand es nicht gut um das Book of Unwritten Tales-Prequel Die Vieh Chroniken. Entwickler KING Art versuchte lange Zeit verzweifelt, die Markenrechte aus der Konkursmasse freizukaufen, um das Projekt fertigstellen und unter anderer Flagge veröffentlichen zu können. Inzwischen ist das Vorhaben gelungen. Mit Crimson Cow wurde ein Investor und Vertrieb für das Spiel gefunden, das zwischenzeitlich deutlich aufgebohrt wurde und nun rund die doppelte Spielzeit verspricht. Wir haben eine Vorschauversion gespielt.

Die Vieh Chroniken beleuchtet die Kennenlernphase von Lebenskünstler Nate und dem Vieh. Nate hat einen berüchtigten Piratenkapitän beim Glücksspiel beschummelt und ihm sein Luftschiff abgeluchst. Fortan befindet er sich fliegenderweise auf der Flucht. Die aus dem ersten Teil bekannte Kopfgeldjägerin Ma'Zaz wurde beauftragt, Nate und das Schiff zurückzubringen. Unsere erste Amtshandlung im ersten Kapitel: Ma'Zaz und ihr Kampfschiff loswerden. Leicht gesagt, befindet sich doch an Bord von Nates Beute keine adäquate Munition, mit der wir die vorhandene Kanone füttern könnten. Also müssen wir improvisieren.

Mit gewohnt simpel gehaltener Maussteuerung schauen wir uns auf und unter Deck des Luftschiffs um. Auffällig ist direkt die glaubwürdige Interaktion von Nate mit der Umwelt. Er zieht auf unseren Befehl hin sichtbar einen Korken aus einem Fass, woraufhin langsam Salpetersalz herausstreut und ein Häufchen auf dem Boden bildet. Später fummelt er eine in einen langen Gummischlauch gestopfte Zigarre in einen Ofen und qualmt sich einen. Wozu? Das verraten wir an dieser Stelle nicht. Derartige Interaktionen sind aber an der Tagesordnung und beziehen sich auch auf Dinge im Inventar. Nur solche Gegenstände, die zusammenpassen (könnten), können auch wirklich miteinander kombiniert werden. Andernfalls verändert sich nicht mal der Cursor - eine Aktion ist nicht möglich. Das erspart einerseits natürlich sich wiederholende Phrasen à la "Das klappt so nicht!", senkt im Umkehrschluss aber auch den Schwierigkeitsgrad, der jetzt übrigens vor dem Start in zwei Stufen einstellbar ist. Die höchste beherbergt mehr Rätsel und hat standardmässig die Hotspot-Anzeige deaktiviert.

The Book of Unwritten Tales - Die Vieh Chroniken Bild
Die klassischen Rätsel machen schon in der Vorschauversion Laune und sind bisher durch die Bank logisch aufgebaut. Nicht zu schwer, nicht zu leicht. Dazu gesellen sich diverse Geschicklichkeitsspiele und Logikpuzzles. So müssen wir etwa einen Dietrich durch einen komplexen Schliessmechanismus zwängen. An anderer Stelle gilt es, ein Zahlenschloss mit Hilfe von verschlüsselten Botschaften zu knacken. Anspruchsvoller wird spätestens das vierte Kapitel, das in einem mit magischen Tücken versehenen Zauberschloss angesiedelt ist. Hier dürfen wir erstmals in der Vorschauversion jederzeit zwischen Nate und dem geradezu majestätisch wuselnden Vieh wechseln. Beide verfügen über ein Inventar und müssen sich gegenseitig unterstützen, um weiterzukommen. Hierzu können Gegenstände zwischen beiden Protagonisten ausgetauscht und (teilweise) auch auf die Helden angewendet werden. Sprechende Gemälde, optische Täuschungen, Fallen, völlig chaotische physikalische Gesetze und sogar Portale machen den Ort faszinierend, verwirrend und fordernd zugleich.

Die Schauplätze, die wir in der Vorschauversion erleben durften, strotzen vor liebevollen Details. Auf dem Luftschiff schwingt eine Seilleiter im Wind, während schwarzer Qualm aus einem Maschinenantriebsrohr wirbelt. Nach der Auseinandersetzung auf dem Luftschiff havariert Nate in einer eisigen Gegend, wo er in einem gemütlich eingerichteten Iglu landet. Ein Yeti droht ihn zu verspeisen - doch ist das nur die halbe abgedrehte Wahrheit. Da verzeihen wir gerne, dass Richtungswechsel der Figuren zeitweise etwas unschön und hakelig wirken. Ausserdem ist noch keine Sprachausgabe an Bord, was den Dialogen ein wenig die Luft aus den Segeln nimmt. Irritierend auch, dass (wieder mal) manche Dialogoptionen nur sehr grob dem Gesagten des Charakters entsprechen. Dennoch gab es auch ohne Vertonung schon einige Lacher. Als Nate auf den Yeti trifft, meint er trocken, dass das der Grund sei, warum er so ungerne in einer Fantasy-Welt lebe. Hier gebe es nämlich wirklich alles!

The Book of Unwritten Tales - Die Vieh Chroniken
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Daniel Boll


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Daniel Boll am 14 Aug 2011 @ 01:48
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