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The City of Metronome: First Look

Personal Computer 
Hersteller: Team Tarsier
Publisher: N/A
Genre: Action: Adventure
Auf der Games Convention gab es bekanntlich sehr viele neue Spiele zu sehen. Fast alle waren technisch überzeugend, viele boten einen interessanten Mix aus bekannten Elementen. Aber es gab praktisch kein Spiel, bei dem man sich dachte: "Wie zum Teufel sind die Entwickler auf die Idee gekommen? Klasse!" - bis auf eines:

Metronome

.

Bezeichnend ist leider, dass eben jenes Kleinod in einer kleinen Zwei-Mann-Kabine im abgetrennten Bereich des Business Centers sein Dasein fristete und bislang noch ohne Publisher dasteht. Eher im Vorbeigehen wurde ich mir des Titels bewusst und kurzerhand standen mir die zwei schwedischen Vertreter von Team Tarsier für eine Präsentation zur Verfügung.

Im Spiel verschlägt es euch in die Stadt Metronome, eine düstere, wild gewachsene Grossstadt mit hohen, schiefen Häusern, riesigen, altertümlichen Maschinen und allerlei anderen surrealen Objekten. Vom Stil her erinnert dies alles zum Teil an Werke von Tim Burton oder den Film Die Stadt der verlorenen Kinder, hat aber seinen ganz eigenen Charme. In dieser finsteren Welt gehen die fremdartigen Einwohner ihrem täglichen Leben nach, das allerdings wie in einem orwellschen System streng von der so genannten Corporation diktiert wird. Diese bürokratische, alles besitzende und beherrschende Institution überwacht alle Bereiche und keiner weiss so genau, wer dahinter steckt und was überhaupt die Ziele der Firma sind. Hier tretet ihr auf den Plan und versucht als Jugendlicher hinter die dunklen Machenschaften zu kommen. Auf dem Weg dorthin hilft euch vor allem eines: der richtige Ton.

Denn auch wenn Metronome auf den ersten Blick wie ein skurriles, aber gewöhnliches Third-Person-Action-Adventure aussieht, spielt es sich doch sehr ungewohnt. Ihr rennt zwar normal durch die Gegend, Aktionen werden aber praktisch immer mit akustischen Vorgängen verknüpft. Zu diesem Zweck besitzt ihr ein kleines Aufnahmegerät, mit dem ihr alle möglichen Töne in der vielfältig klingenden Stadt aufzeichnen und später - auch verzerrt - wiedergeben könnt. Dabei werden diese, wie Mana für Zaubersprüche in einem Rollenspiel, verbraucht. Habt ihr mal nicht den passenden Ton zur Hand, könnt ihr ihn oft selbst erschaffen, indem ihr etwa mit einem Stein eine Scheibe zerschmettert, eine leere Dose eine Treppe hinunterwerft oder andere Personen zum Schreien bringt.

Eine Wache steht im Weg und lässt euch nicht passieren? Ein Glück, dass ihr vorhin ein Schlaflied aufgenommen habt! Und aus dem niedlichen Wuffen eines kleinen Hündchens lässt sich, wird die Wiedergabe verlangsamt, ein bedrohliches Kläffen erzeugen. Darüber hinaus könnt ihr mit Sounds aber auch direkt die Kontrolle über einige sklavenartige Wesen der Stadt übernehmen. Diese zombieartigen Maschinen lassen sich so wie die eigene Spielfigur steuern und können allerlei Aufgaben übernehmen, während ihr parallel die Hauptfigur befehligt.

Neben den Rätseln gibt es aber auch Kämpfe, die ihr bestehen müsst, denn die Corporation hat überall ihre Mitarbeiter, die in Form von bewaffneten, telefonartigen Wächtern Jagd auf euch machen. In diesen eigentlich willenlosen Maschinen sind Seelen der ursprünglichen Bürger gefangen, die ihr über den richtigen Sound und mit Hilfe eines exzessiven Gamepad-Einsatzes befreien könnt, was dann schon wieder etwas an das aktuelle Adventure Fahrenheit erinnert. Eingefangen werden die Seelen vorher durch antike Fotoapparate, befreit kommen sie in gewisser Weise eurer Lebensenergie zugute.

The City of Metronome
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Jan Gieseler


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Jan Gieseler am 16 Sep 2005 @ 15:28
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